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Was kostet ein 450-Euro-Job denn nun wirklich?

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Urheber: Herrndorff | Fotolia

Von Günter Stein,

450-Euro-Jobber sind wunderbar flexibel einzusetzende Arbeitskräfte - aber sie kosten auch einiges.

Beispiel: Frau Susanne Zahner wird ab sofort bei Ihnen als Aushilfe auf 450-Euro-Basis arbeiten. Sie vereinbaren mit ihr, dass sie jeweils dienstags und donnerstags für je 3,5 Stunden zu Ihnen kommt. Damit arbeitet Frau Zahner 7 Stunden in der Woche, also 28 Stunden im Monat. Sie zahlen Frau Zahner 12,50 Euro die Stunde. Ihr Lohn beträgt also 28 X 12,50 Euro = 350 Euro. Dieses Geld erhält Frau Zahner brutto für netto.

Für Sie als Arbeitgeber sieht die Rechnung so aus: So viel zahlen Sie als Arbeitgeber für Ihre gesetzlich krankenversicherte Minijobberin mit 350 Euro Lohn im Monat

Entgelt für Minijob350,00 Euro
Pauschale Rentenversicherung (15 %)52,50 Euro
Pauschale Krankenversicherung (13 %)45,50 Euro
Pauschaler Steuerabzug (2%)7,00 Euro
Umlage U1 *bei Krankheit, Beitragssatz wird durch Krankenkasse festgelegt2,45 Euro

Umlage U2* für Schwangerschaft/Mutterschaft, Beitragssatz wird durch Krankenkasse festgelegt
0,49 Euro
Umlage U3* (Insolvenzgeldumlage)0,53 Euro
Ihr finanzieller Gesamtaufwand*458,47 Euro

* Jeder Arbeitnehmer und damit auch jeder Minijobber muss von Ihnen als Arbeitgeber sowohl bei der Minijob-Zentrale (www.minijob-zentrale.de) als auch bei der gesetzlichen Unfallversicherung (=Berufsgenossenschaft) angemeldet werden. Diese erheben eine zusätzliche individuelle Umlage für die gesetzliche Unfallversicherung, für die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall (U1) und für Mutterschutzzeiten.

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Tipp:
15 % für die Rentenversicherung, 13 % für die pauschale Krankenversicherung und 2 % für pauschale Steuern - das summiert sich schon auf 30 % Pauschalabgaben. Sparen können Sie auf zwei Wegen:

1. Sie wälzen die pauschale Lohnsteuer auf den Minijobber ab

Wenn Sie das möchten, vereinbaren Sie im Arbeitsvertrag: Die pauschale Lohnsteuer trägt der Arbeitnehmer. Sie wird vom Lohn einbehalten.
Alternative:
Statt die Lohnsteuer pauschal abzuführen, können Sie sie auch nach Lohnsteuerkarte abrechnen. Das empfiehlt sich, wenn das zu versteuernde Einkommen der Aushilfe – bei Zusammenveranlagung inklusive des Einkommens ihres Ehepartners – in dem Jahr insgesamt so niedrig liegt, dass ohnehin keine Einkommensteuer anfällt (Grundfreibetrag 2010: 8.130 €/Ledige, 16.260€/Verheiratete, 2014: 8.354 Euro/16.708 Euro)). Ansonsten ist aber die Pauschalsteuer von 2 % günstiger.

2. Sie stellen eine privat versicherte Aushilfe ein

Ist Ihre 450-€-Kraft privat krankenversichert, brauchen Sie die pauschale Abgabe von 13 % für die Krankenversicherung nicht zahlen. Damit senken Sie Ihre Abgabenlast deutlich:
Für Sie als Arbeitgeber sieht die Rechnung so aus:
So viel zahlen Sie als Arbeitgeber für Ihre privat krankenversicherte Minijobberin mit 350 Euro Lohn im Monat

Entgelt für Minijob350,00 Euro
Pauschale Rentenversicherung (15 %)52,50 Euro
Pauschale Krankenversicherung (0 %)0 Euro
Pauschaler Steuerabzug (2%)7,00 Euro
Umlage U12,45 Euro
Umlage U20,49 Euro
Umlage U30,53 Euro
Ihr finanzieller Gesamtaufwand412,97 Euro
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