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9 Schritte zum Prämienmodell: Steigern Sie die Leistung Ihrer Mitarbeiter mit Prämien

 
Urheber: fizkes | Fotolia.de

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Jeder Arbeitnehmer freut sich, wenn er am Monatsende etwas mehr auf dem Konto hat. Doch genügt es nicht, jedem einfach etwas mehr Lohn zu zahlen - entscheidend für eine nachhaltige Leistungssteigerung ist nämlich die Tatsache, dass es mehr Geld nur für vollbrachte Mehrleistung gibt. Dies können Prämienlohnmodelle hervorragend erreichen.

Die Frage ist nur: Wie sollen solche Modelle aussehen, und wo bringen sie am meisten Leistungssteigerung? Darüber hinaus stellt sich immer die Frage, wie Leistung bemessen werden muss und welche Anreize hier winken.

In 9 Schritten zum optimalen Prämienmodell für Ihre Mitarbeiter

Prämienmodelle sind an sich eine feine Sache - wenn sie richtig ausgestaltet sind. Ist das nämlich nicht der Fall, können Sie damit schnell das genaue Gegenteil von Leistungssteigerung erreichen. Gibt es Unzufriedene, die sich vom neuen Entlohnungsmodell übervorteilt fühlen, so sinkt deren Leistungsbereitschaft mit Sicherheit dramatisch. Dies können Sie jedoch sicher vermeiden, wenn Sie unseren 9-Schritte-Plan befolgen:

Schritt 1: Wählen Sie einen Bereich, in dem Sie das Prämienmodell zuerst einführen wollen

Erfahrungsgemäß funktionieren Prämienmodelle immer dort besonders gut, wo einerseits schon eine hohe Leistungsbereitschaft herrscht und andererseits der Faktor Produktivität besonders leicht zu messen ist.

Hier sollten Sie zunächst einmal den Kommissionier- und Packbereich ins Auge fassen. Wenn Sie einen solchen Bereich in Ihrer Verantwortung gefunden haben, müssen Sie sich überlegen, wie Sie die Prämien gestalten wollen.

Eine gute Idee ist es, Prämienzahlungen nach individueller Leistung Einzelner und den jeweiligen Gruppenleistungen zu staffeln. Durch diese Kopplung erreichen Sie nämlich eine Gruppendynamik, in der auch trägere Mitarbeiter mitgerissen werden und so höhere Individualleistungen bringen.

Aber zunächst gilt es, festzustellen, anhand welcher Parameter Sie die Leistungen überhaupt messen wollen.

Schritt 2: Stellen Sie die leistungsentscheidenden Tätigkeiten für Ihr Entlohnungsmodell fest

Nehmen wir an, Sie haben die Packerei als ersten Kandidaten für ein Prämienmodell ausgemacht. Sie müssen dann akribisch festhalten, welche Tätigkeiten hier im Einzelnen ausgeführt werden und welche Auswirkungen sie auf die Gesamtleistung des gesamten Packvorgangs haben.

Dabei sollten Sie immer Fragen wie:

  • „Wofür ist ein Packer verantwortlich?“,
  • „Muss er selber für Nachschub sorgen?“ und
  • "Sind die Packer für die Vollständigkeit einer Warensendung verantwortlich?“ klären.

Tipp: Wenn Sie diese Liste erarbeitet haben, ist das eine gute Gelegenheit, sich zu überlegen, ob wirklich alle Tätigkeiten und Verantwortlichkeiten in der Packerei erledigt werden müssen, oder ob einige davon nicht in anderen Abteilungen besser aufgehoben wäre. So könnte beispielsweise der Nachschub auch von der Kommissionierung erledigt werden.

Haben Sie diese Tätigkeiten und Verantwortlichkeiten detailliert festgehalten, können Sie die nächste Aufgabe in Angriff nehmen.

