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Für energie- und rohstoffintensive Betriebe ist es heutzutage überlebenswichtig, die extrem schwankenden (volatilen) Marktpreise der Rohstoffe...

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Rohstoffeinkauf unter dem Aspekt der Finanztransaktionssteuer!

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Seit dem ersten März 2013 gibt es in Italien die Finanztransaktionssteuer. Damit sind die Italiener das zweite Land nach Frankreich, die im Alleingang eine Steuer auf Börsengeschäfte einführen.

Während die französische Steuer nur Augenwischerei ist und nicht wirklich den Handel bestraft, sieht es in Italien ganz anders aus. Hier werden auch außerbörsliche Geschäfte besteuert und die Umgehung der Steuer wie es in Frankreich der Fall ist, ist auch nicht mehr möglich.

Wie sieht es in Deutschland aus?

Finanzminister Wolfgang Schäuble hat die Einnahmen der Steuer noch nicht in den Haushalt für 2014 eingeplant. Er sieht die Einführung frühestens ab 2015, da zuvor noch einige Hürden genommen werden müssen.

Dennoch scheint fest zu stehen, dass Deutschland zusammen mit zehn anderen Ländern eine Steuer auf Finanzgeschäfte einführen wird.

Auch wenn die Politiker immer wieder darauf verweisen, dass die Steuer vorwiegend von den Banken bezahlt werden soll, zeigt sich schon jetzt, dass dies nicht der Fall sein wird.

Bayer rechnet mit 20 Millionen Euro Mehrkosten pro Jahr!

In einem Interview gegenüber der „Frankfurter Rundschau“, sagte der Leiter der Unternehmensfinanzen von Bayer, dass er mit 20 Millionen Euro Mehrkosten pro Jahr rechne. Diese entstehen primär durch die Finanztransaktionssteuer. Die Absicherung von Devisengeschäften würde sich um das Zehnfache erhöhen.

Auch der Einkauf von Rohstoffen oder deren Absicherung über börsliche oder außerbörsliche Derivate würde deutlich teurer. Angenommen Jemand kauft für zehn Millionen Euro Kupfer über ein Derivat. Bei einer Steuer von 0,01 Prozent, fielen Zusatzkosten von 1.000 Euro pro Transaktion an.

Normal liegen die Kosten für einen derartigen Deal bei 50 bis 150 Euro. Hinzu kommt noch die Steuer und die gesamte Kalkulation von Unternehmen muss überdacht werden.

Kein Ausweg bisher in Sicht!

Momentan steht noch nicht fest, ob Firmen die sich absichern ausgenommen sind. Wahrscheinlich jedoch nicht!

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