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Wann kommt der nächste warme Steuerregen?

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Von Gerhard Schneider,

mit einem spektakulären Urteil hat der Bundesfinanzhof Ende 2008 die ungerechten neuen Regeln zur Pendlerpauschale gekippt. Millionen von Steuerzahlern können sich gerade zu viel gezahlte Steuern vom Finanzamt zurückholen.

Es kann gut sein, dass schon bald ein neuer warmer Regen an Steuerrückzahlungen auf Sie zukommt. Denn eine weitere ungerechte Steuerregelung wackelt!

Diesmal geht es um die Regeln zum häuslichen Arbeitszimmer. Die seit 2007 geltenden neuen Bestimmungen führen zu Ungerechtigkeiten – besonders bei vielen Selbstständigen.

Seit 1.1.2007 dürfen Sie die Kosten für ein Büro in der eigenen Wohnung oder dem eigenen Haus nur noch dann als Betriebsausgabe geltend machen, wenn es der alleinige Mittelpunkt Ihrer gesamten betrieblichen und beruflichen Tätigkeit ist. Nur ein Beispiel, zu welchen haarsträubenden Ergebnissen das führt:

Der Handelsvertreter der viel im Außendienst unterwegs ist, kann in der Regel die Kosten für sein Arbeitszimmer zu Hause nicht mehr absetzen. Begründung der Beamten: Der Mittelpunkt seiner Tätigkeit liege im Außendienst und nicht im Büro. Deshalb keine Absetzbarkeit des Arbeitszimmers. Und das obwohl der Handelsvertreter zwingend ein Büro braucht, um seinen Papierkram zu erledigen, um Angebote zu schreiben etc. Wenn sich der gleiche Handelsvertreter nun ein Büro außerhalb seiner Wohnung anmietet, kann er die Kosten dafür jedoch in voller Höhe steuerlich geltend machen.

Solche Regelungen sind mit gesundem Menschverstand nicht mehr nachzuvollziehen. Es kann nicht sein, dass Sie die Kosten für ein Büro nicht mehr abziehen können, nur weil es in Ihrer Wohnung liegt. Kein Wunder also, dass sich die Gerichte nun darum kümmern. Und nicht nur eines:

Wegen dieser sachlich nicht nachvollziehbaren Unterscheidung sind (Muster-)Klagen bei mehreren Finanzgerichten anhängig:

  • beim Finanzgericht Rheinland-Pfalz (Az. 3 K 1132/07)
  • beim Finanzgericht Thüringen (Az. 4 K 351/07)
  • beim Finanzgericht Berlin-Brandenburg (Az. 13 K 110/07)
  • beim Finanzgericht Sachsen-Anhalt (Az. 4 K 980/08).

Angesichts dieser massiven Klagewelle sollten Sie Ihre Rechte sichern und sich für den Fall rüsten, dass die Regeln später in einer weiteren Instanz vor dem Bundesfinanzhof gekippt werden.

Sichern Sie sich Ihren Vorteil – jetzt. Und zwar so:

  • Machen Sie die Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer in Ihrer Steuererklärung.
  • Erkennt das Finanzamt diese Ausgaben nicht an (was zu erwarten ist), legen Sie Widerspruch ein und beantragen Sie das Ruhen des Verfahrens.

Möglicherweise wird Ihr Finanzamt ein Ruhen des Verfahrens ablehnen, weil sie dazu erst verpflichtet sind, wenn ein Verfahren schon vor dem Bundesfinanzhof, dem Bundesverfassungsgericht oder dem Europäischen Gerichtshof gelandet ist. Die Klagen sind noch bei den Finanzgerichten. Doch es gibt eine Verwaltungsanweisung des Finanzministeriums Nordrhein-Westfalen (Az. S 2353-7-V B 3). Danach soll Anträge auf Ruhen des Verfahrens im Zusammenhang mit dem häuslichen Arbeitszimmer stattgegeben werden. Berufen Sie sich auf diese Anweisung, falls Ihr Finanzamt das Ruhen des Verfahrens ablehnt.

Es ist wahrscheinlich, dass bald eines der Verfahren beim Bundesfinanzhof landet. Darauf können Sie sich dann berufen und den Steuerbescheid offen halten. So sichern Sie sich eine Rückzahlung, wenn die Arbeitszimmer-Regelung gekippt wird. Und dann gibt es möglicherweise den nächsten warmen Regen.

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