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Für energie- und rohstoffintensive Betriebe ist es heutzutage überlebenswichtig, die extrem schwankenden (volatilen) Marktpreise der Rohstoffe...

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Chemiemarkt: Die deutschen Kunststoffverarbeiter sehen Licht am Ende des Tunnels

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Nach einem unerwartet stabilen Vorjahr setzt der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e. V. (GKV) im 2. Halbjahr 2013 auf neue Wachstumsimpulse.

Die Kunststoffverarbeiter (Verpackung, Bau, Konsumwaren und Technische Teile) konnten dem Konjunkturabschwung nicht nur trotzen, sie legten auch noch ein paar Prozentpunkte zu. 2011 fuhr die Branche einen Umsatz von 55,9 Mrd. € ein, 12 Monate später waren es immerhin 56,2 Mrd. €.

Chemiemarkt: Die Krise von 2009 ist (fast) abgehakt

„Nach einer rasanten Aufholjagd sind wir 2012 wieder auf die Erfolgsspur gewechselt“, jubelte Kruse. Nicht nur beim Umsatz, sondern auch bei der Beschäftigung. Die legte im vergangenen Jahr noch einmal um 2,4 % zu, sodass in allen GKV-Unternehmen gegenwärtig 299.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Lohn und Brot stehen.

Die Preisspirale kommt wieder in Gang

  • Standardkunststoffe: Allein im Februar mussten die Kunststoffverarbeiter Aufschläge von durchschnittlich 5 bis 65 €/t schlucken; die Durchschnittspreise sind von 1.420 €/t auf 1.474 €/t gestiegen.
  • PET: Nach einem langen Abtrieb haben auch die PET-Notierungen um rund 20 €/t wieder zugelegt.
  • Technische Kunststoffe: Nach einer Niedrigpreisphase haben seit Jahresanfang auch die Technischen Kunststoffe wieder angezogen, klagte Kruse. Bei PBT Mahlgut zum Beispiel um rund 50 €.

Die Hersteller fordern Nachschlag

Aus diesem Grund könnten die Verarbeiter gar nicht anders, als ihre Preise anzuheben. Einerseits um die Teuerungen bei den Vorprodukten auszugleichen und anderseits, um die Gewinneinbußen von 2012 zu kompensieren.

Der GKV fordert in diesem Zusammenhang die Bundesregierung auf, den mittelständischen Unternehmen mit dem Erneuerbare- Energien-Gesetz (EEG) nicht noch weitere Kosten aufzubürden.

Europa verliert an Bedeutung

Der GKV-Präsident legte seine Finger auch noch in 2 andere Wunden. Laut Kruse verlören Deutschland und Europa als Chemiestandort immer mehr an Bedeutung. Ein Grund sei die sogenannte Shale-Gas-Revolution in den USA und ihre nicht absehbaren Folgen für die Rohstoffversorgung, die weder in Brüssel noch in Berlin die nötige Aufmerksamkeit fände.

Zum anderen wäre da die zunehmende Dominanz chinesischer und arabischer Hersteller auf den Märkten der Polyolefine und Polymere, die nicht nur Deutschland, sondern ganz Westeuropa in eine ungesunde Importabhängigkeit dränge.

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