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Fortbildung: Für Gründer ein Muss, dem Finanzamt ein Dorn im Auge

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Von Gerhard Schneider,

Konstante Weiterbildung, Verbesserung der Sprachkenntnisse, Seminare – vor allem für Gründer ist eine gute Qualifizierug im harten Konkurrenzkampf wichtiger denn je. Nur wer herausragende Qualität bietet, kann Kunden gewinnen und dauerhaft halten.

 

Umso überraschender:

Die Teilnahme an Seminaren, Kursen oder Fortbildungen ist den Finanzbeamten von jeher ein Dorn im Auge. Die Kosten für das Seminar oder den Kurs werden oft kurzerhand nicht anerkannt. Doch Sie können diese Falle umgehen – durch die richtige Planung und Auswahl von Ihren Fortbildungsveranstaltungen.

Der wichtigste Punkt, den Sie immer im Kopf haben sollten: Findet die Fortbildung an einem touristisch interessanten Ort statt, vermuten die Beamten fast schon sicher eine Vergnügungsreise und wollen die Kosten nicht anerkennen. Hier 2 Beispiele:

Fall 1: Der Fachkongress in den Alpen

Probleme bekam ein Facharzt für Anästhesie, der die Kosten für den 1-wöchigen Fachkongress „Internationales Symposium für Anästhesie, Notfall-, Schmerz- und Intensivbehandlungsprobleme“ in St. Anton (Oberarlberg) geltend gemacht hatte. Seine Anwesenheit bei dem Kongress belegte er durch lückenlose Teilnahmebestätigungen des Veranstalters. Trotzdem:
Das Finanzamt wollte die Kosten nicht anerkennen. Der ausländische Tagungsort in reizvoller Umgebung – das spreche doch wohl eher für die private Veranlassung der Reise.

Doch der Bundesfinanzhof (BFH) sah das anders (Az. VI R 8/05) und erkannte die Fortbildungskosten an. Begründung der BFH-Richter: Die Fortbildungsaufwendungen seien objektiv beruflich veranlasst, private Reise­interessen nicht zu erkennen gewesen.

 

Fall 2: Der Sprachkurs am Mittelmeer

Ähnliche Probleme wie der Arzt bekam die Mitarbeiterin eines international tätigen Zulieferunternehmens. Zu ihrem Aufgabengebiet gehörte die Übersetzung spanischer Korrespondenz und das Führen von Telefongesprächen mit Geschäftspartnern des Unternehmens auf Spanisch.

Um sich dafür fit zu machen, buchte sie einen 14-tägigen Intensivkurs Spanisch in Andalusien. Auch hier verweigerte das Finanzamt zunächst den steuerlichen Abzug der Kosten. Das Finanzgericht (FG) Hamburg bestätigte dies zunächst. Doch der BFH hob das negative Urteil auf und wies den Fall schließlich zurück ans FG. Und dann urteilten die Richter doch im Sinne der Steuerzahlerin (FG Hamburg, Urteil vom 13.11.2006, Az. 2 K 25/06).

Interessant an dem Fall, der auch für Selbstständige gilt: Die Kosten mussten nach dem Urteil doch anerkannt werden, obwohl der Frau durchaus ein wenig Zeit für private touristische Unternehmungen geblieben war: Sie war z. B. an einem Wochenende zu einer Besichtigung nach Cádiz gefahren. Der tägliche Unterricht umfasste jedoch 5 Zeitstunden. Hinzu kamen tägliche Hausaufgaben. Dadurch, so die Richter, blieb nur noch so wenig Zeit für private Unternehmungen, sodass diese nicht mehr ins Gewicht fielen.

Das heißt für Sie:

Sprachkurse und andere Fortbildungsveranstaltungen können durchaus an reizvollen Orten stattfinden. Insbesondere bei Sprachkursen ist ein Aufenthalt im Ausland sinnvoll und damit nicht steuerschädlich.

Trotzdem müssen Sie mit Widerstand des Finanzamts rechnen. Nutzen Sie bei Ihrer Planung die folgende Checkliste der Finanzämter. Je häufiger Sie mit „Ja“ antworten können, desto einfacher wird eine steuerliche Anerkennung der Kosten sein.

Checkliste für die Planung und Auswahl Ihrer Fortbildungen

(Je häufiger Sie mit „Ja“ antworten, desto besser)

  • Kommen die Seminarteilnehmer aus der gleichen Branche?
  • Ist das Seminar straff und lehrgangsmäßig organisiert?
  • Bleibt nur wenig Zeit für private Interessen?
  • Ist das Seminarprogramm auf die Teilnehmerinteressen zugeschnitten?
  • Können die Teilnehmer den Besuch der einzelnen Veranstaltungen lückenlos dokumentieren?
  • Gibt es keine ähnlichen Veranstaltungen im Inland?
  • Werden wenige Touristenziele besucht?
  • Wird für die An- und Abreise ein schnelles Verkehrsmittel benutzt?
  • Liegen nur wenige Feiertage oder Wochenenden in der Reisezeit?

 

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