Mit motivierenden Mitarbeitergesprächen zu mehr Führungserfolg

Mitarbeitergespräche erfahren oft nicht die Wertschätzung, die ihnen eigentlich zustehen sollte. Und das von beiden Seiten. Denn so wie dieses dem Mitarbeiter die Möglichkeit bietet, seine Erfolge und Leistungen in den Vordergrund zu stellen, aber auch seine Forderungen sinnvoll anzubringen, so ist es für den Vorgesetzten einer der wichtigsten Komponente für die Leistungsbeurteilung.

Das Ziel sollte dabei sein, die Zusammenarbeit sowohl kurz-, mittel- als auch langfristig zu optimieren. Auch wenn es sich nicht immer vermeiden lässt, so ist es nicht dafür gedacht, einfach mal „Dampf abzulassen“.

Zusammensetzung und Anlass  

Sie finden grundsätzlich zwischen Mitarbeiter und direktem Vorgesetzten statt. Manchmal werden aber auch weitere Personen aus Geschäftsleitung oder Personalführung hinzugezogen.

Unterscheidung zwischen anlassbezogene und institutionalisierten Mitarbeitergesprächen

Mögliche Anlässe sind:

  • Das Ende der Probezeit,
  • die Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses,
  • eine Rückkehr nach längerer Krankheit an den Arbeitsplatz,
  • eine Beförderung,
  • die Übernahme neuer Aufgaben
  • u.v.m.

Dagegen finden die institutionalisierten Mitarbeitergespräche in der Regel in festen Zeitabständen statt und werden häufig auch als jour Fix bezeichnet. Meist orientieren sich diese an einem für das Unternehmen einheitlichen Leitfaden, der der Führungskraft zur Strukturierung des Gesprächs dient. Teils wird hierbei auch auf softwaregestützte Systeme zurückgegriffen.

So verläuft Ihr Mitarbeitergespräch erfolgreich

Außerordentlich wichtig für Vorgesetzte und Mitarbeiter ist eine gründliche Vorbereitung des Gespräches. Als Faustregel können Sie hierbei anwenden, dass Sie die gleiche Zeit, die Sie für das Gespräch ansetzen auch für Ihre Vorbereitung benötigen werden.

Über den besprochenen Inhalt sollte ein schriftliches Protokoll angefertigt werden, das bei den Gesprächsteilnehmern verbleibt und nicht an Dritte weitergegeben werden darf. Werden arbeitsrechtliche Punkte vereinbart oder angesprochen, so werden diese in einem Extraprotokoll der Personalabteilung weitergeleitet.

Was in keinem Mitarbeitergespräche fehlen sollte

Denken Sie immer daran, dass das Ziel des Gesprächs i.A. eine Optimierung der Zusammenarbeit ist. Geben Sie Ihrem Gegenüber im ersten Schritt das Gefühl, für eine angenehme Gesprächsatmosphäre zu sorgen. Dazu gehört, dass der Raum abgeschlossen ist, dass Sie gut vorbereitet sind und sich Zeit nehmen.

Auch wenn es in Mitarbeitergesprächen fast immer auch negative oder kritische Dinge zu besprechen gibt, starten Sie zunächst positiv ins Gespräch. Das kann über einen Small-Talk-Einstieg geschehen oder auch darüber, dass Sie eben zunächst die positiven Punkte der Zusammenarbeit betonen, bevor Sie zu Ihrer Kritik kommen.

Diese Themen gehören auf Ihre Agenda:

  • Zwischenmenschliche Kommunikation: Arbeitsklima, Teamgeist, Zusammenhalt der Mitarbeiter
  • Zielorientiertes Führungsinhalte: Zielvereinbarung, Leistungsbereitschaft, Motivation
  • Kommunikativer Handlungsbedarf: Konfliktsymptome, vermutete Unzufriedenheit, persönliche Probleme des Mitarbeiters und spontane Anerkennung herausragender Leistungen
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