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Entgelterhöhungen gibt das Budget eines Unternehmens nicht immer her – zudem bleibt den Beschäftigten nach Abzug von Lohnsteuer und...

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110-Euro-Grenze: Dieses Urteil hilft bei Ihren Betriebsfeiern garantiert

 
Lohnabrechnung Betriebsfeier

Von Günter Stein,

Wenn Sie bei der Entgeltabrechnung auf die Kosten der Betriebsfeier schauen, kann Ihnen das gelegentlich Sorgenfalten auf die Stirn zaubern. Denn es gibt eine „magische“ Grenze, die nicht überschritten werden darf: die 110-Euro-Grenze

. Das heißt:

Die Kosten pro teilnehmenden Mitarbeiter (ggfs. inklusive Verwandtschaft) dürfen nicht mehr als 110 Euro (netto) betragen. Darin eingeschlossen die Kosten für den Rahmen der Veranstaltung, also beispielsweise Musik, Saalmiete usw. Wird die 110-Euro-Grenze überschritten, müssen Sie die Aufwendungen pro Mitarbeiter versteuern und Sozialabgaben abführen – oder eine 25-%-Pauschalversteuerung vornehmen. In beiden Fällen sehr ärgerlich und kostspielig.

Was aber, wenn das Unternehmen zu einer Betriebsfeier lädt und statt der 100 Arbeitnehmer, die zugesagt haben, plötzlich nur 70 kommen? Müssen diese 70 für die übrigen 30 untreuen Tomaten dann bluten?

Genau mit dieser Frage hat sich das Finanzgericht Düsseldorf beschäftigt und für Sie vorteilhaft entschieden (jetzt veröffentlichtes Urteil vom 17.1.2011, Az. 11 K 908/10 L).

Nach Meinung des Finanzgerichts Düsseldorf können Sie in diesem Fall von der geplanten Teilnehmerzahl ausgehen, weil die „tatsächlich teilnehmenden Arbeitnehmer durch die Nicht-Teilnahme eines Großteils der angemeldeten Arbeitnehmer keine Bereicherung erfahren“.

Sprich: Sie teilen die Gesamtkosten durch die Zahl der ursprünglich eingegangenen Anmeldungen – und nicht nur durch die Zahl der deutlich weniger erschienenen Gäste.

Achtung: Gegen das Urteil ist Revision zugelassen (BFH, VI R 7/11) – doch Sie können das Urteil des FG Düsseldorf verwenden, um in strittigen Verfahren ein Ruhen des Verfahrens zu beantragen.

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Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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