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Schon wieder am Sonntag bei der Arbeit?

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Von Gerhard Schneider,

heute ist Sonntag – aber Sie sitzen schon wieder vor dem PC und schauen Ihre E-Mails durch …

Das ist das Los des Selbstständigen. Doch es gibt einen Trost: Sie sind nicht allein.

Auch die Angestellten arbeiten immer mehr. Krise hin, Krise her: 2008 wurde in Deutschland so viel gearbeitet wie noch nie zuvor. Das geht aus einer Statistik hervor, die das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung gerade veröffentlicht hat. Insgesamt haben die deutschen Arbeitnehmer im vergangenen Jahr 57,7 Milliarden Arbeitsstunden abgeleistet – immerhin 1,3% mehr als im Jahr davor.

Warum ich Ihnen das überhaupt erzähle? Dafür gibt es zwei Gründe:

Erstens: Ich wünsche mir einmal eine Untersuchung, die zeigt, wie viele Stunden wir Selbstständigen pro Jahr arbeiten. Von einer 40-Stunden-Woche können bestimmt auch Sie nur träumen – sonst würden Sie jetzt nicht am Schreibtisch sitzen. Und Extra-Geld für Ihre Überstunden bekommen Sie auch nicht. Eine solche Untersuchung wird es wahrscheinlich nie geben – deshalb komme ich schnell zum zweiten Punkt:

Zweitens: Viele Selbstständige und Freiberufler machen sich zu wenig Gedanken darüber, wie viel Zeit sie tatsächlich für ihre Arbeit aufwenden. Gerade junge Gründer tendieren deshalb dazu, ihre Preise und Honorare viel zu niedrig anzusetzen.

Nehmen wir an, Sie sind ein junger Selbstständiger, der seine Dienstleistung pro Stunde abrechnet. Materialkosten haben Sie keine. Sie haben sich als Ziel gesetzt, monatlich 2.100 € netto in der Tasche zu haben.

Schätzen Sie jetzt einmal, welches Stundenhonorar Sie verlangen müssen, um dieses eher bescheidene Ziel zu erreichen! Behalten Sie Ihre Zahl im Hinterkopf – wir stellen jetzt in einer vereinfachten Beispielrechnung in 6 Schritten fest, wie viel es tatsächlich sein muss.

Beispielrechnung

Schritt 1: Finanzbedarf ermitteln - Sie haben schon festgelegt, dass Sie 2.100 € netto in der Tasche haben wollen. Doch als Selbstständiger brauchen Sie dringend Rücklagen für unerwartete Ausgaben oder Ereignisse. Sie entscheiden sich, 500 € monatlich als Polster anzulegen. Ihr Bedarf also:Monatlich: 2.600 €Jährlich:31.200 €
Schritt 2: zu versteuerndes Einkommen ermitteln - Um diese 31.200 € netto in der Tasche zu haben, müssen Sie natürlich brutto mehr verdienen. Sie rechnen also die Einkommensteuer hinzu. Wir nehmen an, Sie sind nicht verheiratet und haben keine Kinder. Deshalb müssen Sie in etwa diesen Jahresumsatz erzielen:Benötigter Jahresumsatz:42.000 €
Schritt 3: Umsatzziel berechnen - Natürlich haben Sie Ausgaben im Zusammenhang mit Ihrer Selbstständigkeit. Die rechnen Sie zu den 42.000 hinzu, um zu Ihrem Mindestumsatz zu gelangen. Sie addieren also die Kosten für Büromiete, Abschreibungen, Einkauf etc hinzu. Wir nehmen für unser Beispiel einen sehr gering angesetzten Durchschnittswert und rechnen Pi mal Daumen, dass 20 % des Umsatzes für die Betriebsausgaben draufgehen. Rechts sehen Sie, wie viel Sie jährlich einnehmen müssen.Umsatzziel: 52.500 €(42.000 € geteilt durch 80 mal 100)
Schritt 4: Arbeitstage berechnen - Abzüglich der Wochenenden und der Feiertage hat ein Jahr rund 250 Werktage. Dann müssen Sie noch Ihre Urlaubstage abziehen. Sie beschränken sich auf 3 Wochen, also 15 Arbeitstage Urlaub und planen sicherheitshalber 5 weitere Tage für mögliche Krankheiten ein.Arbeitstage: 230
Schritt 5: Arbeitsstunden festlegen, die abgerechnet werden können - Nicht jede Arbeitsstunde des Tages können Sie einem Kunden in Rechnung stellen. Schließlich müssen Sie sich um Akquisition kümmern, um Organisation, um Steuern etc. Als Richtwert gilt: Sie können – wenn es gut läuft – 60 % Ihrer Arbeitszeit in Rechnung stellen. Sie sind fleißig und haben sich vorgenommen, täglich 10 Stunden zu arbeiten. Das ergibt 6 bezahlte Stunden. Nun haben Sie die Zahl Ihrer jährlichen Arbeitsstunden.Abrechenbare Arbeitsstunden:230 mal 6 = 1.380
Schritt 6: Mindesthonorar pro Stunde berechnen - Sie teilen jetzt nur noch Ihr Umsatzziel durch die Anzahl Ihrer jährlichen Arbeitsstunden, die Sie berechnen können und haben Ihren Mindest-Stundenumsatz.52.500 € geteilt durch 1.380 =38,04 €

Immerhin rund 40 € – so viel müssen Sie in diesem Beispiel als Stundenhonorar berechnen, wenn Sie nur 2.100 € monatlich in der Tasche haben wollen!

Mein Anregung an Sie für diesen Sonntag: Checken Sie doch einmal mit einer solchen Rechnung, ob Sie Ihren Kunden wirklich genügend berechnen. Krise hin, Krise her: Vielleicht ist es Zeit für eine Erhöhung Ihrer Preise.

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