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Entgelterhöhungen gibt das Budget eines Unternehmens nicht immer her – zudem bleibt den Beschäftigten nach Abzug von Lohnsteuer und...

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Die Märzklausel: So sieht das Ganze in Zahlen aus

 
Einmalzahlung Märzklausel

Von Günter Stein,

Bei jeder Einmalzahlung, die Sie in den ersten drei Monaten eines Jahres zahlen, prüfen Sie, ob die Märzklausel zum Zuge kommt.

Das ist bei Einmahlzahlungen, die von Januar bis März 2011 gezahlt werden der Fall, wenn die folgenden Voraussetzungen alle zusammen vorliegen.

Checkliste: Wenn Sie diese drei Punkte abhaken können, wenden Sie die Märzklausel an

  • Es geht um einen Mitarbeiter, der bereits im Jahr 2010 in Ihrem Unternehmen versicherungspflichtig gearbeitet hat.
  • Dieser Beschäftigte erhält im Zeitraum 1.1. bis 31.3.2011 eine Einmalzahlung.
  • Die Einmalzahlung überschreitet zusammen mit dem laufenden Arbeitsentgelt die anteilige Jahresbeitragsbemessungsgrenze, die von Januar 2011 bis zum Auszahlungsmonat gilt.

Ein Rechenbeispiel:

Ein Mitarbeiter ist in Ihrem Unternehmen seit 2 Jahren versicherungspflichtig beschäftigt und erhält ein laufendes Arbeitsentgelt von 3.600 € monatlich. Im Februar 2011 bekommt er außerdem eine Gratifikation in Höhe von 2.000 €.

Um feststellen zu können, ob hier die Märzklausel zum Tragen kommt, gehen Sie folgendermaßen vor:

Bilden Sie zunächst die anteilige Jahresbeitragsbemessungsgrenze in der KV/PV: (Bei KV-pflichtigen Mitarbeitern kann die RV-ALV-Berechnung entfallen, da die Zuordnung immer einheitlich erfolgt.) KV/PV: Die BBG 2011 beträgt monatlich 3.712,50 €. Da die Einmalzahlung im Februar ausgezahlt wird, beträgt die anteilige Jahres-BBG 3.712,50 € x 2 = 7.425 €.
Bilden Sie zunächst die anteilige Jahresbeitragsbemessungsgrenze in der KV/PV: (Bei KV-pflichtigen Mitarbeitern kann die RV-ALV-Berechnung entfallen, da die Zuordnung immer einheitlich erfolgt.) RV/AV: Hier beträgt die BBG 2011 monatlich 5.500 € (alte Bundesländer). Die anteilige Jahres-BBG beträgt also 5.500 € x 2 = 11.000 €.
Berechnen Sie das beitragspflichtige Gesamtentgelt des Mitarbeiters bis einschließlich Februar 2011 ohne Einmalzahlung. 3.600 € x 2 = 7.200 €.
Die Differenz zwischen der anteiligen Jahresbeitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung und dem bisherigen beitragspflichtigen Gesamtarbeitsentgelt entscheidet nun über die Anwendung der Märzklausel bei krankenversicherungspflichtigen Mitarbeitern. Die Differenz zwischen Gesamtarbeitsentgelt und anteiliger Jahres-BBG in der KV/PV beträgt lediglich 225 €. Da die Einmalzahlung höher ist als dieser Betrag, ordnen Sie die Einmalzahlung dem letzten Entgeltabrechnungszeitraum des Jahres 2010 zu. Das gilt auch für die Renten- und Arbeitslosenversicherungsbeiträge.
Ist der Mitarbeiter im Jahr 2011 krankenversicherungsfrei, ziehen Sie zur Beurteilung die anteilige Jahres-BBG aus der Rentenversicherung heran. Hier würde die Einmalzahlung die Differenz zwischen beitragspflichtigem Gesamtentgelt und anteiliger Jahres-BBG in der RV nicht übersteigen. In diesem Fall müssten Sie die Einmalzahlung dem Monat Februar 2011 zuordnen.

Berechnen Sie die Beiträge anhand der aktuellen Sätze:

Aus dem zuvor ermittelten beitragspflichtigen Entgelt für den entsprechenden Entgeltzahlungszeitraum berechnen Sie nun die Beiträge der Sozialversicherungszweige nach dem normalen Verteilungsschlüssel wie bei jeder anderen Lohnzahlung auch.

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Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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