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Diese Betriebsausgaben können Sie vor der Existenzgründung ansetzen

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Von Midia Nuri,

Gehen wir mal davon aus, Sie haben sich erst Mitte 2012 selbstständig gemacht. Vielleicht waren Sie bis dahin fest angestellt. Aber wahrscheinlich haben Sie schon in den Monaten vor Ihrer Gründung die Selbstständigkeit vorbereitet:

 

 

  • Seminare besucht,
  • Literatur gekauft,
  • Beratungsstellen für Existenzgründer aufgesucht etc.

Die damit verbundenen Kosten können Sie als „vorweggenommene Betriebsausgaben“ steuerlich geltend machen – auch wenn sie vor der eigentlichen Gründung angefallen sind.

Tipp: Ihr Finanzamt wird sie anerkennen müssen, wenn die Kosten in direktem Zusammenhang mit der folgenden Selbstständigkeit stehen.

Das sollten Sie tun

Sammeln Sie ruhig Ihre Belege für Kosten wie beispielsweise

  • Honorare für Berater (z. B. Rechtsanwalt, Unternehmensberater, Steuerberater),
  • Fachliteratur,
  • Fortbildungskosten,
  • Büromaterial.

Heften Sie Ihre damit verbundenen Belege ab und addieren die jeweiligen Beträge bei der Steuererklärung für dieses Jahr zu Ihren Betriebsausgaben hinzu, als „vorweggenommene Betriebsausgaben“.

Achtung: Ein paar Voraussetzungen sollten Sie beachten

Der zeitliche Zusammenhang mit der Selbstständigkeit muss klar sein: Haben Sie z. B. ein Fortbildungsseminar wenige Monate vor der Selbstständigkeit besucht, ist das offensichtlich. Liegt das Seminar aber schon Jahre zurück, ist es dagegen unwahrscheinlich, dass das Finanzamt diese Kosten anerkennt.

Sie müssen die Kosten durch Belege (ordentliche Rechnungen und Quittungen) nachweisen können. Dann können Sie sogar jetzt noch einen Vorsteuerabzug vornehmen, wenn Sie umsatzsteuerpflichtig sind. Geben Sie die gezahlten Umsatzsteuerbeträge Ihrer vorweggenommenen Betriebsausgaben dazu in Ihrer Jahresumsatzsteuererklärung für 2012 an.

 

Spezialfall: Gemischte Betriebsausgaben

Viele Existenzgründer machen sich nebenberuflich selbstständig und haben so zu Beginn Ihrer Selbstständigkeit noch Einkünfte aus angestellter Arbeit.

Achtung: In dieser Situation vergessen viele Gründer, gemischte Kosten als Betriebsausgaben geltend zu machen.

Beispiel:

In einem Fall, über den der Bundesfinanzhof bereits 2008 geurteilt hat, arbeitete ein Jurist angestellt als Assessor und machte sich gleichzeitig selbstständig als Rechtsanwalt. In dieser Konstellation entstanden natürlich zahlreiche Kosten, die sowohl der angestellten als auch der selbstständigen Arbeit zugeordnet werden können, wie beispielsweise Fachliteratur – die braucht der Jurist für beide Tätigkeiten.

Das gilt für gemischte Kosten

In einem solchen Fall gemischt veranlasster Kosten können Sie als Gründer die Kosten auf beide Einkommensarten aufteilen. Die Kosten für Fachliteratur, die etwa zu gleichen Teilen für die angestellte und die selbstständige Tätigkeit benötigt wird, sind zu 50 % Betriebsausgaben und zu 50 % Werbungskosten, legte der Bundesfinanzhof fest (Az.: VIII R 76/05).

Auch Dekorationskosten sind Betriebsausgaben

Viele Existenzgründer und auch gestandene Unternehmer vergessen, Ihre Kosten für übliche Dekorations-Gegenstände als Betriebsausgabe geltend zu machen, beispielsweise für:

  • einen frischer Strauß Blumen pro Woche, der die Atmosphäre im Besprechungsraum aufheitert,
  • einen schönen Teppich,
  • Kübelpflanzen, die im Büro die Raumluft verbessern.

Darauf sollten Sie achten:

  1. Sie sollten darauf achten, dass die Ausgaben für solche Deko-Gegenstände im Vergleich zur Größe Ihres Betriebs nicht zu hoch sind.
  2. Vorsicht ist auch angebracht, wenn es sich um ein häusliches Büro in Ihrer Privatwohnung handelt. Sie sollten dann zumindest kalkulieren, dass das Finanzamt die Kosten womöglich nicht anerkennt, weil es an einer Abgrenzung zur privaten Lebensführung fehlt.

 

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