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Jeder, der eine selbstständige Tätigkeit aufnimmt, die steuerlich relevant ist, muss das dem zuständigen Finanzamt melden. Und Sie sollten sich…

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In 5 Schritten zur erfolgreichen Unternehmensgründung

 
Unternehmensgründung - in 5 Schritten
© Olivier Le Moal | Adobe Stock

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Die Gründung des ersten eigenen Unternehmens ist in der Regel mit einer großen Aufregung verbunden. Umso gefährlicher ist es, dass Sie wichtige Schritte im Gründungsprozess vernachlässigen. Damit Ihnen Ihre Unternehmensgründung gelingt, zeigen wir Ihnen die fünf wichtigsten Schritte, mit denen Ihre Gründung ein Erfolg wird.

Unternehmensgründung – die ersten Schritte von der Wahl der Rechtsform bis zur Erstellung des Businessplans

Unternehmensgründungen sind spannend und oftmals emotional. Die Vorfreude auf das neue Business ist häufig so überwältigend, dass wichtige Schritte einfach vergessen werden. Nicht selten bleiben dabei folgende Fragen unbeantwortet:

  • Welche Unternehmensform ist die richtige für mich?
  • Wo ist der geeignete Standort?
  • Brauche ich Genehmigungen?
  • Welche finanziellen Mittel kann ich als Unterstützung nutzen?

Da die Planung jedoch der erste wichtige Meilenstein zur erfolgreichen Unternehmensgründung darstellt, ist es wichtig, bereits vor der Gründung Antworten auf diese Fragen zu finden. Damit Ihnen die Unternehmensgründung gelingt, stellen wir Ihnen im Folgenden fünf essenzielle Schritte im Gründungsprozess vor, die Sie kennen und befolgen sollten.

1. Schritt: Welche Rechtsform ist für mich geeignet?

Sie möchten ein Unternehmen gründen, sind sich über die Rechtsform aber noch im Unklaren? Die falsche Rechtsform kann schnell kostspielig werden und steuerliche Nachteile mit sich bringen. Aus diesem Grund sollten Sie sich im ersten Schritt über die verschiedenen Rechtsformen sowie deren Vor- und Nachteile informieren. Behilflich sind Ihnen bei der Auswahl der passenden Unternehmensform folgende Kriterien:

  • Eigentümer
  • Haftung
  • Steuern
  • Startkapital
  • Transparenz
  • Firmenname

Wollen Sie zum Beispiel als einzelne Person oder gar mit anderen Gesellschaftern gründen? Sind Sie alleiniger Eigentümer, empfiehlt sich beispielsweise das Einzelunternehmen. Die GbR als Rechtsform ist für die Gründung mit mindestens zwei Gesellschaftern geeignet. Die UG bzw. GmbH hingegen bietet künftigen Erweiterungsspielraum, denn die Gründung ist bereits mit einem Gesellschafter möglich.

Beim erfolgreichen Start in die Unternehmensgründung spielt zudem die Haftung eine wesentliche Rolle.  Denn während Sie bei einer GbR oder OHG unbegrenzt haften, ist die Haftung bei einer GmbH und UG begrenzt.

Haben Sie Startkapital und wenn ja, wie viel? Bei der Gründung einer GbR benötigen Sie keine festgesetzte Summe. Bei der OHG muss es mindestens ein Euro sein. Bei der GmbH wiederum ist ein Startkapital von 25.000 € erforderlich.

@ StartupStockPhotos | pixabay.com pixabay.com @ StartupStockPhotos | Eine Unternehmensgründung erfordert vorab viel Recherche, u. a. zur passenden Unternehmensform.

Sie sollten sich auch über die steuerlichen Vorzüge und Nachteile der einzelnen Unternehmensformen und deren Anforderungen im Klaren sein. Freiberufler zahlen beispielsweise keine Gewerbesteuer, wohingegen eine GmbH und UG gewerbesteuerpflichtig ist.

Die Schnelligkeit beziehungsweise Flexibilität bei der An- und Abmeldung spielt bei der Wahl der Unternehmensform eine ebenso wichtige Rolle. Freiberufler können problemlos ohne Gewerbeanmeldung gründen. Dafür müssen sie die Information nur an das Finanzamt weitergeben. Wer ein Kleingewerbe führt, muss dies ans Gewerbeamt melden. Die Gründung einer GmbH ist deutlich aufwendiger und erfordert mehr Formalitäten und Kostenaufwendungen, denn Handelsregistereintragung und Notar müssen ebenfalls berücksichtigt werden.

2. Schritt: Liquiditätsbedarf ermitteln

Nach den Gedanken zur passenden Rechtsform ist die Ermittlung des Liquiditätsbedarfes ein weiterer wichtiger Schritt. Schließlich geht es darum, die Kosten für Firmengründung, Standort, Büroausstattung, Mitarbeiter und andere unternehmerischen Ausgaben genau zu bestimmen und sich mögliche Fördermöglichkeiten zu erschließen.

Ein Businessplan ist unerlässlich, wenn beispielsweise Investoren, Kreditinstitute oder andere Institutionen überzeugt werden sollen. Er dient aber auch als unternehmerischer Kompass, um einzelne Phasen der Gründung und Unternehmensentwicklung zu definieren und ihre Einhaltung genau zu verfolgen.

