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Ende des Leasings: Diese Fallen drohen Ihnen!

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Von Gerhard Schneider,

Häufig kommt das böse Erwachen am Ende des Leasingvertrags – zum Beispiel dann, wenn der Selbstständige den Leasinggegenstand übernehmen will. Hier lauern zwei häufige Fallen.

 

Falle 1: Abschreibung nach Leasingende

Typische Konstellation: Der Selbstständige Michael Mustermann hat vor 3 Jahren eine teure PC-Workstation geleast. Der Vertrag läuft nun aus und er würde den Computer gern vom Leasinggeber kaufen. Dafür hat er ein Angebot von 500 € plus Umsatzsteuer bekommen. Kann er diesen Betrag sofort in kompletter Höhe als Betriebsausgabe geltend machen? Oder muss er ihn noch abschreiben?
Das ist eine Falle, in die viele Selbstständige tappen! Nur wenn der Kaufpreis unter der 410-€-Grenze für die sogenannten geringwertigen Wirtschaftsgüter liegt, können Sie sofort im Anschaffungsjahr abschreiben. Liegt der Kaufpreis darüber, müssen Sie diesen über mehrere Jahre abschreiben. Wie Sie wahrscheinlich wissen, können Sie ja selbst entscheiden, ob Sie die Geringwertigkeitsgrenze bei 150 € oder bei 410 € ansetzen.
Wählen Sie die 150-€-Grenze, bei der Sie Gegenstände von 150,01 € bis 1.000 € zusammen über 5 Jahre in einem Sammelposten abschreiben, tappen Sie noch schneller in die Falle.
Beispiel: Sie haben die PC-Workstation geleast. Nach Ende des 3-jährigen Leasingzeitraums können Sie den PC für 200 € übernehmen. Die Restzahlung übersteigt die neue 150-€-Grenze. Folge: Sie müssten die 200 € über 5 lange Jahre im Sammelpool abschreiben – das bringt einen unangenehmen Liquiditätsnachteil.
Ihre Lösung:
Läuft ein Leasingvertrag aus und wollen Sie den Gegenstand übernehmen, achten Sie auf die 150-€- bzw. 410-€-Grenze. Übersteigt der Kaufpreis die von Ihnen gewählte Grenze, vereinbaren Sie mit dem Leasinggeber eine kurze Verlängerung des Leasingvertrags z. B. um 2 oder 3 Monate – bis der Restkaufwert unter 150 € oder 410 € rutscht und Sie ihn sofort abschreiben können.

 

Falle 2: Verkauf an Mitarbeiter

Typische Konstellation: Der Selbstständige Peter Beispiel hat für seine Ehefrau, die im Betrieb angestellt ist, einen Firmenwagen geleast. Der Leasingvertrag läuft nun aus und die Ehefrau würde den Wagen gern übernehmen. Kann er den Wagen zu einem günstigen Preis an sie verkaufen oder lauern da eventuelle Steuerfallen?
In einem solchen Fall ist Vorsicht geboten! Wenn Sie bei der Preisgestaltung zu großzügig sind, Ihr Mitarbeiter – egal ob ein Angehöriger oder nicht – also ohne sachlichen Grund ein echtes Schnäppchen macht, kann bei einer Betriebsprüfung das dicke Ende folgen. Haben Sie den Verkaufspreis nämlich viel zu niedrig bewertet, berechnet das Finanzamt auf den Differenzbetrag zum Marktpreis Lohnsteuer. Und sozialversicherungspflichtig ist er auch. Es drohen also Nachzahlungen von Lohnsteuer und Sozialabgaben, wenn der Preis zu niedrig ist.
Besonders gefährlich: Fehlt ein aktuelles Sachverständigengutachten über den Wert eines Fahrzeugs, darf das Finanzamt den angemessenen Marktpreis schätzen. Als Richtschnur dürfen die anerkannten Marktübersichten für den Wert gebrauchter Pkw herangezogen werden. Und dazu zählt auch die Schwacke-Liste.

Ihre Lösung:

Sie können durchaus auch niedrigere Preise ansetzen als die Schwacke-Liste ausweist, ohne dass der Differenzbetrag der Lohnsteuer unterworfen werden muss. Schließlich kommt es immer auf die konkreten Umstände des Einzelfalls an. Wichtig ist nur, dass Sie nachvollziehbar dokumentieren, warum Sie einen niedrigeren Preis akzeptiert haben. Typische Gründe:

  • Sie legen das Wertgutachten eines Sachverständigen vor, das den günstigen Preis rechtfertigt.
  • Der Wert des Fahrzeugs ist durch notwendige Reparaturen gemindert und der Umfang der notwendigen Arbeiten ergibt sich aus dem Kostenvoranschlag einer Fachwerkstatt.
  • Ihr Mitarbeiter verzichtet auf seine Gewährleistungsrechte als Käufer; im Gegenzug gehen Sie mit dem Kaufpreis herunter.

© Thaut Images - Fotolia.com #9610279

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