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So vermeiden Sie die 3 häufigsten Sackgassen in Kritikgesprächen

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Kritikgespräch: Vermeiden Sie die 3 häufigsten Sackgassen
© Henry Schmitt - Fotolia.com

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Bei Kritikgesprächen geht es nie nur um Inhalte, sondern immer auch um Emotionen. Rechnen Sie damit, und lassen Sie sich nicht provozieren oder in die Defensive drängen.

Bei Kritikgesprächen geht es nie nur um Inhalte, sondern immer auch um Emotionen. Rechnen Sie damit, und lassen Sie sich nicht provozieren oder in die Defensive drängen von Emotionsködern wie „Ich habe es nur gut gemeint“, „Aber es ist doch gar nichts passiert“ oder „Bis jetzt haben wir es immer so gemacht“.

Wenn Sie einen Mitarbeiter oder Kollegen zu einem Gespräch gebeten haben, um ein Problem zu klären, sollten Sie auch bewusst die Verantwortung für den Gesprächsverlauf übernehmen. Immerhin geht es ja darum, eine tragfähige Lösung zu finden. Vorsicht also bei folgenden 3 Reaktionen Ihres Gegenübers, die schnell in eine Gesprächssackgasse führen können:

1. Entschuldigungen und Selbstvorwürfe

Oft löst Kritik beim Gegenüber eine sofortige Reaktion der Entschuldigung oder der Selbstvorwürfe aus: „Es tut mir leid“, „Das war wirklich dumm von mir, wird nie wieder vorkommen“, „Wie konnte ich nur so nachlässig sein, wieder mal typisch“.

Unterschätzen Sie solche Äußerungen nicht. Natürlich sind Entschuldigungen akzeptabel und in einigen Fällen auch mehr als angebracht. Doch oftmals gehören sie zum typischen Reaktionsmuster auf Kritiksalven. Das bereitwillige Eingestehen der „Schuld“ entspannt die Lage. Das Gleiche wird auch durch Selbstvorwürfe erreicht.

Aber in beiden Fällen haben Sie einen Mitarbeiter/Kollegen vor sich, der gerade seine eigene Kompetenz und Motivation untergräbt. Ihr Ziel wird dadurch drastisch eingeschränkt. Deshalb stoppen Sie solche Aussagen sofort:

  • „Mit Selbstvorwürfen kommen wir hier nicht weiter. Fehler macht jeder. Und mit diesem Gespräch wollen wir beide gemeinsam klären, wie solche Fehler zukünftig vermieden werden können.“

2. Anderen die Schuld zuschieben, ausweichen

Eine andere typische Reaktion: Ihr Gegenüber entzieht sich Ihrer Kritik, indem er die Verantwortung für das Geschehene von sich schiebt:

  • „Letzten Monat galten diese Vorgaben aber noch.“ (ausweichen)
  • „Den Kunden hat es gar nicht so gestört, sonst hätte er sich schon beschwert.“ (abwerten)
  • „Ich kann nichts dafür. Und zwar hat Kollege Schmidt …“ (anderen die Schuld zuschieben)

Erinnern Sie den Kritisierten in solchen Momenten sofort an seine Eigenverantwortung. Machen Sie auch, falls notwendig, die Unternehmensprinzipien deutlich: „Kennen Sie die neuen Vorgaben nicht? Warum?“ Oder: „Wie stellen Sie fest, ob ein Kunde unzufrieden oder zufrieden ist?“ Oder: „Warum haben Sie die Sachlage nicht mit Herrn Schmidt geklärt?“ Oft steckt in diesen Antworten schon die Ursache für den Fehler, der Ihre Kritik hervorrief. Dieser Ursache auf den Grund zu gehen verhindert, dass sich das Muster zukünftig wiederholt.

3. Gegenangriffe

Eine weitere typische Reaktion ist ein Gegenangriff: „Du musst mir das gerade vorwerfen, wo du …“ Oder, gegenüber dem Vorgesetzten, etwas subtiler: „Die Anweisungen waren nun mal nicht sehr konkret.“

So groß die Versuchung auch sein mag, nun zu einem emotionalen Gegenschlag auszuholen: Gehen Sie nicht auf das „Spiel“ ein, sondern entschärfen Sie den verbalen Angriff.

  • Antworten Sie dem Kollegen: „Da magst du einen Punkt haben, und darüber sollten wir sprechen. Aber lass uns erst einmal diese Sache klären.“
  • Und beim Mitarbeiter: „Das ist ein wichtiger Aspekt. Inwiefern waren meine Vorgaben für Sie ungenau? Was müsste sich daran ändern?“
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