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Kleinunternehmer: Oh! Oh! Der Jahresabschluss droht!

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Steuer Jahresabschluss

Von Gerhard Schneider,

Mit dem Jahresabschluss ist es genau so wie mit Weihnachten: Er kommt immer schneller als man denkt. Schon in paar Wochen ist das Jahr vorbei, und dann sollten Sie sich Gedanken über einen rechtzeitigen Anschluss machen.

Wer sich ordentlich vorbereitet, kommt später nicht in Stress und kann sich noch rechtzeitig Gedanken über Gestaltungsmöglichkeiten machen. Der erste Schritt: Stellen Sie Ihre Belege, Rechnungen und Quittungen zusammen, damit Sie möglichst alle Ihre Kosten als Betriebsausgaben geltend machen und nichts vergessen. Dabei stellt sich natürlich immer wieder eine Frage: Welche Ausgaben können Sie steuerlich geltend machen und welche nicht? Hier sind die wichtigsten Tipps und Antworten: Betriebsausgaben sind alle Ausgaben, die durch Ihre selbstständige Tätigkeit veranlasst sind. Wichtig ist, dass Sie zwischen diesen 3 Arten von Betriebsausgaben unterscheiden:

  1. sofort abzugsfähige Betriebsausgaben
  2. nicht sofort abzugsfähige Betriebsausgaben
  3. überhaupt nicht oder beschränkt abzugsfähige Betriebsausgaben

 

1. Diese Betriebsausgaben können Sie beim Jahresabschluss sofort absetzen

Hierzu gehören alle betrieblich veranlassten Aufwendungen, die laufend anfallen, durch die aber kein Wirtschaftsgut entsteht, das selbst wiederum einen Wert darstellt. Beispiele für diese üblichen laufenden Ausgaben sind:

  • Miete fürs Büro
  • Lohnzahlungen
  • Reparaturkosten (Büro, Maschinen etc.)
  • Zahlung von betrieblichen Versicherungsbeiträgen, Berufsgenossenschaftsbeiträgen<wbr />, betrieblichen Steuern, Gebühren und ähnlichem

Außerdem gehören zu den sofort abzugsfähigen Betriebsausgaben die Anschaffungs- und Herstellungskosten von geringwertigen Wirtschaftsgütern. Das sind Gegenstände, die netto nicht mehr als 410 € gekostet haben (bzw. mehr als 150 €, wenn Sie diese Variante wählen).

2. Welche Betriebsausgaben beim Jahresabschluss nicht sofort abziehbar sind

Nicht sofort in voller Höhe abziehen können Sie die Anschaffungskosten für ein Wirtschaftsgut, das Sie über mehrere Jahre nutzen und das mehr als 410 € (netto) gekostet hat. Typische Beispiele:

  • Firmengebäude
  • Maschinen
  • Firmenwagen
  • Büroeinrichtung
  • Computer
  • Telefonanlage

Die Abschreibungsdauer für die unterschiedlichen Wirtschaftsgüter finden Sie in den amtlichen AfA-Tabellen.

3. Betriebsausgaben, die beim Jahresabschluss gar nicht oder nur beschränkt abzugsfähig sind

Es gibt leider eine ganze Reihe von Ausgaben, die zwar rein betrieblich veranlasst sind, trotzdem aber nur beschränkt oder sogar überhaupt nicht steuerlich anerkannt werden. Dazu zählen insbesondere folgende Aufwendungen:

  • Beschränkt abzugsfähig sind Aufwendungen für Geschenke an Geschäftsfreunde.
  • Von den Kosten für die betrieblich veranlasste Bewirtung von Geschäftsfreunden sind 70% abzugsfähig.
  • Geldbußen, Ordnungsgelder und Verwarnungsgelder können Sie nicht als Betriebsausgaben ansetzen, auch wenn Sie zum Beispiel das „Knöllchen“ bei einer dienstlichen Fahrt bekommen haben.

Damit Ihnen keine Steuerersparnis durch vergessene Betriebsausgabe durch die Lappen geht hier ein ABC der Bertriebsausgaben:

Das ABC der Betriebsausgaben

  • Angehörigenverträge: Auch wenn Sie einen nahen Verwandten eingestellt haben und bezahlen, sind die Ausgaben dafür steuerlich absetzbar.
  • Anlaufkosten: Dazu gehören Aufwendungen vor Ihrer Betriebseröffnung zur „Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs“. Beispiele: Planungskosten, Werbung, Anschaffung von Fachliteratur sind alle abzugsfähig.
  • Arbeitsmittel: Vom Taschenrechner über den Computer bis zur Büro- oder Werkstatteinrichtung können Sie Ihre Aufwendungen als Betriebsausgaben geltend machen – wenn diese nicht mehr als 410 € netto (bzw. 150 €) kosten sogar vollständig im Jahr der Anschaffung.
  • Arbeitszimmer: Für Ihre selbstständige Tätigkeit angemietete Räume (außerhalb der häuslichen Sphäre) sind voll abzugsfähig. Die anteiligen Kosten für das Arbeitszimmer zu Hause in der Privatwohnung können Sie ganz absetzen, wenn das Arbeitszimmer alleiniger Mittelpunkt Ihrer selbstständigen Tätigkeit ist. Trifft dies nicht zu, aber Ihnen steht kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung, können Sie anteilige nachgewiesene Kosten bis zu 1.250 € pro Jahr für das häusliche Arbeitszimmer geltend machen.
  • Berufsverbände: Beiträge an Verbände, die einen direkten Bezug zu Ihrer selbstständigen Tätigkeit haben, sind Betriebsausgaben. Beispiel: Handwerksinnung, Journalistenverband, Bundesverband Junger Unternehmer.
  • Bewirtungskosten: Haben Sie Geschäftspartner oder Kunden zum Essen eingeladen, können Sie nur 70 % der Kosten steuerlich geltend machen (Vorsteuer können Sie jedoch zu 100 % geltend machen).
  • Fachliteratur: Dazu gehören Fachbücher und Zeitschriften für Ihre berufliche Tätigkeit. Achtung: Auf der Rechnung muss jeweils der Titel angegeben sein.
  • Fahrtkosten: Als Fahrtkosten für Geschäftsreisen können Sie Pauschalen ansetzen: für jeden mit dem Privatfahrzeug gefahrenen Kilometer (PKW = 0,30 €; Motorrad über 50 ccm = 0,13 €/bis 50 ccm = 0,08 €; Fahrrad = 0,05 €). Bei Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln setzen Sie die Kosten laut Quittung/Fahrschein ab.
  • Fortbildungskosten: Wenn die Fortbildung direkt mit Ihrer selbstständigen Tätigkeit zusammenhängt, können Sie die Kosten inkl. Fahrt- und Übernachtungskosten sowie Kosten für Unterlagen vollständig absetzen.
  • Geschäftsreisen: Geschäftsreisen unternehmen Sie, wenn Sie vorübergehend Ihre Wohnung oder Ihren Betrieb aus geschäftlichen Gründen verlassen. Sie können Kosten für Verpflegung (nur Pauschalen), Übernachtung, Fahrt usw. absetzen.
  • Geschenke: Geschenke an Kunden oder Geschäftspartner dürfen Sie absetzen, solange die Kosten pro Person und Jahr nicht mehr als 35 € betragen.

 

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