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Entgelterhöhungen gibt das Budget eines Unternehmens nicht immer her – zudem bleibt den Beschäftigten nach Abzug von Lohnsteuer und...

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Einmalzahlungen: Achten Sie jetzt unbedingt auf die Märzklausel

 
Einmalzahlung Märzklausel

Von Günter Stein,

Sie wissen ja: Einmalzahlungen berücksichtigen Sie grundsätzlich in dem Monat, in dem sie ausgezahlt werden. Für diese Regel gilt jetzt aber eine Ausnahme: Einmalzahlungen, die in den ersten 3 Monaten eines Jahres gezahlt werden, zählen unter Umständen zum letzten Entgeltabrechnungszeitraum des Vorjahres.

Ob dies zutrifft, müssen Sie feststellen. Unterläuft Ihnen dabei ein Fehler, drohen hohe Nachzahlungen.

Bei jeder Einmalzahlung, die Sie bis Ende März auszahlen, müssen Sie überprüfen, ob die so genannte Märzklausel zum Zuge kommt. Das ist der Fall, wenn die folgenden Voraussetzungen alle zusammen vorliegen:

  1. Es geht um einen Mitarbeiter, der bereits im Jahr 2015 in Ihrem Unternehmen versicherungspflichtig gearbeitet hat.
  2. Dieser Beschäftigte erhält im Zeitraum vom 1.1. bis zum 31.3.2016 einmaliges Arbeitsentgelt ausgezahlt (Beispiele: eine Prämie, eine Gratifikation etc.).
  3. Die Einmalzahlung überschreitet zusammen mit dem laufenden Arbeitsentgelt die anteilige Jahresbeitragsbemessungsgrenze, die von Januar 2016 bis zum Auszahlungsmonat gilt.  

Beispiel: Ein Mitarbeiter ist in Ihrem Unternehmen seit 2 Jahren versicherungspflichtig beschäftigt und erhält ein laufendes Arbeitsentgelt von 3.000 € monatlich. Im Februar 2016 bekommt er außerdem eine Gratifikation in Höhe von 2.000 €. 

Um feststellen zu können, ob hier die Märzklausel zum Tragen kommt, gehen Sie folgendermaßen vor:

1. Schritt: Bilden Sie zunächst alle anteiligen Jahresbeitragsbemessungsgrenzen in der Kranken- und Pflegeversicherung (KV/PV):

2. Schritt: Berechnen Sie das beitragspflichtige Gesamtentgelt des Mitarbeiters bis einschließlich Februar 2016 ohne Einmalzahlung.

3. Schritt: Stellen Sie fest, ob die Märzklausel Anwendung findet.

Die Differenz zwischen der anteiligen Jahresbeitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung und dem bisher erzielten beitragspflichtigen Arbeitsentgelt entscheidet nun über die Zuordnung bei krankenversicherungspflichtigen Mitarbeitern.

Ist die Einmalzahlung höher als dieser Betrag (das ist hier der Fall), ordnen Sie die Einmalzahlung dem Vorjahr, also dem Jahr 2015 zu. Das gilt dann auch für die Renten- und Arbeitslosenversicherungsbeiträge. Ist der Mitarbeiter dagegen krankenversicherungsfrei, ziehen Sie zur Beurteilung die anteilige Jahres-BBG aus der Rentenversicherung heran (mit demselben Berechnungsverfahren).

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Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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