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Entgelterhöhungen gibt das Budget eines Unternehmens nicht immer her – zudem bleibt den Beschäftigten nach Abzug von Lohnsteuer und…

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Überlassung einer Unterkunft an Arbeitnehmer richtet sich nach Sachbezugswerten

 

Von Günter Stein,

Wird Mitarbeitern Ihres Unternehmens eine Unterkunft überlassen, ist das steuerpflichtiger Arbeitslohn. Der Wert dieser Leistung bemisst sich nach den Sachbezugswerten in § 3 Sachbezugsverordnung (SachBez-VO) und nicht nach der ortsüblichen Miete. So entschied das Niedersächsische Finanzgericht (FG) in einem jetzt veröffentlichten Urteil (vom 2.9.2004, AZ: 11 K 691/99).

Wird Mitarbeitern Ihres Unternehmens eine Unterkunft überlassen, ist das steuerpflichtiger Arbeitslohn. Der Wert dieser Leistung bemisst sich nach den Sachbezugswerten in § 3 Sachbezugsverordnung (SachBez-VO) und nicht nach der ortsüblichen Miete. So entschied das Niedersächsische Finanzgericht (FG) in einem jetzt veröffentlichten Urteil (vom 2.9.2004, AZ: 11 K 691/99).

Im Fall, den das Gericht zu beurteilen hatte, stellte ein Krankenhaus einigen Mitarbeitern im Schwesternwohnheim Zimmer gegen die ortsübliche Miete zur Verfügung. Diese Miete lag aber unter den damals geltenden Sachbezugswerten. Das Finanzamt unterwarf daher die Differenz zwischen den gezahlten Beträgen und den Sachbezugswerten der Lohnsteuer. Zu Recht, urteilte das FG im darauf folgenden Rechtsstreit, denn vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellte Unterkünfte richten sich immer nach den Sachbezugswerten.

Achtung:

Überlässt Ihr Unternehmen Mitarbeitern dagegen eine Wohnung, müssen Sie die ortsübliche Miete ansetzen. Eine Unterkunft und eine Wohnung unterscheiden Sie folgendermaßen:

Eine Wohnung ist eine abgeschlossene Einheit von Räumen, die sowohl mit einer Kochgelegenheit als auch mit Bad/Dusche/WC ausgestattet ist. Sie ermöglicht die selbstständige Haushaltsführung des Arbeitnehmers.

Bei einer Wohnung gelten die Sachbezugswerte nicht, hier müssen Sie immer die ortsübliche Miete zu Grunde legen.

Von einer Unterkunft dagegen gehen Sie immer dann aus, wenn Räumlichkeiten keine selbstständige Haushaltsführung ermöglichen.

Beispiel:

Ein Zimmer, dessen Bewohner sich Bad und Küche mit mehreren teilen müssen.

Diese Sachbezugswerte gelten 2005 für Unterkünfte

Erhalten Mitarbeiter Ihres Unternehmens freie Unterkunft, ist dieser Vorteil für den Arbeitnehmer steuer- und beitragspflichtiger Arbeitslohn. Die amtlichen Sachbezugswerte, die hierfür jedes Jahr für das folgende Jahr festgelegt werden, sind für Ihre Abrechnung verbindlich.

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