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Lohnabrechnung: Überstunden und Feiertag bei Abrufarbeit - So rechnen Sie richtig

 
Lohn Gehalt Lohnabrechung

Von Günter Stein,

Die Frage(n): Ich arbeite die Woche 14 Stunden und meine Frage ist wie das bei mir mit Feiertagen aussieht wenn man keine festen Arbeitstage hat. Teilt man die Anzahl der Stunden durch die Wochentage, käme ich auf 2,8 Stunden am Tag.

Bekomme ich dann für einen Feiertag 2,8 Stunden gutgeschrieben oder wie sieht die Regelung aus? Und wie sieht es am Ende des Monats aus wenn man Überstunden gemacht hat? Rechnet man dann pauschal dass der Monat 4 Wochen hat, ich somit 56 Stunden im Monat arbeiten muss und alles was darüber geht dann Überstunden sind?

Lohnabrechnung: Durchschnittsstundensatz zugrunde legen

Die Antworte(n): Die beiden Fragen tauchen in der Praxis auch von Arbeitgeberseite immer wieder auf. Die Antwort zur Frage nach der Überstundenbezahlung zuerst: Wenn es mit dem Arbeitgeber keine Regelung gibt, in welcher Höhe Überstunden bezahlt werden, kann er einfach den Stundenlohn oder den Durchschnittsstundensatz zugrunde legen:

Lohnabrechnung: Durchschnittsstundensatz bei Monatsgehalt

Beispiel: Sie erhalten 10 Euro pro Stunde. Für jede Überstunde zahlt Ihnen der Arbeitgeber dann auch diese 10 Euro.

Falls Sie ein Monatsgehalt vereinbart haben, errechnet sich der Durchschnittsstundensatz anders.

Lohnabrechnung: Feiertage werden nicht berücksichtigt

Beispiel: Als Teilzeitkraft erhalten Sie bei einer 15-Stunden-Woche 600 Euro. Ein Monat besteht aus 4,33 Wochen. Sie bekommen pro Woche also 138,57 Euro, das sind pro Stunde 9,24 Euro (600 Euro: 4,33 Wochen: 15 Stunden). Für jede Überstunde zahlt der Arbeitgeber dann also 9,24 Euro.

Was die Feiertags“gutschrift“ betrifft, gehen Sie leider leer aus. Da Sie keine festen Arbeitstage haben, werden bei Ihnen Feiertage nicht berücksichtigt. Anders sähe das aus, wenn Sie beispielsweise immer montags uns mittwochs arbeiten und nun ein Feiertag auf einen Mittwoch fiele. Dann müsste der Arbeitgeber diesen Tag – wie bei allen anderen Arbeitnehmern auch – berücksichtigen.

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Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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