Der Businessplan beinhaltet vor allem vier wesentliche Bausteine der Finanzplanung:

  • Investitionsplan
  • Kostenplan
  • Umsatzplan
  • Rentabilitätsplan

Der Investitionsplan ist essenziell, um die Gründungsinvestitionen zusammenzufassen. Hierzu gehören beispielsweise Kosten für Büromiete, Fahrzeugleasing, Schulung und mehr. Der Kostenplan umfasst fixe und variable Kosten, die mit der unternehmerischen Tätigkeit einhergehen. Der Umsatzplan zeigt die Umsatzerwartungen auf und ist vor allem für Investoren besonders interessant. Gleiches gilt für den Rentabilitätsplan, denn hier zeigt sich, wie das Verhältnis zwischen dem erwarteten Umsatz und den Kosten tatsächlich ist.

3. Schritt: Standort suchen und einrichten

Die Wahl des unternehmerischen Standortes ist besonders wichtig. Schließlich geht es hierbei um Sichtbarkeit und Kosten. Wer auf Publikumsverkehr setzt, braucht einen Standort, der beispielsweise in der Fußgängerzone liegt.  Der Nachteil: Die Mieten sind hier meist besonders hoch.

Neben der Standortsuche ist auch die Einrichtung gefragt. Für den Erfolg der Unternehmensgründung ist Organisation besonders wichtig. Verpassen Sie es, beispielsweise Büromöbel VOR der eigentlichen Unternehmenseröffnung zu kaufen oder die Infrastruktur (Webseite, PC, Internet und Co.) zu schaffen, entgehen Ihnen vielleicht wichtige neue Kunden. Denn Sie sind noch nicht zu 100 % arbeitsfähig.

4. Schritt: Mitarbeiter auswählen

Die Auswahl der Mitarbeiter erfordert besonders viel Aufmerksamkeit. Schließlich entscheiden Sie mit der Einstellung darüber, wer Sie bei Ihrer Unternehmensgründung begleitet. Passion und Leidenschaft sind wichtig, aber Ihre Mitarbeiter müssen auch im Team arbeiten können. Schauen Sie sich deshalb alle Bewerber mit besonders wachem Blick an. Weichen Sie beim Einstellungsgespräch ruhig von den Standardfragen ab und fragen Sie gezielt nach der beruflichen Motivation für die nächsten Jahre. Anhand der Antworten können Sie Rückschlüsse ziehen, ob dieser Mitarbeiter für Ihr Business geeignet ist oder nicht.

@ mohamed_hassan | pixabay.com pixabay.com @ mohamed_hassan | Allein oder im Team arbeiten? Die Auswahl der richtigen Mitarbeiter entscheidet maßgeblich über den künftigen Unternehmenserfolg.

Behilflich bei der Auswahl kann auch das Probearbeiten sein. Sie haben die Möglichkeit, den Bewerber in Ihrem Arbeitsumfeld kennenzulernen und vielleicht bereits im Umgang mit künftigen Kollegen zu erleben.

Tipp: Soft Skills sind vor allem bei der Teamarbeit sowie beim direkten Kundenkontakt wichtig. Lassen Sie sich nicht nur durch bloße Zeugnisse oder gute Noten blenden. Passt die zwischenmenschliche Chemie nicht oder kann der Bewerber Ihre Mission des Unternehmens nicht mittragen beziehungsweise umsetzen, nützt auch die beste Benotung nichts.

5. Administratives nicht vergessen - von Buchhaltung bis Krankenversicherung

Administrative Aufgaben bei der Unternehmensgründung gehören häufig zu den langweiligsten Tätigkeiten, müssen jedoch ebenfalls sein. Dabei geht es insbesondere um:

  • die Einrichtung der Buchhaltung
  • die Kontoeröffnung
  • die Auswahl der Krankenversicherung
  • die Anmeldung bei Verbänden (falls erforderlich)

Ohne funktionierende Buchhaltung werden Sie schnell an Ihre unternehmerischen Grenzen stoßen, da keine Rechnungen geschrieben werden können. Im Folgenden wird Ihnen der Überblick über Ihre Liquidität fehlen. Deshalb ist es wichtig, nicht nur für eine optimale Buchhaltungsinfrastruktur zu sorgen, sondern auch nötige Schulungen für Mitarbeiter vorzunehmen. Nicht zu vergessen: die Anmeldung beim Finanzamt für die steuerliche Erfassung. In Berlin und den meisten anderen Städten geht das problemlos online.

Die Kontoeröffnung ist ebenfalls wichtiger Bestandteil, wenn es um die Unternehmensgründung geht. Damit Sie später einen besseren Überblick in der Buchhaltung haben, empfiehlt sich ein Hauptkonto mit zahlreichen Unterkonten. Somit können Sie Einnahmen und Ausgaben klar trennen.

Die Wahl der optimalen Krankenversicherung ist ebenso wichtig und sollte unbedingt vor der Einstellung der Mitarbeiter geschehen. Das BMWI stellt einen Ratgeber zur Verfügung, indem Unternehmensgründern die wichtigsten Schritte für die Auswahl der Krankenversicherung oder das Vorgehen bei anderen Formalitäten noch einmal näher erläutert werden. Dort finden sich auch Tipps für die notwendige Anmeldung bei Verbänden (beispielsweise der Industrie- und Handelskammer).

Die Mitgliedschaft der IHK ist gesetzlich geregelt und Pflicht für Unternehmensgründer. Abhängig vom Gewerbebetrag beziehungsweise Gewinn wird ein jährlicher Beitrag gezahlt, mit dem die IHK-Finanzierung ermöglicht wird.

Gründer-Wissen

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Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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