Gratis-Download

Nutzen Sie jetzt gratis unsere Muster-Arbeitsverträge für Ihre Teilzeitkräfte und Aushilfen, Minijobber, kurzfristig beschäftigte Aushilfen und...

Jetzt downloaden

Minijobs: So funktioniert der Trick mit der Pauschalsteuer

 
Minijobs Pauschalsteuer

Von Günter Stein,

Die Frage: Ich werde demnächst einen Mitarbeiter auf 400-€-Basis beschäftigen. Für diesen muss ich eine monatliche Pauschalsteuer von 2 % des Entgelts an die Minijob-Zentrale der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See abführen.

Die Frage: Ich werde demnächst einen Mitarbeiter auf 400-€-Basis beschäftigen. Für diesen muss ich eine monatliche Pauschalsteuer von 2 % des Entgelts an die Minijob-Zentrale der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See abführen. Bin ich verpflichtet, diese Steuer zu tragen oder kann ich sie dem Beschäftigten vom Entgelt abziehen?

Eine Abwälzung der Pauschalsteuer ist nicht möglich

Die Antwort: Nach §§ 40 und 40a Einkommensteuergesetz ist Ihr Unternehmen verpflichtet, die Pauschalsteuern zu zahlen, die bei geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen anfallen. Besteht aber eine entsprechende arbeitsrechtliche Vereinbarung zwischen Ihrem Unternehmen und dem Mitarbeiter, dürfen Sie die Pauschalsteuer dem Mitarbeiter vom Entgelt abziehen. Die pauschalen Beiträge zur Sozialversicherung in Höhe von insgesamt 28 % muss allerdings immer Ihr Unternehmen tragen. Eine Abwälzung auf den Mitarbeiter ist hier nicht möglich.

Die abgewälzte Pauschalsteuer gilt als zugeflossenes Arbeitsentgelt

Achtung: Die Abwälzung der pauschalen Lohnsteuer führt aber nicht dazu, dass sich die Bemessungsgrundlage für die pauschalen Steuerbeträge um die vom Arbeitgeber übernommene Pauschalsteuer mindert. Die abgewälzte Pauschalsteuer gilt als zugeflossenes Arbeitsentgelt. Das bedeutet: Durch die Übernahme der pauschalen Steuer durch den Arbeitnehmer verringert sich das beitragspflichtige Arbeitsentgelt nicht!

Beispiel: Ein Mitarbeiter hat Anspruch auf einen Arbeitslohn von 380 €, der mit 2 % pauschal besteuert wird. Im Arbeitsvertrag haben Sie mit diesem Mitarbeiter vereinbart, dass er die Pauschalsteuer tragen soll. Sie beträgt 2 % von 380 € = 7,60 €. Das Arbeitsentgelt, nach dem sich die Beiträge zur Sozialversicherung bemessen, beträgt ebenfalls trotz Abwälzung 380 €.

Personal und Arbeitsrecht aktuell

Egal ob es um brandneue Urteile der Arbeitsgerichte geht, die für Sie als Arbeitgeber, als Führungskraft oder als Personalverantwortlicher von Bedeutung sind oder zum rechtssicheren Umgang mit Abmahnungen, Zeugnissen, Kündigungen. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
Sie können den kostenlosen E-Mail-Newsletter jederzeit wieder abbestellen.

Datenschutz
Produktempfehlungen

Die wichtigsten Punkte der neuen DIN 5008 ganz einfach erklärt

inkl. Ihrer gesetzlichen Unterweisungspflichten

Ihr 15-Minuten-Training fürs digitale Office

Aktuelle Urteile und Empfehlungen für Arbeitgeber rund um Corona

Jobs