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Die 3 einfachsten Sparstrategien für Sie als Selbstständige(r)

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Urheber: eyetronic | Fotolia

Von Michael Jansen, Barbara Kettl-Römer,

Das Ziel von Einkaufsstrategien ist es, möglichst verschwendungsfrei einzukaufen. Die folgenden bewährten Strategien bringen Sie als Selbstständigen an dieses Ziel.

1. Optimieren Sie Ihr Bestellwesen

Viele Materialien – Büroartikel, Verpackungsmaterial oder andere Dinge – benötigen Sie mehr oder weniger regelmäßig. Für den Einkauf dieser Materialien sollten Sie nach klaren Regeln vorgehen:

  • Führen Sie Mindestmengen ein, die als Bestand vorhanden sein sollen. Sobald diese Grenze erreicht ist, nehmen Sie das Material in Ihre nächste Bestellung mit auf. So vermeiden Sie es, hastig und teurer einkaufen zu müssen, weil ein bestimmtes Material völlig aufgebraucht ist.
  • Übertreiben Sie es aber nicht: Auch wenn beim Großeinkauf ein großzügiger Rabatt winkt, lohnt es sich nicht, 800 € für Verpackungs- oder Büromaterial auszugeben, das Sie in 5 Jahren nicht verbrauchen können.
  • Halten Sie Ihre Kataloge und Bestellunterlagen stets aktuell, damit Ihnen keine Angebote und Aktionspreise entgehen. Lesen Sie dabei immer auch das Kleingedruckte: Oft machen Versandkosten, Mindestbestellmengen oder Mindermengenzuschläge vermeintlich günstige Angebote in Wirklichkeit unattraktiv.
  • Verzetteln Sie sich nicht, indem Sie bei vielen verschiedenen Lieferanten jeweils nur ein paar besonders billige Artikel kaufen. Oft lohnt es sich unter dem Strich mehr, den Einkauf auf 1 bis 2 Lieferanten zu konzentrieren, wenn Sie wegen der größeren Bestellmengen höhere Rabatte bekommen.
  • Bleiben Sie dennoch nicht blind Ihren Stammlieferanten treu, sondern fordern Sie auch regelmäßig die Unterlagen anderer Anbieter an. Wenn Sie die Preise und Angebote der anderen Lieferanten kennen, können Sie mit Ihrem Stammlieferanten erfolgreich verhandeln. Wenn Sie gezielt danach fragen und auf Ihr Einkaufsvolumen des letzten Jahres verweisen, können Sie als guter Kunde oft einen zusätzlichen Rabatt aushandeln.

2. Nutzen Sie Einkaufsgemeinschaften

In der Regel sind Selbstständige als einzelne Kunden zu unbedeutend, um gegenüber ihren Lieferanten Verhandlungsmacht zu erlangen und dadurch deutlich bessere Konditionen zu erhalten. Das können Sie aber ganz leicht ändern, indem Sie sich beim Einkauf mit anderen zusammenschließen, die ähnliche Artikel benötigen wie Sie. Wenn Sie Ihre Bestellungen mit denen von genügend anderen Kleinkunden bündeln, können Sie dadurch Großaufträge erzeugen, mit denen Sie in die höchste Rabattstufe vordringen. Das wiegt den zusätzlichen Koordinationsaufwand bei den Bestellungen schnell auf.

Es gibt für fast jede Branche eine Reihe fest etablierter Einkaufsgemeinschaften, die oft als Vereine oder Genossenschaften organisiert sind und in der Regel einen Mitgliedsbeitrag erheben. Sie finden sie ganz einfach im Internet, indem Sie die Schlagwörter „Einkaufsgemeinschaft“ und Ihre Branche (z.B. „Baustoffe“ oder „Arztpraxis“) eingeben. Vor dem Beitritt zu einer Einkaufsgemeinschaft sollten Sie selbstverständlich Kosten und Nutzen vergleichen.

Tipp: Einkaufsgemeinschaft gründen?

Eher nicht! Natürlich können Sie auch selbst ganz formlos andere Selbstständige aus Ihrem Umkreis ansprechen und vorschlagen, Sammelbestellungen zu testen. So kommen Sie auch als Kleinunternehmer in den Genuss von Mengenrabatten. Allerdings kann es sehr aufwändig werden, die Bestellungen zu koordinieren, zu verteilen und abzurechnen. Bevor Sie so etwas anregen, überschlagen Sie für sich selbst, ob sich der Aufwand lohnt.

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3. Fragen Sie konsequent nach Skonto

Viele Selbstständige unterschätzen die Finanzierungskosten beim Einkauf und verschenken so im Laufe des Jahres unfreiwillig eine Menge Geld. 2 oder 3 % Skonto klingen zwar nach wenig. Wenn Sie im Jahr für 5.000 € einkaufen, sind 3 % davon aber bereits 150 € gespartes Geld. Machen Sie sich klar, dass Sie mit dem Verzicht auf Skonto einen Kredit aufnehmen – einen Lieferantenkredit: Der Lieferant gewährt Ihnen ein längeres Zahlungsziel, wenn Sie ihm dafür mehr zahlen. Rechnen Sie es nach, ist dieser Kredit erschreckend teuer!

So teuer ist es, auf Skonto zu verzichten:

Ein Handwerker kauft Material für 2.000 €, zahlbar mit 3 % Skonto sofort oder ohne Abzug in 20 Tagen. Verzichtet er auf Skonto, stundet der Lieferant ihm also 2.000 € für 20 Tage und erhält dafür (2.000 € x 3 % =) 60 €. Hochgerechnet auf den Jahreszins sind das (Skontosatz 3 x 360 Jahrestage : 20 Stundungs- tage =) 54 % Zinsen!

Selbst wenn Sie Ihr Konto überziehen müssen, um eine Rechnung innerhalb der Skonto-Frist zahlen zu können, kostet das weit weniger Zinsen als der Lieferantenkredit. Verzichten Sie deshalb nie auf den Skonto-Abzug – es sei denn, einer der beiden folgenden Gründe liegt vor:

  • Sie haben Ihr Überziehungslimit bei der Bank ausgeschöpft, erwarten aber in der Zeit bis zum Zahlungstermin Einnahmen. Dann nutzen Sie zur Überbrückung den Lieferantenkredit, statt die Bank auf Ihren Engpass aufmerksam zu machen und über weiteren Spielraum verhandeln zu müssen.  
  • Sie brauchen Ihre Liquidität für einen anderen Zweck als die Begleichung gerade dieser Lieferantenrechnung, etwa für eine Anzahlung auf eine besonders günstige gebrauchte Maschine, die ansonsten an einen anderen Käufer geht.

Tipp: Nach Skonto fragen!

Viele Selbstständige erhalten nur deshalb von ihren Lieferanten kein Skonto, weil sie nie danach gefragt haben! So schüchtern sollten Sie nicht sein. Verhandeln Sie diese Frage aktiv, bevor Sie Ihre nächste Bestellung auslösen. Sie werden erstaunt sein, wie oft der Lieferant einlenkt. Schnelle Zahler sind nämlich überall gern gesehene Kunden.

Raten- und Kreditkäufe sollten Sie ohnehin nur bei größeren Investitionsgütern und nach ausgiebigem Preis- und Konditionenvergleich nutzen. Selbst die sogenannten 0-%-Finanzierungen erkaufen Sie sich meist mit einem höheren Einkaufspreis.

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