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Was Sie von Ihrem Steuerberater erwarten können

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Wenn Sie die Dienste eines Steuerberaters nutzen, können Sie erwarten, dass er sich für Sie auf dem Laufenden hält, dass er Sie fundiert berät und Sie von sich aus auf günstigere Gestaltungen hinweist. Das haben die Gerichte immer wieder entschieden. In der folgenden Übersicht sind einige interessante Urteile für Sie zusammengestellt.

 

Auf die Auskunft Ihres Steuerberaters müssen Sie sich verlassen können – auch, wenn diese nur telefonisch erteilt wird.

Der Fall: Bundesgerichtshof (BGH), Urteil vom 18.12.2008, Az. IX ZR 12/05: Ein Ehepaar wollte seine Eigentumswohnung verkaufen, die es vor 8 Jahren gekauft hatte. Der Ehemann rief seinen Steuerberater an, der die Verhältnisse und die Wohnung des Paares seit Jahren kannte. In dem Gespräch erkundigte sich der Ehemann, ob der Preis und der geplante Verkaufszeitpunkt günstig seien. Dies bejahte der Steuerberater. Was er aber versäumte: Er wies seinen Mandanten nicht darauf hin, dass – wenn er die Wohnung innerhalb der 10-jährigen Spekulationsfrist verkaufen wolle – Steuern fällig werden würden. Im folgenden Rechtsstreit, der schließlich vor dem Bundesgerichtshof entschieden wurde, verurteilten die Richter den Steuerberater zum Schadensersatz.
Das heißt für Sie: Wenn Sie aufgrund falscher oder nicht ausreichender Beratung eines Steuerberaters zu viel Steuern zahlen, haben Sie gute Chancen auf Schadenersatzzahlungen.

Mandantenbriefe als alleinige Informationsquelle brauchen Sie nicht zu akzeptieren.

Der Fall: Oberlandesgreicht Düsseldorf, Urteil vom 29.1.2008, Az. I-23 U 64/07: Ein Ehepaar hatte seine Steuerberaterin verklagt, weil diese es nicht auf steuerrechtliche Änderungen bei der privaten Nutzung von Firmenwagen hingewiesen hatte. Dadurch entstanden dem Paar zusätzliche Steuern von 16.000 €. Die Steuerberaterin argumentierte, sie habe in einem Mandantenrundschreiben unter anderem auf ein entsprechendes Merkblatt hingewiesen. Solche allgemeinen Hinweise genügen nicht, so die Richter.

Das heißt für Sie:
Beschäftigen Sie einen Steuerberater, muss er Sie persönlich und gezielt auf wichtige Neuerungen hinweisen. Dieser Pflicht versuchen Steuerberater immer wieder zu entkommen, indem sie an alle ihre Mandaten Rundschreiben versenden, in denen aktuelle Steueränderungen aufgeführt sind. Nach diesem Urteil kann sich ein Steuerberater nicht mit dem Mandantenschreiben herausreden, wenn er Sie zu Ihrem Nachteil nicht über eine für Sie wichtige Änderung informiert hat.

 

Ihr Steuerberater muss aktiv nachfragen, ob bei Ihnen Ausgaben vorliegen, die zu einer Steuerersparnis führen könnten.

Der Fall: Bundesfinanzhof (BFH), Urteil vom 3.12.2009, Az. VI R 58/07: Ein Steuerzahler hatte Zahnarztkosten in Höhe von 40.000 €. Solche Kosten können – sofern medizinisch notwendig – steuerlich als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden. Seinem Steuerberater, dem er die Fertigstellung seiner Steuererklärung übertragen hatte, hatte er nichts von den Zahnarztkosten gesagt, weil er nicht wusste, dass diese geltend gemacht werden können. Als ihm dies später auffiel, beantragte der Steuerzahler vergeblich die nachträgliche Änderung des Steuerbescheids.
Die BFH-Richter urteilten im folgenden Rechtsstreit: Der Steuerberater hätte seinen Mandanten besser aufklären und danach fragen müssen, ob es möglicherweise Aufwendungen im Bereich der außergewöhnlichen Belastungen gegeben hat. Ein Steuerberater dürfe sich nicht darauf verlassen, dass der Mandant ihm alle Unterlagen komplett und so aufbereitet übergibt, dass keine Nachfragen mehr notwendig seien.
Das heißt für Sie: Ist Ihnen in der Vergangenheit wegen mangelnder Steuerberatung ein gravierender Steuernachteil entstanden? Wenn Sie sich auf dieses Urteil berufen, haben Sie gute Chancen, sich das entgangene Geld bei dem Steuerberater zu holen. In den Ruin treiben Sie ihn dadurch nicht, da er gegen solche Forderungen versichert ist.

Ihr Steuerberater muss in für Sie wichtigen Punkten am Ball bleiben.

Der Fall: Oberlandesgericht Celle, Urteil vom 23.2.2011, Az. 3 U 174/10: Eine im sozialen Bereich selbstständig tätige Frau wurde 2005 vom Finanzamt dazu verdonnert, für mehrere Jahre Umsatzsteuer nachzuzahlen. Ihr Steuerberater versicherte ihr daraufhin, bei der Frage der Umsatzbesteuerung in ihrem Bereich für sie am Ball zu bleiben und sie rechtzeitig auf für sie mögliche positive Änderungen hinzuweisen. Allerdings versäumte es der Berater, die Steuerbescheide der Frau offen zu halten, obwohl zu diesem Zeitpunkt bereits absehbar war, dass ihre Tätigkeit nach einem Wandel in der Rechtsprechung wahrscheinlich von der Umsatzsteuer befreit würde. Folge: Der Steuerberater musste seiner Mandantin Schadensersatz zahlen.

Das heißt für Sie:
Wenn ein Berater Ihnen explizit zusagt, sich in einem Themenbereich auf dem Laufenden zu halten, muss er hier besonders intensiv recherchieren. Wenn er dies nicht tut und Ihnen daraus ein Schaden entsteht, können Sie Schadensersatz einfordern.

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