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Entgelterhöhungen gibt das Budget eines Unternehmens nicht immer her – zudem bleibt den Beschäftigten nach Abzug von Lohnsteuer und…

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Lohnsteuer: Betriebsfeiern - Vorsicht, wenn nur die Führungskräfte feiern

 

Von Günter Stein,

Wenn Sie eine Betriebsfeier veranstalten, bleiben die Zuwendungen für die Arbeitnehmer (Essen, Getränke, Unterhaltungsprogramm etc.) steuer- und abgabenfrei, wenn Sie hierfür höchsten 110 € pro Mitarbeiter und Jahr ausgeben (R. 19.5. Abs. 4 Satz 2 der Lohnsteuerrichtlinien, kurz LStR).

Zwei Veranstaltungen pro Jahr sind maximal erlaubt. (Ausnahmen bestehen für Jubilare und Pensionäre sowie für Betriebsratsmitglieder und Arbeitnehmer der Firmenleitung, bei den beiden zuletzt Genannten, wenn sie aus betrieblichen Gründen an mehr als zwei Betriebsveranstaltungen teilnehmen.).

Lohnsteuer: Pauschale Versteuerung der Zuwendungen

Wird die 110-€-Grenze überschritten, können Sie als Arbeitgeber aber die Zuwendung pauschal versteuern (Steuersatz 25%). Dann bleibt sie für den Arbeitnehmer weiterhin abgabenfrei. Voraussetzung für den Charakter einer Betriebsfeier ist, dass Sie allen Arbeitnehmern einer Abteilung (sogen. Abteilungs- oder Bereichsfeier), Betriebsteils oder Unternehmens zugänglich ist. In einem in dieser Woche veröffentlichten Urteil des Bundesfinanzhofs zeigt sich, wie wichtig es ist, dass diese Voraussetzungen eingehalten werden.

Lohnsteuer: Feiern für Führungskräfte sind nicht steuerfrei

Nehmen nämlich nur Führungskräfte des Unternehmens an einer Betriebsfeier teil, sind die von Ihnen als Arbeitgeber dafür geleisteten Aufwendungen weder im Rahmen der 110-€-Freigrenze, noch durch Pauschalierung steuer- und abgabenfrei (BFH, Mitteilung Nr. 28/09 vom 25.03.2009 zum Urteil VI R 22/06 vom 15.01.2009).

Lohnsteuer: Teilnahme muss allen Mitarbeitern freistehen

Fazit: Nach Auffassung des Finanzministers handelt es sich immer nur dann um eine Betriebsveranstaltung, wenn die Teilnahme allen Betriebsangehörigen offen steht. Eine Begrenzung des Teilnehmerkreises darf sich „nicht als Bevorzugung bestimmter Arbeitnehmergruppen erweisen“ – was im Klartext heißt: Abteilungen für sich dürfen feiern. Würde aus dieser Abteilung aber nur ein bestimmter Personenkreis eingeladen (z.B. nur die Vollzeit-, nicht aber die Teilzeitkräfte) wären die Kriterien zur steuerlichen Behandlung als „Betriebsfeier“ nicht mehr gegeben.

Tipp: Nehmen Sie deshalb auch immer Teilnehmer- oder Einladungslisten zu den Lohnuterlagen, damit Sie einem Betriebsprüfer gegenüber belegen können, dass die Veranstaltung allen Arbeitnehmern offen stand.

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Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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