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Entgeltfortzahlung ja oder nein: Mit dieser Checkliste prüfen Sie blitzschnell

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Entgeltfortzahlung

Von Günter Stein,

Versprochen! Anhand der folgenden Checkliste können Sie überprüfen, ob Sie die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall verweigern dürfen.

 

 

Prüfpunkt Ja Nein

Besteht das Arbeitsverhältnis mit Ihrem Mitarbeiter länger als 4 Wochen?

Falls Ja, müssen Sie grundsätzlich das Arbeitsentgelt fortzahlen.
Falls Nein, können Sie die Entgeltfortzahlung verweigern.

   

Liegt eine Arbeitsunfähigkeitsmeldung vor?

Falls Ja, müssen Sie grundsätzlich das Arbeitsentgelt fortzahlen. Falls Nein, können Sie die Entgeltfortzahlung vorläufig verweigern, sofern Sie – ohne Kenntnis der Arbeitsunfähigkeit – die Verweigerung auf unentschuldigtes Fehlen Ihres Mitarbeiters stützen. Haben Sie jedoch Kenntnis von der Arbeitsunfähigkeit, dürfen Sie die Entgeltfortzahlung nicht verweigern.

   

Liegt eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vor?

Falls Ja, müssen Sie grundsätzlich das Arbeitsentgelt fortzahlen. Falls Nein, können Sie die Entgeltfortzahlung vorläufig verweigern.

   

Liegt eine selbst verschuldete Arbeitsunfähigkeit vor?

Falls Ja, können Sie die Entgeltfortzahlung endgültig verweigern. Falls Nein, müssen Sie grundsätzlich das Arbeitsentgelt fortzahlen.

   

Liegt eine wiederholte Arbeitsunfähigkeit infolge derselben Krankheit vor?

Falls Ja, prüfen Sie bitte den zeitlichen Abstand zwischen den beiden Arbeitsunfähigkeiten. Liegt diese unter 6 Monaten rechnen Sie zusammen. Werden die 6 Wochen der maximalen Fortzahlungsdauer erreicht?
Falls Nein, müssen Sie grundsätzlich das Arbeitsentgelt fortzahlen

   

Bei Auslandserkrankungen Ihres Mitarbeiters bestehen besondere Pflichten.

Er muss Ihnen mitteilen,

  • wo er sich aufhält,
  • dass er arbeitsunfähig ist,
  • wie lange er voraussichtlich arbeitsunfähig sein wird.
Zusätzlich muss er

  • eine ärztliche Bescheinigung vorlegen,
  • eine Folgebescheinigung zusenden,
  • die Rückkehr ins Inland anzeigen.

Hat Ihr Mitarbeiter gegen eine dieser Pflichten schuldhaft verstoßen?

Falls Ja, können Sie die Entgeltfortzahlung vorläufig verweigern, § 7 Absatz 1 Nr. 1 EFZG. Falls Nein, müssen Sie ihm die Entgeltfortzahlung weiter gewähren.

   

Auch bei Kuren, d. h. Maßnahmen der medizinischen Vorsorge und Rehabilitation, muss Ihr Mitarbeiter Sie als Arbeitgeber davon unterrichten. Hat er das getan?

Falls Ja, sollten Sie unbedingt darauf bestehen, dass er Ihnen eine ärztliche Bescheinigung oder die Bescheinigung des Trägers der Maßnahme vorlegt, § 9 EFZG. Falls Nein, sind Sie als Arbeitgeber berechtigt, die Entgeltfortzahlung vorläufig zu verweigern, wenn Ihr Mitarbeiter diese Pflicht schuldhaft nicht erfüllt hat.

   

Hat Ihr Mitarbeiter den Übergang eines Anspruchs auf Schadensersatz gegen einen Dritten schuldhaft verhindert (zum Beispiel wenn er nach einem nicht selbst verschuldeten Autounfall erkrankt ist)?+

Falls Ja, können Sie die Entgeltfortzahlung endgültig verweigern, § 7 Absatz 1 Nr. 2 EFZG. Falls Nein, müssen Sie die Entgeltfortzahlung weiter leisten. Sie haben aber einen Regressanspruch gegen den Schadenverursacher, § 6 Absatz 1 EFZG.

   

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