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Krank in der Probezeit: Darauf sollten Sie bei der Kündigung achten

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Urheber: nmann77 | Fotolia

Von Günter Stein,

Die Frage: Wir haben die Nase voll. Eine neue Mitarbeiterin ist schon in der Probezeit wochenlang krank. Wir wollen ihr jetzt noch in der Probezeit kündigen. Gibt es irgendeinen Stolperstein, auf den wir achten müssen?

Die Frage: Wir haben die Nase voll. Eine neue Mitarbeiterin ist schon in der Probezeit wochenlang krank. Wir wollen ihr jetzt noch in der Probezeit kündigen. Gibt es irgendeinen Stolperstein, auf den wir achten müssen?

Kündigung in der Probezeit ist problemlos möglich

Die Antwort: Erkrankt ein Mitarbeiter in den ersten 6 Beschäftigungsmonaten, können Sie ihm normalerweise problemlos kündigen, weil er noch keinen allgemeinen Kündigungsschutz genießt. (Eine Ausnahme gilt nur für Mitarbeiter mit besonderem Kündigungsschutz, z.B. Schwangeren.) Die Kündigung ist auch möglich, während der Mitarbeiter krank ist. Allerdings sollten Sie dann bedenken:

Was Sie bei einer Kündigung in der Probezeit beachten müssen

Üblicherweise müssen Sie nur so lange Entgeltfortzahlung leisten, wie das Arbeitsverhältnis besteht. Haben Sie jedoch aus Anlass der Arbeitsunfähigkeit gekündigt, sind Sie auch nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses bis zum Ablauf der 6-Wochen-Frist zur Entgeltfortzahlung verpflichtet, sofern der Mitarbeiter so lange krank ist (§ 8 Abs. 1 EFZG).

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Probezeit: Vorsicht bei Kündigung während der Arbeitsunfähigkeit

Kündigen Sie, während Ihr Mitarbeiter arbeitsunfähig ist, wird grundsätzlich vermutet, dass dies aus Anlass der Arbeitsunfähigkeit geschehen ist. Mit dem Beschäftigungsende entfällt die Entgeltfortzahlungspflicht nur dann, wenn Sie andere Kündigungsgründe beweisen können. Am besten nennen Sie andere Kündigungsgründe deshalb schon im Kündigungsschreiben, wenn Sie einem Mitarbeiter trotz Arbeitsunfähigkeit kündigen. Wenn das Ende der Probezeit noch nicht unmittelbar bevorsteht, können Sie auch mit der Kündigung warten, bis der Mitarbeiter wieder arbeitsfähig ist.

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