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Mitarbeiterführung - Schaffen Sie sich Freiräume durch konsequentes Delegieren

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Urheber: DDRockstar | Fotolia

Von Günter Stein,

Nur wenige Menschen besitzen das angeborene Talent der Mitarbeiterführung, meisterhaft zu delegieren. Viele Führungskräfte tappen in die Delegationsfalle, weil sie ihren Mitarbeitern oft nicht zutrauen, dass sie es genauso gut machen wie sie selbst. Trotzdem ist das Delegieren der Königsweg für eine erfolgreiche Mitarbeiterführung.

Damit schaffen Sie sich Freiräume, um den Kopf aus der Alltagsmühle herauszustecken und den großen Überblick zu behalten. Nur so bekommen Sie Ihre Gedanken frei, um mittel- und langfristige Strategien und Konzepte zu erarbeiten und konsequent mit Ihrem Team umzusetzen.

Verbannen Sie deshalb die folgenden 3 Zweiflerfragen, die Sie am erfolgreichen Delegieren hindern, aus Ihrem Kopf:

1. Kann ich es selbst nicht besser machen? Ja. Vielleicht schon. Aber Sie können eben nicht jede Aufgabe übernehmen. Das frustriert Sie, weil Sie völlig überlastet sind, und es frustriert Ihre Mitarbeiter, weil Sie ihnen nichts zutrauen. Deshalb: Tragen Sie Herausforderungen an Ihre Mitarbeiter heran. Trauen Sie ihnen etwas zu. Das fördert insgesamt die Kompetenz in Ihrem Team und macht es stärker.

2. Was passiert, wenn der Mitarbeiter grobe Fehler macht? Dann stehen Sie als Führungskraft dafür gerade, ja. Aber nur, wenn Sie ein Risiko eingehen, können Sie auch gewinnen. Vorbeugen können Sie, indem Sie je nach Schwierigkeit der Aufgabe in zeitlich kurzen oder längeren Abständen Feedback- Termine zur Kontrolle festlegen.

3. Lohnt sich das Delegieren wirklich? Ich selbst kann die Aufgabe viel schneller erledigen! Kurzfristig lohnt sich das Delegieren sicher nicht. Denn wenn Sie den Mitarbeiter einweisen, wird Sie das Zeit kosten. Mittel- und langfristig aber schon. Denn Sie haben eine Aufgabe komplett vom Hals.

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Wenn Sie delegieren: Beachten Sie die folgenden 10 Punkte

Diese Vorgehensweise ist vor allem für komplexe Aufgaben mit hohem Schwierigkeitsgrad gedacht. Gehen Sie die folgenden Punkte gemeinsam mit dem Mitarbeiter durch, an den Sie die Aufgabe delegieren:

  1. Wie soll das optimale Endergebnis aussehen – am besten anhand von Zahlen?
  2. Legen Sie einen Rahmen für ein annehmbares Ergebnis fest. Beispiel: Umsatzsteigerung zwischen 10 und 13 %.
  3. Bis wann brauchen Sie es? Vereinbaren Sie einen verbindlichen Termin.
  4. Welche Qualifikationen braucht der Mitarbeiter für die Umsetzung?
  5. Legen Sie Rahmenbedingungen fest, die eingehalten werden müssen, z. B. Budget, Weitergabe von Informationen.
  6. Legen Sie – wenn nötig – Zwischenziele fest.
  7. Konzentrieren Sie sich nur auf das Ergebnis. Das heißt: Überlassen Sie dem Mitarbeiter den Weg und die Methode, wie er dieses Ergebnis erreichen will.
  8. Stellen Sie sicher, dass die Kommunikation stimmt. Lassen Sie den Mitarbeiter die Vereinbarungen, die Sie mit ihm getroffen haben, schriftlich festhalten.
  9. Übertragen Sie die entsprechenden Befugnisse und sorgen Sie dafür, dass Ihr Mitarbeiter über alle Ressourcen verfügt, die er braucht.
  10. Bauen Sie Feedback-Termine ein. Verfolgen Sie den Fortgang des Projekts bis zum Abschluss!
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