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Entgelterhöhungen gibt das Budget eines Unternehmens nicht immer her – zudem bleibt den Beschäftigten nach Abzug von Lohnsteuer und...

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Privat genutzter Dienstwagen: Einmal rechnen, 500 Euro im Jahr sparen. Geht das wirklich?

 
Lohnabrechung Dienstwagen, Privatnutzung Finanzamt

Von Günter Stein,

Der Hintergrund ist hierbei folgender: Wenn ein Arbeitnehmer einen Firmenwagen auch privat nutzen darf, hält das Finanzamt die Hand auf. Es will dann entweder eine genaue Abrechnung des Privatanteils (Fahrtenbuch), um diesen geldwerten Vorteil zu versteuern – oder es verlangt pro Monat 1 % des Bruttolistenpreises als zusätzliche Berechnungsgrundlage für die Lohnsteuer. Und für die Fahrten zwischen Wohnort des Mitarbeiters zur Arbeit hält es die Hand nochmals auf und will 0,03 % des Bruttolistenpreises zusätzlich einbeziehen.

Der Hintergrund ist hierbei folgender:

Wenn ein Arbeitnehmer einen Firmenwagen auch privat nutzen darf, hält das Finanzamt die Hand auf. Es will dann entweder eine genaue Abrechnung des Privatanteils (Fahrtenbuch), um diesen geldwerten Vorteil zu versteuern – oder es verlangt pro Monat 1 % des Bruttolistenpreises als zusätzliche Berechnungsgrundlage für die Lohnsteuer. Und für die Fahrten zwischen Wohnort des Mitarbeiters zur Arbeit hält es die Hand nochmals auf und will 0,03 % des Bruttolistenpreises zusätzlich einbeziehen.

Soweit die Pflicht. Und nun zur Kür:

Wie Sie und Ihr Mitarbeiter durch Steuerpauschalierung sparen können

Sie als Arbeitgeber können den geldwerten Vorteil für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte bis zur Höhe der Entfernungspauschale von 0,30 Euro mit 15 % pauschal besteuern – und damit dafür Sorge tragen, dass beide Seiten profitieren! Ein Beispiel:

Sie haben Ihrer Mitarbeiterin Tanja Wilnick einen Dienstwagen zur Verfügung gestellt. Sie nutzt diesen auch für Privatfahrten und für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte. Der Bruttolistenpreis des Fahrzeugs beträgt 30.000 Euro. Frau Wilnick hat von ihrer Wohnung bis zu Ihrem Betrieb eine Entfernung von 37 km zurückzulegen. Im abzurechnenden Monat fährt sie die Strecke an 15 Arbeitstagen.

1. Methode zur Berechnung des geldwerten Vorteils:

30.000 Euro x 0,03 % x 37 km = 333 Euro

2. Methode zur Berechnung des geldwerten Vorteils (= Sie besteuern den Weg zur Arbeit pauschal)

30.000 Euro x 0,03 % x 37 km = 333,00 Euro

./. 37 km x 0,30 Euro x 15 Arbeitstage = 166,50 Euro

Es verbleiben als geldwerter Vorteil: 166,50

Die 2. Methode bedeutet für Frau Wilnick also, dass Sie ihrem laufenden Arbeitsentgelt nur einen Betrag von 166,50 Euro als geldwerten Vorteil hinzurechnen müssen. Für Sie als Arbeitgeber wiederum hat es den Vorteil, dass auch Sie nur von 166,50 Euro den Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung tragen, nicht von 333 Euro Bleiben noch 166,50 Euro, die pauschal mit 15 % Lohnsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer besteuert werden müssen. Dies ist allerdings immer noch günstiger als der Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung.

Bei einem Krankenversicherungsbeitrag von 15,5 % ergibt sich folgende Rechnung für Sie:

Kranken- und Pflegeversicherung (8,275 %) 13,78 Euro

Renten- und Arbeitslosenversicherung (11,35 %) 18,89 Euro

Arbeitgeberanteil Sozialversicherung gesamt: 32,67 Euro

Im Vergleich dazu:

Pauschale Lohnsteuer 15 % 24,98 Euro

Hiervon 5,5 % Soli 1,37 Euro

Hiervon 7 % Kirchensteuer 1,75 Euro

Gesamte Lohnsteuer: 28,10 Euro

Ergebnis:

Es liegt für Sie eine monatliche Ersparnis von 4,57 Euro (= 32,67 Euro – 28,10 Euro) vor. Die Mitarbeiterersparnis beträgt 32,67 Euro /Monat. Zusammen sparen Sie also 12 x 4,57 Euro und 12 x 32,67 Euro/ Monat. Das sind 446,88 Euro pro Jahr! Das ist doch schon was oder?

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Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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