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Jetzt noch für 2010 abrechnen: Beachten Sie bei Einmalzahlungen die Märzklausel

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Jetzt noch für 2010 abrechnen: Beachten Sie bei Einmalzahlungen die Märzklausel

 

Liebe Leserin, lieber Leser,,

über die regelmäßige Vergütung hinaus gewähren Sie Mitarbeitern Ihrer GmbH sicherlich auch Einmalzahlungen. In den meisten Unternehmen wird z.B. Weihnachtsgeld gezahlt. Urlaubsgeld und Boni gehören auch dazu. Auf solche Einmalzahlungen fallen normalerweise in dem Monat Sozialabgaben an, in dem sie ausgezahlt werden.

Ausnahmeregelung für Zahlungen bis 31.3.

Eine Ausnahmeregelung kann jedoch bei Einmalzahlungen innerhalb der ersten 3 Monate des Jahres gelten. Erhalten Mitarbeiter Ihrer GmbH in dieser Zeit Einmalzahlungen, müssen die unter Umständen dem letzten Abrechnungszeitraum des Vorjahres zugeordnet werden (sogenannte Märzklausel, § 23a SGB IV). 

Ob so zu verfahren ist, müssen Sie bzw. Ihre GmbH feststellen. Achtung: Bei Fehlern drohen Ihrer GmbH Nachzahlungen. Prüfen Sie deshalb bei jeder Einmalzahlung bis zum 31.3.2011, ob die Märzklausel anzuwenden ist. Das ist unter folgenden Voraussetzungen der Fall:

  1. Der betroffene Mitarbeiter war bereits im Jahr 2010 in Ihrer GmbH sozialversicherungspflichtig beschäftigt.
  2. Der Mitarbeiter erhält im Zeitraum vom 1.1. bis zum 31.3.2011 eine Einmalzahlung, z.B. eine Prämie.
  3. Die Zahlung überschreitet zusammen mit dem laufenden Arbeitsentgelt die anteilige Jahres-Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung/Pflegeversicherung, die von Januar 2011 bis zum Auszahlungsmonat gilt.

Zahlung ist höher als Differenz zwischen BBG und Arbeitsentgelt

Beispiel: Ein Mitarbeiter ist in Ihrer GmbH versicherungspflichtig beschäftigt und erhält eine laufende Vergütung von 2.500 Euro monatlich. Im Februar 2011 zahlt Ihre GmbH eine Gratifikation in Höhe von 3.000 Euro. Um feststellen zu können, ob hier die Märzklausel zum Tragen kommt, rechnen Sie wie folgt:

Beitragsbemessungsgrenze in der KV/PV (BBG) 2011 (mtl.) 3.712,50 Euro
anteilige Jahres-BBG Februar (3.712,50 Euro x 2 =) 7.425 Euro
beitragspflichtiges Gesamtentgelt ohne Einmalzahlung (2.500 Euro x 2 =) 5.000 Euro
anteilige Jahres-BBG – beitragspflichtiges Arbeitsentgelt (7.425 Euro – 5.000 Euro=) 2.425 Euro


Ergebnis: Die Einmalzahlung von 3.000 Euro übersteigt den Differenzbetrag von 2.425 Euro. Folglich greift die Märzklausel. Die Einmalzahlung wird also dem letzten Abrechnungszeitraum des Vorjahres zugeordnet (Dezember 2010).

 

 

 

Korrektur der Jahresmeldung nicht vergessen

Einmalzahlungen, bei denen die Märzklausel greift, behandeln Sie so, als wären Sie im Dezember des Vorjahres ausgezahlt worden. Sie müssen folglich nicht nur die Beitragssätze und Bemessungsgrenzen des Vorjahres anwenden. Außerdem ist eine neue, korrigierte Jahresmeldung bei der Einzugstelle für die Sozialversicherungsbeiträge einzureichen. Achten Sie unbedingt darauf, um spätere Nachforderungen zu vermeiden!

 


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Herzlichst Ihr

 

Sebastian Jördens
Chefredakteur

 

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