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Teil 1: Was kostet Sie eine 400-€-Aushilfskraft?

 

Von Astrid Engel,

Eine 400-€-Aushilfskraft - auch geringfügig entlohnte Beschäftigte oder Minijobber genannt - ist ein Mitarbeiter, den Sie für bis zu 400 € im Monat beschäftigen. Er zahlt zwar keine <link glossar begriff _blank>Abgaben zur Sozialversicherung, ist über den Job aber auch nicht kranken- oder arbeitslosenversichert. Ihre gesetzlichen Rentenansprüche kann die 400-€-Aushilfskraft nur in ganz geringem Maße erhöhen, Steuern zahlt sie auf ihren Verdienst nicht. Was kostet eine 400-€-Aushilfskraft Sie als Arbeitgeber?

Regelfall : 30,1 % <link glossar begriff _blank>Abgaben für Ihre 400-€-Aushilfskraft

Sie als Arbeitgeber führen für die Aushilfskraft pauschale <link glossar begriff _blank>Abgaben an die Minijob-Zentrale ab - im Regelfall 30 % vom vereinbarten Lohn:

  • 15 % für die Rentenversicherung,
  • 13 % für die Krankenversicherung,
  • 2 % für die <link glossar begriff _blank>Lohnsteuer.


Wenn Sie weniger als 30 Mitarbeiter beschäftigen, kommt noch eine geringe Umlage für die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall (so genannte U1, derzeit 0,1 %) hinzu. Wird Ihre Aushilfskraft krank, erhalten Sie 80 % des Betrags Ihrer Lohnfortzahlung von der Minijob-Zentrale erstattet. Im Regelfall zahlen Sie als Arbeitgeber bis zu 120,40 € <link glossar begriff _blank>Abgaben für Ihre Aushilfskraft.
<link glossar begriff _blank>Abgaben-Rechenbeispiel für den Regelfall: 120, 40 €
Ihre Aushilfskraft erhält 400 € Lohn. Den zahlen Sie ihr aus. An die Minijob-Zentrale führen Sie zudem ab:
60 € Rentenversicherungs-Pauschale (= 15 %)
52 € Krankenversicherungs-Pauschale (= 13 %)
8 € <link glossar begriff _blank>Lohnsteuer-Pauschale (= 2 % ) sowie
0,40 € für die Umlage U1 (= 0,1 %).

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Abgabenlast für die 400-€-Aushilfskraft reduzieren

Ist die 400-€-Aushilfskraft privat oder gar nicht krankenversichert, entfällt die pauschale Abgabe zur Krankenversicherung. Wenn Sie die Wahl zwischen gleich geeigneten Aushilfen haben, sollten Sie somit besser die mit der privaten Krankenversicherung einstellen. Damit senken Sie Ihre Abgabenlast von 30,1 % auf nur noch 17,1 %.
Sie können mit der Aushilfskraft auch vereinbaren, dass sie die <link glossar begriff _blank>Lohnsteuer zu tragen hat, wie es auch bei regulären Arbeitsverhältnissen üblich ist (BAG, 1.2.2006, Az. 5 AZR 628/04). Sie sparen dann die 2 % Pauschalabgabe für die <link glossar begriff _blank>Lohnsteuer und reduzieren Ihre Abgabenlast auf
  • 28,1 % bei gesetzlich krankenversicherten Aushilfen,
  • 15,1 % bei privat krankenversicherten Aushilfen.


<link glossar begriff _blank>Abgaben-Rechenbeispiel für den Ausnahmefall: 60,40 €
Sie stellen eine privat versicherte Hausfrau als Aushilfskraft ein und vereinbaren mit ihr, dass sie die pauschale <link glossar begriff _blank>Lohnsteuer auf den Lohn von 400 €/Monat selbst übernimmt.
Dann zahlen Sie ihr aus: (400 € ./. 2 % <link glossar begriff _blank>Lohnsteuer-Pauschale =) 392 €.
An die Minijob-Zentrale führen Sie die einbehaltenen 8 € ab und zudem Ihren Arbeitgeberanteil von

- 60 € (= 15 % Rentenversicherungs-Pauschale)

- 0,40 € (= 0,1 % Umlage U1).


Lesen Sie im Teil 2, was Sie außerdem wissen müssen, um die pauschale Sozialabgabe für Ihre Aushilfskraft optimal zu gestalten.

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Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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