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Nie wieder Ärger mit dem Firmenwagen als Selbstständiger

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Steuer Firmenwagen

Von Gerhard Schneider,

Haben Sie jetzt nach Weihnachten und Neujahr wieder Ihre Arbeit aufgenommen? Dann ist es jetzt noch möglich: der Wechsel zum Fahrtenbuch! Das geht nur einmal im Jahr – nämlich zum Jahreswechsel!

Haben Sie jetzt nach Weihnachten und Neujahr wieder Ihre Arbeit aufgenommen? Dann ist es jetzt noch möglich: der Wechsel zum Fahrtenbuch! Das geht nur einmal im Jahr – nämlich zum Jahreswechsel! Darum geht es: Wie Sie vielleicht wissen haben Sie bei mehr als 50-prozentiger betrieblicher Nutzung die Wahl: Sie nutzen entweder die 1-%-Methode oder Sie führen Fahrtenbuch, um den betrieblichen und den privaten Teil auseinander zu rechnen. In vielen Fällen ist das Fahrtenbuch steuerlich günstiger – jetzt am Jahreswechsel haben Sie die Chance, zu dieser Abrechnungsmethode zu wechseln (im laufenden Jahr geht es nur dann, wenn Sie sich einen neuen Wagen anschaffen).

Was Sie beim Wechsel zur Fahrtenbuch-Methode für Firmenwagen beachten sollten

Beachten Sie diese Tipps, wenn auch Sie mit Ihrem Firmenwagen im Steuerjahr 2011 zur Fahrtenbuch-Methode wechseln wollen: Kleine Fehler, Ungereimtheiten oder Lücken schleichen sich beim täglichen Führen schnell ein. Diese Fehler nehmen die Finanzbeamten dann sofort zum Anlass, das gesamte Fahrtenbuch für nichtig zu erklären und den Privatanteil mit der 1-%-Methode anzusetzen. Das kann bei der Betriebsprüfung zu saftigen Nachzahlungen führen!

Worauf die Prüfer bei Firmenwagen mit Fahrtenbuch besonders achten

  • Zeitnahe Aufzeichnungen: Das Finanzamt lehnt Fahrtenbücher ab, die über Wochen lückenhaft geführt und dann auf einmal nachgetragen wurden. Indizien dafür sind ein immer gleiches Schriftbild und der gleiche verwendete Stift. Füllen Sie Ihr Fahrtenbuch also möglichst direkt im Anschluss an jede Fahrt aus.
  • Fälschungssichere Aufzeichnungen: Ein Fahrtenbuch, das am Computer mit Excel erstellt wurde, akzeptiert das Finanzamt nicht (BFH, Urteil vom 16.11.2005, Az. VI R 64/04). Grund: Die Eintragungen können nachträglich leicht verändert werden. Möglich ist jedoch die Nutzung von elektronischen Fahrtenbüchern, bei denen Änderungen der Eintragungen ausgeschlossen sind.
  • Keine Abweichungen bei Kilometerständen: Das Finanzamt verlässt sich nicht nur auf Ihre eigenen Kilometer­angaben. Zusätzlich prüft es in Stichproben u. a. Tankquittungen, Inspektions- und TÜV-Rechnungen etc. Stimmen die dort vermerkten Kilometerstände nicht mit denen Ihres Fahrtenbuchs überein, wird das Finanzamt Ihr Fahrtenbuch ablehnen.

Tipp: Wenn das Finanzamt Ihr Fahrtenbuch wegen ein paar kleiner Fehler anzweifelt und nicht gelten lassen will, brauchen Sie sich das nicht unbedingt gefallen zu lassen. Denn allzu penibel dürfen die Beamten nicht sein. Dazu zwei Urteile, die Sie anführen können, wenn unersättliche Betriebsprüfer Ihr Fahrtenbuch wegen kleiner Fehler zerpflücken wollen:

Welche Fallen bei der Fahrtenbuch-Methode bei Firmenwagen auf Sie warten

Fall 1: Kilometerangaben und Werkstattrechnungen

In diesem Fall hatte das Finanzamt moniert, dass in einem Jahr eine Fahrt nicht verzeichnet war. In einem anderen Jahr stimmten die Kilometerangaben im Fahrtenbuch nicht genau mit den Angaben auf den Werkstattrechnungen überein. Das Finanzamt wollte das Fahrtenbuch deshalb nicht anerkennen. So pingelig dürfen die Beamten dann doch nicht sein, urteilten die BFH-Richter. Es sei zwar wichtig, dass die Aufzeichnungen auf ihre Vollständigkeit und Richtigkeit geprüft werden müssten, unter dem Strich komme es jedoch darauf an, ob trotz eventueller kleiner Mängel noch eine hinreichende Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben gegeben sei und ob das Fahrtenbuch den zu versteuernden Privatanteil des Dienstwagens nachweise. (BFH, Az. VI R 38/06).

Fall 2: Zusätzliche Liste aus dem PC

Ein Selbstständiger hatte sein Fahrtenbuch zwar handschriftlich und lückenlos geführt, zu den einzelnen Fahrten hatte er jedoch aus Platzgründen nur Stichwörter vermerkt. Ausführlichere Angaben zu den Fahrten hatte er in Form einer später am PC erstellten Liste beigefügt.

Dies nahm das Finanzamt zum Anlass, das gesamte Fahrtenbuch nicht anzuerkennen und den Privatanteil nachträglich per 1-%-Methode festzulegen. Folge: saftige Nachzahlungen. Doch der Selbstständige ließ sich nicht einschüchtern und klagte. Mit Erfolg:

Da die Angaben des Klägers in dem Fahrtenbuch und der ergänzenden Liste ohne weiteres nachprüfbar waren, könne von einem ordnungsgemäßen Fahrtenbuch ausgegangen werden, so die Richter (Finanzgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 14.4.2010, Az. 12 K 12047/ 09).

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