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Dieser Gratis-Download erläutert die Rechnungspflichtangaben, damit Sie bei der Eingangskontrolle nichts übersehen. Aber auch bei der Erstellung...

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Wie Sie an Ihr Geld kommen

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Von Gerhard Schneider,

die Wirtschaftskrise bekommen immer mehr zu spüren – auch beim Zahlungseingang:

Die Zahlungsmoral ist so schlecht wie noch nie. Erheblich verspätete Zahlungen und Zahlungsausfälle gefährden vor allem kleine Unternehmen. Wenn ein Großkunde die Rechnung über Wochen nicht bezahlt oder zu viele Kleinkunden die Rechnungen gar nicht begleichen, kann sich die finanzielle Situation der betroffenen Selbstständigen schnell dramatisch zuspitzen.

Haben Sie es vielleicht auch in letzter Zeit verstärkt erlebt, dass Kunden sich um die Zahlung drücken wollen? Etwa so:

Der Kunde reagiert weder auf die Rechnung noch auf die ersten Mahnungen. Schließlich behauptet er, Ihre Lieferung/Leistung sei mangelhaft, und zynisch fügt er hinzu: „Soweit Ihre Rechnung berechtigt ist, wollen wir uns ihr nicht entziehen.“

Dies verbindet Ihr Kunde mit einem „Vorschlag zur Güte“. Dieser sieht so aus, dass er Ihnen einen Scheck über einen Teilbetrag der Rechnung zu­schickt und vorschlägt, dass Sie ihm bei der Einlösung des Schecks die restliche Forderung erlassen. In einer solchen Situation können Sie den Scheck getrost einlösen. Ein Verzicht auf die Restforderung ist damit nicht verbunden. Das hat das Oberlandesgericht Koblenz bereits 2002 klargestellt (OLG Koblenz, Urteil vom 21.11.2002, Az: 5 U 1035/02).

Das gilt auch dann, wenn Sie den Scheck einlösen, das Schreiben Ihres Kunden aber nicht beantworten. Bloßes Schweigen kann nicht als Schuldenerlass verstanden werden, so die Koblenzer Richter.

Tipp: Wenn Sie Ihrem Kunden antworten wollen, dass Sie seinen Vorschlag nicht akzeptieren und auf Bezahlung des vollen Rechnungsbetrags bestehen, sollten Sie ein paar Tage damit warten. Schreiben Sie ihm erst, wenn Sie den Scheck eingelöst haben und der Scheckbetrag Ihrem Konto gutgeschrieben ist. Wie die Praxis zeigt, müssen Sie sonst befürchten, dass er den Scheck kurzerhand sperren lässt.

Achtung! Manchmal kann es sich für Sie aber auch rechnen, sich mit Ihrem Kunden auf einen Vergleichsbetrag zu einigen, zum Beispiel dann, wenn man sich darüber streiten kann, ob ein Auftrag wirklich korrekt bzw. vollständig ausgeführt ist. In solchen Fällen ist es wichtig, dass Sie auch die aufgelaufenen Zinsen mit berücksichtigen. Das wird immer wieder übersehen.

Beispiel: Die Rechnung weist einen Betrag in Höhe von 4.576 € aus. An Zinsen sind 695,50 € aufgelaufen. Die Ausgangsbasis für eine Einigung mit dem Kunden sind dann 5.271,50 € und nicht etwa nur 4.576 €.

Die gesetzlichen Verzugszinsen können Sie leicht selbst ermitteln. Die Bezugsgröße für die Berechnung ist der so genannte Basiszinssatz (zurzeit 1,62 %). Am 1.1. und 1.7. eines jeden Jahres wird er neu festgelegt. Doch auf den Basiszinssatz kommt ein Aufschlag:

  • Bei Privatkunden beträgt der gesetzliche Zinssatz beim Schuldnerverzug 5 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz (§ 288 Abs. 1 BGB).
  • Bei Geschäftskunden beträgt der Verzugszins für Entgeltforderungen 8 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz (§ 288 Abs. 2 BGB).

 

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