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Mobbing ist in Mode

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Von Gerhard Schneider,

Ist es Ihnen auch schon aufgefallen? Wenn man mit Angestellten spricht, taucht immer häufiger das Wort „Mobbing“ auf.

Ich habe das Gefühl, dass dieses Wort bei vielen Angestellten richtig in Mode gekommen ist: Vergibt der Chef eine unangenehme Aufgabe, fühlt sich der Mitarbeiter gleich „vom Chef gemobbt“ … Grüßt der Kollege nicht ordentlich, fühlt sich der sensible Mitarbeiter als „Mobbing-Opfer der Kollegen“ …

Solche Modewörter kommen und gehen. Aber in diesem Fall kann die Mode für Sie ärgerlich werden, wenn Sie Mitarbeiter beschäftigen. Das zeigt dieser Fall:

Der „Mobbing“-Fall

Nach der Beendigung seines Arbeitsverhältnisses machte ein zuvor als Sachbearbeiter beschäftigter Arbeitnehmer gegenüber seinem ehemaligen Arbeitgeber Ansprüche wegen Mobbings geltend. Der Mitarbeiter behauptete, jetzt an Depressionen zu leiden, weil ihm früher vom Arbeitgeber willkürlich Kompetenzen entzogen und besonders umfangreiche Tätigkeiten zugewiesen worden seien.

Er verlangte wegen dieses vermeintlichen Mobbings 20.000 € Schadensersatz. Der Arbeitgeber lehnte jegliche Zahlung ab und wendete ein, dass der Mitarbeiter weder konkrete Mobbinghandlungen noch deren genauen Zeitpunkt benannt habe.

Glücklicherweise hatten die Richter ein Einsehen

Das sahen auch die Richter am Landesarbeitsgericht(LAG) Schleswig-Holstein ebenso und wiesen die Schadenersatzklage des Arbeitnehmers ab. Der Arbeitnehmer hatte nicht ausreichend dargelegt, welchen systematischen Mobbinghandlungen er ausgesetzt gewesen sei und dass seine Erkrankung genau hierauf beruht (LAG Schleswig-Holstein, Urteil vom15.10.2008,Az.:3 Sa 196/08).

Sie sehen an diesem Fall: Nicht selten greifen Mitarbeiter nach dem Grashalm „Mobbing“ und verklagen den Arbeitgeber auf Schadenersatz bzw. Schmerzensgeld. Doch das Urteil zeigt auch:

Sie können gelassen reagieren, wenn Sie dem Vorwurf ausgesetzt sind. Auch wenn das Wort „Mobbing“ in aller Munde ist: Die Richter verstehen unter Mobbing eine ernste und dauerhafte Schikane, die systematisch und regelmäßig erfolgt.

Vor den Arbeitsgerichten hat der Vorwurf deshalb nur Bestand, wenn der Mitarbeiter darlegen und beweisen kann, dass er mehrfach und gezielt schikaniert wurde. Ein Einzelfall, in dem Mitarbeiter ungerecht behandelt wurde, reicht deshalb nicht für einen Mobbing-Vorwurf aus.

Chancen vor Gericht und Anspruch auf Schadenersatz hat ein Arbeitnehmer nur dann, wenn er

  • aufeinander aufbauende und ineinander übergreifende Anfeindungen, Schikanen oder Diskriminierungen (z. B. planmäßiges Ausgrenzen, grundloses Anschwärzen oder systematisches Verbreiten von Gerüchten)
  • durch Vorgesetzte oder Mitarbeiter
  • unter genauer Bennennung des Datums und der begangenen Demütigungen belegen kann.

Will der Arbeitnehmer – wie im Beispielfall – auch noch Schmerzensgeld (z.B. wegen einer aus dem Mobbing resultierenden Depression) einklagen, dann muss durch ein ärztliches Gutachten nachgewiesen werden können, dass die Krankheit durch die Schikanen am Arbeitsplatz ausgelöst wurde.

Tipp: Tatsächliches Mobbing liegt wesentlich seltener vor, als die häufige Verwendung des Wortes es vermuten lässt. Nur selten wird Ihnen ein Mitarbeiter damit Erfolg haben, Schmerzensgeld oder Schadenersatz von Ihnen als Arbeitgeber einzuklagen. Werden Sie mit dem Vorwurf konfrontiert, verlangen Sie zunächst eine genaue Darlegung des als Mobbing bezeichneten Sachverhalts.

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