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Darauf müssen Sie bei Ihrem ersten Minijobber achten

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Von Gerhard Schneider,

Frage: Ich habe mich erst vor wenigen Monaten selbstständig gemacht. Die Sache läuft so gut, dass ich jetzt schon meine erste Aushilfe oder einen 450-€-Jobber anstellen muss. Können Sie mir einen kurzen Überblick geben, was meine Pflichten sind, wenn ich jetzt jemanden einstelle?

 

Antwort: Damit Ihre Aushilfe oder Ihr 450-€-Jobber auch wirklich offiziell bei Ihnen beschäftigt ist und nicht der Eindruck von „Schwarzarbeit“ entsteht, schließen Sie einen Arbeitsvertrag mit dem Mitarbeiter und melden Sie ihn bei der Minijob-Zentrale an. Achtung: Das sollte umgehend nach Vertragsschluss passieren, denn in einigen Branchen (Gastronomie, Bau) besteht sogar eine Verpflichtung zur Sofortmeldung. Also zur Meldung am 1. Tag.

Haben Sie bislang noch nie Mitarbeiter beschäftigt, heißt Ihre 1. Aufgabe:

Betriebsnummer besorgen! Wichtig: Die zuständige Verwaltungs- und Beitragseinzugsstelle für sämtliche Beiträge und Meldungen (Anmeldung, Abmeldung usw.), die die 450-€-Kräfte betreffen, ist die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See, Minijob-Zentrale 45115 Essen, www.minijob-zentrale.de.
Hier alle 5 Schritte auf einen Blick:

Schritt 1: Betriebsnummer besorgen

Falls Sie noch keine Mitarbeiter beschäftigen, beantragen Sie eine Betriebsnummer. Einen PDF-Antrag finden Sie auf der Seite www.arbeitsagentur.de. Diesen mailen Sie einfach an: betriebsnummernservice(at)arbeitsagentur.de

 

Schritt 2: Mehrfachbeschäftigung ausschließen

Haben Sie Ihren Mitarbeiter gefunden, prüfen Sie, ob dieser Minijobber möglicherweise noch woanders als Minijobber tätig ist (sogenannte Mehrfachbeschäftigung). Wie Sie wissen, zahlen Sie für 450-€-Jobber nur günstige Pauschalen für die Lohnsteuer und die Sozialversicherung. Das macht diese sogenannte geringfügige Beschäftigung für Sie so interessant. Doch die günstigen Pauschalen sind nur dann möglich, wenn der Jobber durch geringfügige Beschäftigungen insgesamt nicht mehr als 450 € im Monat verdient. Als Arbeitgeber von Minijobbern sollten Mehrfachbeschäftigungen kontrollieren. Mehrere 450-€-Jobs müssen Sie zusammenrechnen. Führt diese Zusammenrechnung zum Überschreiten der 450-€-Grenze, liegt kein Minijob mehr vor. Sie müssten für den Mitarbeiter folglich Sozialversicherungsbeiträge abführen. Lassen Sie die Mitarbeiter bereits vor Aufnahme ihrer Tätigkeit eine Erklärung über alle aktuell ausgeübten weiteren Tätigkeiten unterzeichnen. Die Pflicht des Mitarbeiters, diese Erklärung abzugeben, hat er gegenüber sämtlichen Arbeitgebern. Er kann sich Ihnen gegenüber also nicht darauf berufen, dass er bei einem anderen Unternehmen bereits ein entsprechendes Schriftstück unterschrieben hat. Nehmen Sie in die Erklärung eine Belehrung darüber auf, dass der Mitarbeiter verpflichtet ist, Ihnen auch später aufgenommene (oder bereits im Kalenderjahr ausgeübte) Tätigkeiten sofort anzuzeigen.

Schritt 3: Schriftlichen Vertrag abschließen

Haben Sie sich mit dem Minijobber geeinigt, schließen Sie am besten einen schriftlichen Arbeitsvertrag. Zwar ist das keine Pflicht (anders als für Kündigungen ist für Arbeitsverträge in Deutschland keine Schriftform vorgeschrieben), aber wenn Sie zu Urlaub, Arbeitszeit, Aufgaben usw. Regelungen treffen wollen, die über die gesetzlichen Regelungen hinausgehen, können Sie diese später nur beweisen, wenn eine schriftliche Vereinbarung vorliegt.

Schritt 4: Anmelden

Melden Sie den Mitarbeiter über das Internet bei der Minijob-Zentrale an. Hierzu brauchen Sie seine Sozialversicherungsnummer. Hat er noch keine, geben Sie Geburtsort, -datum und -namen an.

Schritt 5: Meldung

Das Gehalt Ihres Minijobbers rechnen Sie monatlich ab. Diese Meldung, den sogenannten Beitragsnachweis, senden Sie ebenfalls an die Minijob-Zentrale. Eine kostenlose Software hierfür finden Sie auf www.minijob-zentrale.de. Geben Sie als Suchbegriff „Beitragsnachweis“ ein.

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