Urlaubsanspruch – Ihre Rechte und Pflichten auf einen Blick

Der Urlaub – als schönste Zeit des Jahres– ist den meisten Arbeitnehmern heilig. Und das aus gutem Grund, schließlich gilt es, den Akku wieder aufzuladen und neue Kraft zu schöpfen. Dass Erholung eine wichtige Voraussetzung ist, um die Arbeitskraft langfristig zu erhalten, ist auch dem Gesetzgeber nicht verborgen geblieben. Dabei ist das Bundesurlaubsgesetz (BurlG) bei weitem nicht die einzige Gesetzesgrundlage, auf die der Anspruch auf bezahltem Urlaub basiert.

Denn das BurlG regelt nur die Mindestlänge des bezahlten Erholungsurlaubs, auf den die Arbeitnehmer einen gesetzlichen Anspruch haben. Dieser liegt aktuell bei 24 Werktagen (oder 20 Arbeitstagen) im Jahr. Durchschnittlich gewähren deutsche Unternehmen ihren Arbeitnehmern 5-6 Wochen Urlaub jährlich.

Urlaubsansprüche ergeben sich neben diesen Mindestanforderungen aus den geltenden Tarifverträgen oder individuellen Regelungen in den Arbeitsverträgen.

Achtung! Es besteht kein Recht auf Ausbezahlung des bezahlten Urlaubs – Arbeitnehmer sind verpflichtet, diesen in einem bestimmten Zeitraum zu nehmen.

Urlaubsanspruch haben alle…

Grundsätzlich hat jeder Arbeitnehmer einen Anspruch auf Urlaub. Dabei ist es auch unerheblich, ob er Teil- oder Vollzeit, ob er Minijobber oder befristet beschäftigt ist. Allerdings gibt es in der Praxis je nach Ausgestaltung des Arbeitsverhältnisses Unterschiede in der Art und Dauer des Urlaubsanspruchs.

... aber nicht alle haben den gleichen Anspruch auf Erholung

Eine neue Tätigkeit aufnehmen und direkt in den Urlaub gehen, weil man ja schließlich einen Anspruch auf Urlaub hat… so geht es natürlich nicht. Die Wartezeit beträgt sechs Monate, d.h. der Arbeitnehmer hat auch erst dann ein Recht darauf, Urlaub zu nehmen. Allerdings genehmigen Arbeitgeber diesen häufig bereits vor Ablauf der Wartezeit, um zum Ende des Jahres nicht zu lange auf den Mitarbeiter verzichten zu müssen.

Wie der Urlaubsanspruch (auch für Teilzeiter) berechnet wird

Jeden Monat erwirbt der Arbeitnehmer 1/12 seines jährlichen Anspruchs auf bezahlten Urlaub und baut somit nach und nach seinen Komplettanspruch auf. Bei Teilzeitkräften kommt es darauf an:

  • Arbeitet sie an fünf Tagen in der Woche, entspricht ihr Anspruch dem der Vollzeitkraft.
  • Arbeitet sie nur einige Tage in der Woche, so entspricht ihr Urlaubsanspruch dem prozentualen Anteil, den sie – bezogen auf eine Vollzeitstelle – auch arbeitet.
  • Arbeitet sie unregelmäßig, wird ein Durchschnitt über 13 Wochen gezogen und ihr Recht auf Auszeit auf dieser Basis berechnet.

Gesetzliche Sonderregelungen für besonders schutzbedürftige Arbeitnehmer

Der Gesundheitsschutz, z.B. von Jugendlichen, werdenden Müttern und schwerbehinderten Mitarbeitern hat oberste Priorität. Ein Grund, um den gesetzlichen Urlaubsanspruch für diese Mitarbeiter zu erhöhen.

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Urlaub ist bekanntlich die schönste Zeit des Jahres. Allerdings nur für den, der selbst Urlaub hat. Für Sie als Personalverantwortlichen ist Urlaub…

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