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Arbeit auf Abruf Teil 2: Stundenanzahl für flexible Arbeitszeiten vereinbaren

 

Von Astrid Engel,

Wenn Sie eine stark schwankende Auftragslage haben, bieten sich flexible Arbeitszeiten für Ihre Mitarbeiter an. Wichtig: Vereinbaren Sie mit dem Mitarbeiter eine feste Mindestbeschäftigungsdauer.

Wenn Sie eine stark schwankende Auftragslage haben, bieten sich flexible Arbeitszeiten für Ihre Mitarbeiter an. Wichtig: Vereinbaren Sie mit dem Mitarbeiter eine feste Mindestbeschäftigungsdauer. Schließen Sie einen Arbeitsvertrag nach den üblichen Regeln und treffen Sie für flexible Arbeitszeiten spezielle Vereinbarungen mit dem Mitarbeiter. Die können Sie sofort in den Arbeitsvertrag aufnehmen, oder später mit dem Mitarbeiter eine entsprechende Zusatzvereinbarung über flexible Arbeitszeiten treffen. Am besten schriftlich, denn Sonderabsprachen sollten Sie als Arbeitgeber immer nachweisen können. Darin können Sie vereinbaren, dass Sie als Arbeitgeber von Woche zu Woche


1. die Lage der gesamten Arbeitszeit neu festlegen (siehe Teil 1 des Beitrags) und/oder


2. die Dauer der Arbeitszeit herauf- bzw. herabsetzen können (Abruf von Mehrstunden bzw. Anordnung von Minderstunden).

Flexible Arbeitszeiten: Abruf von Mehrstunden bzw. Anordnung von Minderstunden


Sie haben nicht nur Einfluss auf die Lage der Arbeitszeit, sondern in gewissem Umfang auch auf die Dauer. Wollen Sie die flexibel handhaben, vereinbaren Sie mit dem Mitarbeiter eine wöchentliche Mindestarbeitszeit. Behalten Sie sich darüber hinaus vor, dass Sie zusätzlich

  • bis zu 25 % Mehrarbeit abrufen dürfen – legen Sie fest, wie Sie die Mehrstunden dann entgelten werden (Brutto-Stundenlohn oder Freizeitausgleich) –,

sowie

  • maximal 20 % Minderarbeit anordnen dürfen – Stunden, die Sie dann auch nicht entgelten müssen, sodass der Monatslohn sinkt.


Musterklausel
Flexible Arbeitszeiten sowie Mehr-/Minderstunden abrufen:

Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit beträgt 30 Stunden. Die Arbeitswoche geht von Montag bis Samstag.


Der Arbeitnehmer verpflichtet sich, auf Anforderung des Arbeitgebers bis zu 7,5 Stunden wöchentlich zusätzlich zu arbeiten. Er hat keinen Anspruch auf diese Mehrbeschäftigung. Kommt es zu Mehrarbeit, wird diese abgegolten:
- Möglichkeit 1:
mit dem Stundenlohn für regulär zu leistende Stunden.
- Möglichkeit 2:
durch Freizeitausgleich innerhalb der folgenden 4 Wochen.

Der Arbeitnehmer verpflichtet sich, auf Anforderung des Arbeitgebers bis zu 6 Stunden wöchentlich weniger zu arbeiten. Kommt es zu dieser Minderarbeit, sind die Stunden bei der Berechnung der Entlohnung nicht zu berücksichtigen.


Der Arbeitgeber teilt dem Arbeitnehmer spätestens bis Mittwoch einer Woche seinen Bedarf für die folgende Woche und die Zeiteinteilung mit.

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Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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