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So sparen Sie in Ihren eigenen vier Wänden mehr Steuern – schon bei der nächsten Steuererklärung

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Von Gerhard Schneider,

Ein interessantes Urteil zeigt Ihnen, dass Sie neben Ihrem Home Office oftmals ein zweites Zimmer z. B. in der Privatwohnung von der Steuer absetzen können – und dadurch kräftig Steuern sparen!

 

Darum geht es:
In dem Fall ging es um einen selbstständigen Musiker und Produzenten, der in seinem Einfamilienhaus bereits ein Tonstudio mit Büro und Archivraum hatte und die Kosten dafür ansetzte.
Nun richtete er sich in seinem ebenfalls privat genutzten Landhaus einen „Kreativraum“ ein – immerhin rund 80 qm groß und mit separatem Eingang –, um dort zu musizieren und mit anderen Musikern, Produzenten und Mitarbeitern von Plattenfirmen zu arbeiten. Auch die Kosten für diesen Raum machte er steuerlich geltend – und bekam prompt Ärger mit dem Finanzamt. Der zweite Raum im Landhaus werde wohl überwiegend privat genutzt, und falls doch eine berufliche Nutzung gegeben sei, handele es sich allenfalls um ein häusliches Arbeitszimmer mit einer Abzugsbeschränkung von 1.250 € pro Jahr, weil der Kreativraum ja nicht alleiniger Mittelpunkt der selbstständigen Tätigkeit sei.

Dagegen klagte der selbstständige Musiker – mit Erfolg: Das Finanzgericht Niedersachsen erlaubte den Abzug der Kosten für den Kreativraum in voller Höhe in einem jetzt bekannt gewordenen Urteil (vom 31.5.2012, Az. 1 K 272/10). Die Richter hielten es für glaubwürdig, dass der Musiker den Kreativraum wie beschrieben beruflich nutze. Folge: Abzug aller Kosten in voller Höhe als Betriebsausgabe!

 

Knackpunkt dabei, der auch für Sie wichtig ist:

Der Musiker nutzte den Raum nicht als Büro, sondern als „Kreativraum“ – das ist wichtig: Denn wenn er neben seinem eigentlichen Studio mit Büro und Archivraum ein weiteres Büro zu Hause geltend gemacht hätte, wäre auf keinen Fall ein voller Kostenabzug infrage gekommen – weil er ja bereits ein Büro an seinem ersten Wohnsitz hat.

Konsequenz aus dem Urteil:

Wenn es Ihnen in Ihrem angemieteten Büro oder Ihrem Home Office zu eng wird, sollten Sie nach diesem Urteil darüber nachdenken, ob Sie einen weiteren abgeschlossenen Raum Ihrer Privatwohnung oder Ihres Privathauses Ihrer selbstständigen Tätigkeit zuschlagen.

Nach diesem Urteil müssen die Kosten dafür anerkannt werden, wenn es für die Nutzung dieses zusätzlichen Raums einen schlüssigen betrieblichen Grund gibt, der die Ausgabe rechtfertigt.
Hier zwei Beispiele:

  • Beispiel 1: Sie haben in der Innenstadt außerhalb Ihrer Privatwohnung ein kleines Büro angemietet, das Mittelpunkt Ihrer Tätigkeit ist. In den gemieteten Räumen ist jedoch kein Platz für einen Archiv- und Lagerraum, den Sie betrieblich jedoch dringend benötigen. Also richten Sie in Ihrer Privatwohnung zusätzlich ein Zimmer zu diesem betrieblichen Zweck ein. Die anteilige Miete und Nebenkosten machen Sie als Betriebsausgaben geltend.
  • Beispiel 2: Sie arbeiten bereits zu Hause im Home Office. Doch das eine Zimmer reicht Ihnen nicht mehr, weil Sie jetzt häufiger 450-€-Kräfte als Aushilfen beschäftigen. Für Ihre Minijobber richten Sie ein zweites Arbeitszimmer in Ihrer Wohnung ein. Auch dafür machen Sie die Kosten geltend.

 

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