Schritt 3: Definieren Sie Standardleistungen für jede Tätigkeit Ihrer Mitarbeiter

Prämienmodelle stehen und fallen mit guten Leistungsbewertungen. Und hier gilt es, eindeutig festzulegen, was im Mindestfall gewährleistet sein muss, was also Standard ist. Um einen eindeutigen Leistungsstandard festzulegen, hilft Ihnen die Historie der bisherigen Produktivität beziehungsweise der Qualität. Nehmen Sie diese durchschnittlichen Parameter der letzten 90 bis 180 Tage als die absolute Mindestleistung an. Anschließend erhöhen Sie diese Parameter um etwa 20 % und setzen sie als neuen Standardwert fest.

Parameter könnten beispielsweise sein:

  • Stückzahlen pro Mitarbeiter und Zeit
  • Vollständigkeit der Aussendungen
  • Anzahl der Warenbeschädigungen während des Transports (Hinweis auf unzureichende oder falsche Verpackung)

Schritt 4: Stellen Sie die Produktivität einer jeden Tätigkeit fest

Dies sollten Sie jedoch tun, ohne die Mitarbeiter darüber zu informieren. Wissen die nämlich, worum es geht, könnte mancher besonders Gewitzte durchaus etwas langsamer arbeiten und so darauf hoffen, dass die Maßzahlen für ihn günstiger ausfallen und er so leichter zu einer Prämie kommt.

Stellen Sie nun anhand Ihrer gewonnenen Parameter fest, ob Ihre erhöhten Standardwerte auch in der Realität Bestand haben. Lassen Sie diese verdeckte Auswertungsphase zunächst einmal 4 Wochen lang laufen, und überprüfen Sie dann, ob es noch Anpassungen geben muss.

Sehen Sie, dass Sie alle wichtigen Parameter erfasst und nichts übersehen haben, können Sie Ihr Prämienprojekt „scharf stellen“!

Schritt 5: Geben Sie die Einführung Ihres Prämienlohnmodells bekannt

Trommeln Sie dazu alle betroffenen Mitarbeiter zusammen. Doch bevor Sie das tun, sollten Sie Ihre Führungsmannschaft über das Prämienmodell informieren. Zeigen Sie bei dieser Informationsveranstaltung die Vorteile des neuen Prämienmodells auf, und gehen Sie besonders auf die finanziellen Anreize ein.

Spielen Sie dabei immer mit offenen Karten. Erzählen Sie ruhig, dass es einen verdeckten Probelauf gegeben hat, und rechnen Sie vor, welche Auswirkungen Leistungssteigerungen hätten.

Sind die Betroffenen informiert und alle anstehenden Fragen geklärt, informieren Sie die anderen Abteilungen über die Einführung des Prämienmodells.

Schritt 6: Starten Sie die offizielle Testphase

Seien Sie sich hierbei immer bewusst, dass jede Veränderung auch Missverständnisse und Probleme mit sich bringt. Halten Sie alle diese Vorkommnisse fest, und überlegen Sie gemeinsam mit Ihren Führungskräften, wie Sie diese Probleme lösen können.

Schritt 7: Dokumentieren Sie die Leistungssteigerung Ihrer Mitarbeiter immer öffentlich

Teilen Sie die Ergebnisse und die erzielte Leistungssteigerung allen Mitarbeitern und nicht nur den Beteiligten mit.

Schritt 8: Nehmen Sie sich die Zeit für eine endgültige Korrektur

Wenn das Modell einige Zeit - etwa 2 bis 3 Monate - gelaufen ist, sollten Sie mit Ihrer Führungsmannschaft noch einmal genau prüfen, ob alle Dinge wie gewünscht laufen, und gegebenenfalls noch leichte Korrekturen vornehmen.

Schritt 9: Führen Sie das Prämienmodell auch in anderen Bereichen ein

Hier bietet es sich an, direkt vorgelagerte Bereiche anzugehen. In unserem Beispiel wäre das die Kommissionierung. Gehen Sie auch hier nach unserem 9- Stufen-Plan vor.

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Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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