Gratis-Download

Erfahren Sie hier, wie Sie Mitarbeitergespräche als Führungsinstrument sinnvoll und effizient einsetzen und welche klaren Gesprächsstrukturen bei...

Jetzt downloaden

Alle Auszubildenden in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernehmen?

0 Beurteilungen
Ausbildung Übernahme Azubis

Von Günter Stein,

Zwang ist niemals ein gutes Mittel für eine fruchtbare Zusammenarbeit. Das sollte auch die IG Metall in Nordrhein-Westfalen zur Kenntnis nehmen. Die will nämlich offenbar die Ausbildungsbetriebe in der Metall- und Elektroindustrie in Nordrhein-Westfalen dazu zwingen, alle Auszubildenden in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis zu übernehmen.

Zu diesem Zweck kündigte die IG Metall den Tarifvertrag Beschäftigungssicherung, nach dem die Azubis Anspruch auf eine Übernahme für 12 Monate haben. Jetzt will sie die unbefristete Übernahme mit tarifvertraglichen Mitteln durchsetzen.

Weshalb eine zwangsweise Übernahme aller Azubis nicht klug wäre

Aus meiner Sicht kann ein verantwortungsvoller Unternehmer einer solchen Regelung nicht zustimmen. Und das aus mehreren Gründen:

  1. Zum einen ist die Übernahme durchaus eine Motivationsquelle für Auszubildende. Wer sich anstrengt und gute Leistungen zeigt, der soll auch belohnt werden. Ist von Beginn an klar, dass mit dem Überstehen der Probezeit in der Ausbildung der Arbeitsplatz lebenslänglich gesichert ist, wo bleibt da der Ansporn, eine gute Abschlussprüfung hinzulegen? Wie wirkt es sich aus, wenn faule und fleißige Azubis gleich behandelt werden? Meiner Ansicht nach muss sich – auch wenn es abgedroschen klingt – Leistung auch für Auszubildende lohnen.
  2. Unternehmen müssten auch diejenigen übernehmen, die sich 3 Jahre lang z. B. als besserwisserische Querulanten herausgestellt haben. Und solche, die an einer fristlosen Kündigung nur hauchdünn vorbei geschliddert sind. Kann man das der Belegschaft zumuten? Es muss Fälle geben, in denen der Betrieb „Nein“ sagen darf – schon, um die Kollegen zu schützen bzw. um ein gutes Betriebsklima zu wahren.
  3. Momentan boomt die Wirtschaft wieder. In vielen Branchen herrscht gute Stimmung. Das ist allerdings keine Garantie für die Zukunft. Ein Versprechen, alle Azubis unbefristet zu übernehmen, kann langfristig schon aus betriebswirtschaftlichen Gründen nicht gehalten werden. In wirtschaftlich schlechten Zeiten muss unbedingt selektiert werden.
  4. Momenten leben wir ohnehin in einer Zeit, die dem Auszubildenden und seinen beruflichen Plänen entgegenkommt. Es ist verhältnismäßig leicht, einen Ausbildungsplatz zu finden und der Fachkräftemangel führt zu besten Chancen der ausgelernten jungen Menschen, einen der Ausbildung entsprechenden Arbeitsplatz zu erhalten. Warum also jetzt, die gewerkschaftliche „Unterstützung“, wenn die demografische Entwicklung ohnehin für einen Bewerber-Markt sorgt?

Unbefristste Übernahme von Azubis ja - aber ohne Zwang

Nachvollziehbar ist aus meiner Sicht daher die Reaktion des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie NRW, der seine Pressemitteilung zum Thema mit dem Satz schließt: „Sollte die IG Metall ... die Quasi-Verbeamtung der Ausgebildeten im Auge haben, dann muss sie in der Tarifrunde 2012 auf den Boden der Realität zurückgeholt werden“. Keine Frage: Der Weg der unbefristeten Übernahme ist der beste – nicht jedoch per Zwang und nicht unabhängig von Leistung und unternehmerischen Entscheidungen.

Erfolgreiche Mitarbeiterführung

Lernen Sie die wichtigsten Führungsgeheimnisse für erfolgreiche Vorgesetzte kennen und bekommen Sie zufriedene Mitarbeiter.

Datenschutz

Anzeige

Gratis Downloads
28 Beurteilungen
7 Beurteilungen
13 Beurteilungen
Produktempfehlungen

Umfassend über die neuesten Entwicklungen im Personalbereich informiert

Der persönliche 15-Minuten-Coach für erfolgreiche Führungskräfte, Chefs und Vorgesetzte.

Auf alle Personalfragen rechtssichere und sofort umsetzbare Antworten

Stark in der Region: Aktuelle Entwicklungen und Empfehlungen für Personalentscheider

Das praxisnahe und kompetente Nachschlagewerk für Ihren erfolgreichen Einsatz von Excel

Sichern Sie sich jetzt Ihr gutes Recht als Arbeitgeber