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Arztpraxis: Wenn ausscheidende Mitarbeiter nicht loyal sind

 

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Stellen Sie sich vor, eine Praxismitarbeiterin hat Patienten böse beleidigt und bedroht oder hat sich aus der Praxiskasse die eigene Urlaubskasse aufgebessert. Unschön – aber so etwas passiert. Nachdem dies aufgedeckt wurde, möchten Sie diese Mitarbeiterin natürlich sofort aus dem Praxisteam entfernen. Der Haken: Eine fristlose Kündigung ist zwar schnell ausgesprochen, allerdings ist damit nicht alles auf einmal erledigt. Denken Sie nur an Berechtigungen oder das noch vorhandene E-Mail-Postfach. „Unehrenhaft“ ausscheidende Mitarbeiter können Ihnen nachträglich viel Ärger bereiten.

Stellen Sie sich vor, eine Praxismitarbeiterin hat Patienten böse beleidigt und bedroht oder hat sich aus der Praxiskasse die eigene Urlaubskasse aufgebessert. Unschön – aber so etwas passiert. Nachdem dies aufgedeckt wurde, möchten Sie diese Mitarbeiterin natürlich sofort aus dem Praxisteam entfernen. Der Haken: Eine fristlose Kündigung ist zwar schnell ausgesprochen, allerdings ist damit nicht alles auf einmal erledigt. Denken Sie nur an Berechtigungen oder das noch vorhandene E-Mail-Postfach. „Unehrenhaft“ ausscheidende Mitarbeiter können Ihnen nachträglich viel Ärger bereiten.
Arbeiten Sie auf jedem Fall mit einem „Laufzettel“, auf dem detailliert aufgeführt ist, welche Schlüssel zurückzugeben sind oder welche Kennwörter deaktiviert werden müssen. Erst wenn alle Punkte erledigt sind, erhält die ausscheidende Mitarbeiterin ihre Arbeitspapiere. Damit gehen Sie sicher, dass nichts vergessen wird und die ausscheidende Mitarbeiterin nicht von draußen auf sensible Daten zugreifen und – möglicherweise aus Rache – Schaden anrichten kann. Warnen Sie deshalb in solchen Fällen auch immer vor Kurzschlussreaktionen.

Vorsicht: Lassen Sie ausscheidende Mitarbeiter ihre privaten E-Mails selber löschen!


Ihr Wunsch, eine solche Mitarbeiterin möglichst sofort loszuwerden und nicht mehr sehen zu müssen, ist verständlich. Handeln Sie aber überstürzt, können auch schnell Fehler gemacht werden. Diese können wiederum dazu führen, dass die ehemalige Mitarbeiterin auch noch Forderungen an die Praxis stellt!

Beispiel: Werden von Ihnen oder dem Team beispielsweise deren private E-Mails eigenmächtig gelöscht, dann geht die ehemalige Mitarbeiterin vielleicht zur Staatsanwaltschaft, weil dies unberechtigterweise geschehen ist. § 303a Strafgesetzbuch (StGB) gibt ihr die Möglichkeit! Egal, wie das staatsanwaltliche Ermittlungsverfahren ausgeht, Sie und Ihr Team haben dann auf jeden Fall zusätzliche Arbeit!
Handeln Sie deshalb auch in solchen schwierigen Situationen immer nach dem Grundsatz: In Ruhe handeln! Die ausscheidende Mitarbeiterin sollte Gelegenheit haben, Ihre eventuell vorhandenen privaten E-Mails zu löschen. Das heißt ja nicht, dass Sie sie dabei allein lassen müssen. Eine oder zwei andere Praxismitarbeiterinnen oder Mitarbeiter können zugegen sein und darauf achten, dass nicht vielleicht „aus Versehen“ zu viel gelöscht wird. So vermeiden Sie letzte Racheaktionen, mit denen die ausscheidende Mitarbeiterin Ihre Praxis noch zusätzlich schädigen könnte.

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Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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