Gratis-Download

Nutzen Sie jetzt gratis unsere Muster-Arbeitsverträge für Ihre Teilzeitkräfte und Aushilfen, Minijobber, kurzfristig beschäftigte Aushilfen und...

Jetzt downloaden

Minijobs: Bei Azubis fallen Sozialversicherungsbeiträge an

 
Lohn Gehalt Minijob

Von Günter Stein,

Minijobs sind beliebt, weil sich dabei Steuern und Sozialversicherungsbeiträge sparen lassen.

Wenn Azubis nun nicht mehr als 400 € im Monat verdienen, dann müssten sie in steuer- und sozialversicherungsrechtlicher Hinsicht doch wie Mini-Jobber behandelt werden, oder?

Minijobs: Azubi verdiente weniger als 400 Euro

Der Fall: Ein Azubi verdiente im 1. Ausbildungsjahr 396 € monatlich, im 2. Jahr 420 € und im 3. Jahr 520 €. Der Arbeitgeber führte auf dieser Basis die vollen Sozialversicherungsbeiträge ab. Der Azubi klagte dagegen. Im 1. Lehrjahr seien bei ihm gar keine Beiträge zu erheben gewesen, weil sein Verdienst unter der Geringfügigkeitsgrenze von 400 € lag. Er müsse aus Gleichbehandlungsgesichtspunkten wie ein Mini-Jobber behandelt werden bzw. in den weiteren Lehrjahren wie ein geringfügig Beschäftigter in der Gleitzone.

Minijobs: Gewichtige Unterschiede zwischen Azubis und Minijobbern

Das Urteil: Der Azubi scheiterte aber. Zwischen Mini-Jobbern und Azubis gibt es gewichtige Unterschiede, die eine unterschiedliche Behandlung rechtfertigen. Auch die Anwendung der Gleitzonenregelung kommt nicht in Frage. Denn diese Regelung soll einen Anreiz zur Aufnahme einer Arbeit im Niedriglohnsektor setzen. Dies ist bei Azubis aber nicht nötig (LSG Baden-Württemberg, 10.6.2008, L 4 KR 6527/06).

Minijobs: Ungleichbehandlung ist mit sachlichem Grund möglich

Fazit: Hier hatte der Azubi nicht im Hinterkopf, was bei Gleichbehandlungsfragen immer wieder relevant wird: Mit einem sachlichen Grund ist jede Ungleichbehandlung möglich. Ein Azubi ist kein Mini-Jobber, deshalb muss er auch nicht wie ein solcher behandelt werden.

Personal und Arbeitsrecht aktuell

Egal ob es um brandneue Urteile der Arbeitsgerichte geht, die für Sie als Arbeitgeber, als Führungskraft oder als Personalverantwortlicher von Bedeutung sind oder zum rechtssicheren Umgang mit Abmahnungen, Zeugnissen, Kündigungen. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
Sie können den kostenlosen E-Mail-Newsletter jederzeit wieder abbestellen.

Datenschutz
Produktempfehlungen

Aktuelle Urteile und Empfehlungen für Arbeitgeber rund um Corona

Aktuelle Urteile – rechtliche Absicherung – wirtschaftlicher Erfolg

Werden Sie jetzt HR-Experte und kurbeln Sie Ihre Karriere an!

Katharina Münks gesammelte Büro-Kolumnen aus der working@office

Umfassend über die neuesten Entwicklungen im Personalbereich informiert

Jobs