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Steuerhinterziehung durch falsche Kilometerangabe

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Angabe eines zu langen Arbeitswegs: Finanzamt kann Ihnen Steuerhinterziehung vorwerfen

 

 

Liebe Leserin, lieber Leser,,

die Pendlerpauschale macht in den meisten privaten Einkommensteuererklärungen den größten Teil der Werbungskosten aus. Der Fiskus bezuschusst den Weg zwischen Wohnung und Arbeit pauschal mit 0,30 Euro pro Entfernungskilometer. Bei mehr als 200 Arbeitstagen kommen für den Arbeitsweg oft vierstellige Beträge bei den Werbungskosten zusammen.

Falschangaben als Straftat

Verlockend, hier ein bisschen mehr anzugeben als der Wahrheit entspricht. Wer aber bei den Angaben zur Pendlerpauschale schummelt, muss mit schwerwiegenden Folgen rechnen. Prüft das Finanzamt die Angaben – was durchaus öfter passiert – und kommt zu anderen Ergebnissen, können die Falschangaben sogar als Steuerhinterziehung gewertet werden – also als Straftat! Die Folge sind dann nicht nur Steuernachzahlungen, sondern evtl. auch Bußgeldforderungen. Wie schnell das passieren kann, zeigt ein aktuelles Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz (FG Rheinland-Pfalz, 29.3.2011, Az: 3 K 2635/08):

Beispiel: In ihrer Einkommensteuererklärung hatte eine Pendlerin den Arbeitsweg mit 28 Kilometern angegeben. Das hatte das Finanzamt auch über mehrere Jahre so akzeptiert. Als dann aber ein ortskundiger Sachbearbeiter mit der Prüfung der Steuererklärungen betraut wurde, setzte er stattdessen nur eine Entfernung von 10 Kilometern an. Das Finanzamt ging von einer versuchten Steuerhinterziehung aus und verlangte Nachzahlungen für die zurückliegenden 10 Jahre.

Kürzung der Werbungskosten um 6.750 Euro

Zur Verdeutlichung der Dimensionen: Beim derzeitigen Pauschalsatz von 0,30 Euro pro Kilometer und 225 Arbeitstagen pro Jahr entspräche das einer Kürzung der Werbungskosten um insgesamt 6.750 Euro!

 

 

Wie Sie ganz legal einen längeren Fahrtweg geltend machen

Für die Bestimmung der Entfernung zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte ist gem. § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 Satz 4 EStG die kürzeste Straßenverbindung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte maßgebend. Ausnahmsweise dürfen Sie für die Pendlerpauschale jedoch auch eine Umwegstrecke zugrunde legen, wenn die verkehrsgünstiger ist. Das ist der Fall, wenn Sie Ihre regelmäßige Arbeitsstätte ­ trotz gelegentlicher Verkehrsstörungen ­ auf diesem Weg in der Regel schneller und pünktlicher erreichen (BMF, 1.12.2006, Az: IV C 5 ­ S 2351 ­ 60/06).

 

Sebastian Jördens
Chefredakteur

 


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