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Steuerfreie Benzingutscheine: Machen Sie alles richtig?

 

Von Iris Schuler,

Auf Grund der hohen Benzinkosten stellen viele Unternehmer ihren Mitarbeitern Benzingutscheine zur Verfügung. Benzingutscheine sind sowohl bei Arbeitgebern als auch Arbeitnehmern beliebt, weil diese bis zu einem Wert von 44,- Euro pro Monat und Mitarbeiter lohnsteuerfrei sind. Dies gilt jedoch nur dann, wenn Sie alles richtig machen. Mehr darüber in diesem Beitrag.

Benzingutscheine sind steuerfrei, wenn sie auf eine bestimmte Literzahl und nicht auf einen konkreten Euro-Betrag lauten. Vorsicht Steuerfalle! Tankstellen schreiben in Benzingutscheinen häufig Euro-Beträge oder geben Blanko-Gutscheine heraus, die von den Firmen falsch ausgestellt werden. In diesem Fall zählen die Benzingutscheine zum Barlohn und sind steuerpflichtig.

Um Lohnsteuernachzahlungen zu vermeiden, stellen viele Unternehmen anstatt der Benzingutscheine Tankkarten aus. Mit der Tankkarte können die Mitarbeiter bei der ausgesuchten Tankstelle des Unternehmens tanken. In der Regel ist eine Tankkarte eine elektronische Karte, auf der ein Höchstbetrag gespeichert ist.

Tankkarte aus steuerlicher Sicht nicht besser als Benzingutscheine

Nach einem kürzlich bekannt gewordenen Urteil schützt jedoch die Tankkarte ebenfalls nicht vor Lohnsteuernachzahlungen. Bei dem Fall ging es darum, dass Mitarbeiter Tankkarten erhalten hatten, Angaben zur möglichen Kraftstoffmenge sowie zur Kraftstoffart fehlten jedoch. Einzige Einschränkung war eine Grenze des maximalen Gesamtwertes, den die Mitarbeiter mit der Tankkarte tanken konnten.

Die Richter werteten die Tankkarte als Firmenkreditkarte. Da die Mitarbeiter die Tankkarte fast uneingeschränkt nutzen konnten, erkannten die Richter eine Einnahme in Geldeswert. Die wirtschaftliche Bedeutung der Tankkarte hatte Bargeldcharakter und damit eine Bargeldfunktion.

Machen Sie es besser: Geben Sie ausschließlich Benzingutscheine über eine bestimmte Menge eines bestimmten Kraftstoff aus, den der Mitarbeiter bei der Vertragstankstellen einlösen kann. Beachten Sie jedoch, dass der Bezug des Kraftstoffs nur dann lohnsteuerfrei ist, wenn der Preis für die bestimmt Litermenge nicht teurer als 44,- Euro ist.

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Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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