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Wie groß ist die Gefahr einer Betriebsprüfung?

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Von Gerhard Schneider,

Leserfrage: Immer wieder lese ich, dass das Finanzamt auch zu Prüfungen im Betrieb kommt. Wie groß ist diese Gefahr für mich als Gründer? Muss ich jederzeit mit einer Prüfung rechnen? Und was wird dann eigentlich genau geprüft?

 

Antwort: Statistisch gesehen werden Kleinunternehmer zwar nur sehr selten geprüft – doch Achtung: Gerade 2014 steigt die Gefahr für Gründer und alle Unternehmer, die aus Versehen oder auch schuldlos steuerlich auffällig werden! Denn die Finanzverwaltung hat weitgehend auf eine computergestützte Auswertung der Steuererklärungen umgestellt. Hier fallen Fehler und Ungereimtheiten, die zu einer Betriebsprüfung führen können, noch schneller auf als früher. Deshalb sollten Sie stets vorbereitet sein!
Eine interessante Frage lautet dann: Wonach suchen die Prüfer? Wo liegen die wunden Punkte, in denen es immer wieder Fehler gibt? Kennen Sie diese Punkte, können Sie hier besonders aufmerksam sein und Fehler möglichst vermeiden. Hier einige der typischen Prüfpunkte:

Schwerpunkt: Angehörige als Minijobber

Betriebsprüfer wittern sofort Missbrauch und vermuten, dass Familienangehörige nur zum Schein angestellt sind. Machen Sie sich im Fall einer Betriebsprüfung darauf gefasst, dass Arbeitsverträge mit dem Ehepartner, den Kindern oder sonstigen Verwandten besonders genau unter die Lupe genommen werden.
Tipp: Bedenken der Prüfer können Sie widerlegen, wenn Sie einen ordnungsgemäßen Arbeitsvertrag geschlossen haben, wie Sie ihn auch mit jedem anderen Arbeitnehmer aufsetzen würden, wenn der Lohn nicht übertrieben hoch ist, wenn der Lohn nachweisbar gezahlt wurde (Überweisungsbelege) und ein Arbeitsplatz vorhanden ist.
Führen Sie sicherheitshalber auch einen Stundenzettel, auf dem zeitnah festgehalten ist, wann wie viel gearbeitet wurde.

 

Schwerpunkt: Kleinbetragsrechnungen

Das ist ein gemeiner Prüfpunkt: Mit spezieller Auswertungssoftware findet der Prüfer alle Zahlungen, bei denen die Kleinbetragsgrenze von 150 € knapp überschritten ist. Ab dieser Grenze müssen Rechnungen die umfangreichen Pflichtangaben tragen. Der Prüfer lässt sich von Ihnen alle Belege zeigen und streicht die Vorsteuer für alle Belege, die nicht korrekt sind.
Tipp: Überprüfen Sie Ihre Belege genau! Stoßen Sie auf Rechnungen oder Quittungen, die nicht alle Pflichtangaben enthalten, versuchen Sie, korrekte Belege nachzufordern.

Schwerpunkt bei Freiberuflern: Gewerbliche Tätigkeit

Als Freiberufler sind Sie von der Gewerbesteuer befreit. Die Falle dabei: Es gibt bei Freiberuflern immer wieder Tätigkeiten, Bereiche oder Zusatzangebote für Kunden, die als gewerblich ausgelegt werden können. Hier versuchen Betriebsprüfer dann immer wieder, den Freiberuflerstatus anzuzweifeln und die gesamte Tätigkeit als gewerblich einzustufen. Dann stehen schnell Nachzahlungen der Gewerbesteuer für mehrere Jahre im Raum – eine sehr teure Angelegenheit …
Wenn Sie als Freiberufler Ihren Kunden neue Leistungen anbieten, prüfen Sie immer, ob die Tätigkeit als gewerblich eingestuft werden und Ihren Freiberuflerstatus gefährden könnte.

Schwerpunkt: Fahrtenbuch

Das ist der Klassiker. Haben Sie Ihren auch privat genutzten Firmen-Pkw nicht nach der 1%-Methode, sondern nach tatsächlichen Kosten abgerechnet, müssen Sie die beruflich und privat veranlassten Fahrten per Fahrtenbuch belegen. An ein ordentlich geführtes Fahrtenbuch stellen die Finanzämter (und die Gerichte) allerhöchste Anforderungen. Was viele übersehen:
In einer Prüfung gleichen die Beamten die Angaben aus dem Fahrtenbuch mit anderen Belegen ab. Beispiel: Finden die Prüfer eine Tankquittung, schauen sie unter dem Quittungsdatum im Fahrtenbuch nach. Ist dort keine Fahrt zur Tankstelle vermerkt, gar keine Fahrt aufgezeichnet oder eine Fahrt zu einem anderen Ort, werden die Prüfer das Fahrtenbuch schnell verwerfen.
Tipp: Um hier vorzubeugen, hilft nur eine penible Führung Ihres Fahrtenbuchs! Gehen Sie Ihr Buch vor einer Prüfung noch einmal durch, um sicherzustellen, dass keine Lücken und Fehler vorhanden sind.

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