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Crowd-Investing: Der Schwarm verrät, ob neue Produktideen markttauglich sind

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Crowdfunding
Urheber: mix3r | Fotolia

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Lange Zeit galt Crowd-Investing nur als eine Finanzierung für kleine Start-Ups. Doch inzwischen werden Millionen im Schwarm eingesammelt, was auch etablierten Unternehmen ganz neue Perspektiven eröffnet.

Beim Crowd-Investing geht es nicht nur um die Suche übers Internet nach privaten Geldgebern für Existenzgründungen, sondern auch z. B. für die Finanzierung von Produktneuheiten.

Die Schwarmfinanzierung ist nicht nur deshalb interessant, weil die Finanzierung einer Idee auf vielen Schultern verteilt wird. Als Geschäftsführer bringen Sie im Austausch mit anderen Geldgebern gleichzeitig in Erfahrung, wie erfolgversprechend ein neues Vorhaben sein kann – beispielsweise wenn Sie sich mit Ihrem Unternehmen ein zweites Standbein aufbauen wollen.

Crowd-Investing ist für kreative Ideen wie geschaffen

Wenn Sie über den Schwarm finanzieren wollen, sollte Ihr Geschäftsmodell zukunftsweisend, kreativ und möglichst innovativ sein. Die eingestellten Projekte oder Produktneuheiten sollten über einen hohen Kundennutzen verfügen, mit denen Sie sich als Alleinstellungsmerkmal klar vom Wettbewerb absetzen.

Ihre Produkte sollten marketingtechnisch von einer Crowd und deren Netzwerk profitieren, um den Bekanntheitsgrad Ihres Unternehmens rasch zu steigern. Aber auch wertvolle Verbesserungsvorschläge, Tipps und Hinweise können als sogenannte „Schwarmintelligenz“ aus der Anleger-Community kommen. Schließlich haben alle Beteiligten ein Interesse am Erfolg Ihrer Unternehmung.

Doch nicht nur das Geschäftsmodell, sondern auch Sie und Ihr Team sollten idealerweise Ihre Kompetenz nachweisen. Eine besondere Expertise im Bereich Kommunikation, insbesondere im Social-Media-Bereich, ist genauso förderlich wie ein gut ausgebautes eigenes Netzwerk für eine erfolgreiche Platzierung Ihrer Geschäftsidee.

Eine Schwarmfinanzierung läuft im Regelfall wie folgt ab

Das Ziel von Crowd-Investing ist es, möglichst viele Kapitalgeber zu gewinnen, die sich mit bewusst gering gehaltenen Mindestbeträgen engagieren. Die Investoren erhalten eine Beteiligung an dem von ihnen finanzierten Unternehmen.

Schritt 1: Präsentation von Unternehmen und Geschäftsidee

Sie als Geschäftsführer stellen Informationen über das Projekt/die Produktneuheit Ihres Unternehmens auf einer Plattform ein. Gefordert werden Angaben zum Geschäftsmodell, ein Businessplan, eine Stärken-Schwächen- Analyse und eine Präsentation der Geschäftsführung.

Schritt 2: Machbarkeitsprüfung und Erfolgsaussichten

Ihre Informationen werden von den Portal-Betreibern überprüft. Daraus wird dann eine Unternehmensbewertung abgeleitet. Wird Ihr Geschäftsmodell als nicht tragfähig bewertet, wird Ihr Vorhaben gar nicht erst auf der Plattform veröffentlicht.

Schritt 3: Veröffentlichung und Angebotszeitraum

Fällt die Überprüfung positiv aus, wird Ihr Projekt auf der Plattform als Investitionsobjekt angeboten. Innerhalb eines fest definierten Zeitraums, dem sogenannten „Funding- Zeitraum“, können die Investoren dann Geld anlegen.

Schritt 4: Treuhandfonds wird eingerichtet

Während der Zeichnungsfrist wird das Beteiligungskapital in einem Treuhandfonds gesammelt. Ihr Finanzierungswunsch wird allerdings nur dann Realität, wenn ein vorher festgelegter Mindestfinanzierungsbetrag (Funding-Schwelle) erreicht wird. Wird er unterschritten, erhalten die Investoren den gesamten angelegten Betrag zurück. Vom Unternehmen selbst ist dann meist keine Abgabe an die Plattform zu entrichten.

Schritt 5: Auszahlung des Kapitals

Wird der Mindestbetrag erreicht, wird das eingesammelte Kapital an Ihr Unternehmen ausgezahlt. Die Investoren erhalten laufend Informationen über Ihre Unternehmung und partizipieren im Rahmen ihrer Mikrobeteiligung von künftigen Erfolgen.

Nachteile des Crowd-Investings

Beim Crowd-Investing müssen Sie zwangsläufig viele sensible Daten zu Ihrem Geschäftsmodell preisgeben. Dies ist sicherlich ein Grund dafür, dass viele Geschäftsführer dem Finanzierungsmodell kritisch gegenüberstehen. Sie sollten berechtigterweise zurückhaltend in Ihrer Informationspolitik bleiben. Zu groß ist die Gefahr, dass Mitbewerber ebenfalls von den Ideen profitieren könnten.

Crowd-Investing ist teuer: Es entstehen Kosten in Höhe von ca. 5% bis 10 % des aufgenommen Betrags.

Gründer-Wissen

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