Gratis-Download

Erfahren Sie hier, wie Sie Mitarbeitergespräche als Führungsinstrument sinnvoll und effizient einsetzen und welche klaren Gesprächsstrukturen bei...

Jetzt downloaden

Ausbildung: 5 Tipps, wie Sie Schule und Betrieb besser aufeinander abstimmen

0 Beurteilungen

Von Günter Stein,

Sie kennen das Problem: „Das, was wir in der Berufsschule machen, hat nichts mit der Arbeit im Betrieb zu tun“, ist einer der meist gehörten Sätze von Ausbildern und Ausbildungsverantwortlichen. In der Tat gibt es hier berufsübergreifend Probleme.

Theorie und Praxis sind nicht immer ohne weiteres in Einklang zu bringen. Und das deutsche Berufsbildungssystem ist nun einmal so aufgebaut, dass die theoretische und die praktische Vermittlung an unterschiedlichen Lernorten stattfinden. Für dieses System gibt es international mehr Lob als Tadel. Und dennoch kann die Zusammenarbeit zwischen Berufsschule und Betrieb in aller Regel noch optimiert werden. Sie werden das Problem des fehlenden Gleichklangs nie zu 100 % lösen können. Allerdings können sie es „klein halten“. Wir geben Ihnen konkrete Tipps, wie Sie mehr Gleichklang zwischen den beiden Bildungsstätten erreichen können. Damit wird nicht nur die Ausbildungsorganisation zu einer runden Sache. Auch Ihre Auszubildenden werden davon profitieren.

Ausbildung: Besorgen Sie sich den Rahmenlehrplan

Tipp 1: Besorgen Sie sich den Rahmenlehrplan und üben Sie Kontrolle aus. Der Rahmenlehrplan ist die Bibel des Berufschullehrers. Seinen Unterricht stimmt er in aller Regel zeitlich darauf ab. Schulbücher sind häufig exakt nach dem Lehrplan aufgebaut. Daher erhalten Sie einen guten Einblick in die thematische Unterrichtsplanung, wenn Sie zu jedem Beruf, in dem Sie ausbilden, den jeweils aktuellen Rahmenlehrplan besitzen. Damit haben Sie zudem die Möglichkeit - im Falle schwacher Berufsschullehrerleistungen – Kontrolle auszuüben und frühzeitig zu intervenieren. Bedenken Sie: Wenn Ihr Auszubildender in der Prüfung aufgrund theoretischer Defizite schwach abschneidet, fällt das in erster Linie auf Sie und nicht auf die Berufsschule zurück. Rahmenlehrpläne erhalten Sie beim jeweiligen für Schulen zuständigen Ministerium Ihres Bundeslandes. Beachten Sie: von Bundesland zu Bundesland unterscheiden sich die Rahmenlehrpläne für dieselben Berufsbilder zum Teil erheblich. Fordern Sie den benötigten Lehrplan bei dem zuständigen Ministerium des Bundeslandes an, in dem die jeweilige Berufsschule liegt. Sie erhalten die Lehrpläne teils auf Anfrage per Post und teils als Download im Internet.

BundeslandZuständiges MinisteriumInternet-Adresse
Baden-WürttembergMinisterium für Kultus, Jugend und Sportwww.km-bw.de
BayernBayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultuswww.km.bayern.de
BerlinSenatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschungwww.berlin.de/sen/bwf
BrandenburgMinisterium für Bildung, Jugend und Sportwww.mbjs.brandenburg.de
BremenSenator für Bildung und Wissenschaftwww.bildung.bremen.de
HamburgBehörde für Schule und Berufsbildungwww.hamburg.de/bsb
HessenKultusministeriumwww.hessisches-kultusministerium.de
Mecklenburg-VorpommernMinisterium für Bildung, Wissenschaft und Kulturwww.kultus-mv.de
NiedersachsenKultusministeriumwww.mk.niedersachsen.de
Nordrhein-WestfalenMinisterium für Schule und Weiterbildungwww.schulministerium.nrw.de
Rheinland-PfalzMinisterium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kulturwww.mbwjk.rlp.de
SaarlandMinisterium für Bildungwww.bildung.saarland.de
SachsenStaatsministerium für Kultus und Sportwww.smk.sachsen.de
Sachsen-AnhaltKultusministeriumwww.mk.sachsen-anhalt.de
Schleswig-HolsteinMinisterium für Bildung und Kulturwww.mbf.schleswig-holstein.de
ThüringenMinisterium für Bildung, Wissenschaft und Kulturwww.thueringen.de/de/tkm

Haben Sie einen guten Draht zur Berufsschule, dann lassen Sie sich den Rahmenlehrplan von dort kommen. Dort liegt er mit Sicherheit vor.

Ausbildung: Erstellen Sie individuelle Ausbildungspläne

Tipp 2: Erstellen Sie individuelle - auf die Ausbildungsordnung abgestimmte - Ausbildungspläne. Die Ausbildungsordnung gibt Ihnen Orientierung für die Erstellung eines Ausbildungsplans. Sie schreibt beispielsweise vor, welche Kenntnisse in einem Berufsbild zuerst vermittelt werden sollen. Im Ausbildungsplan werden die einzelnen Ausbildungsabschnitte mittel- bzw. langfristig festgelegt (z. B. für 1 Jahr). Nur wenn Sie eine sinnvolle Reihenfolge der Ausbildungsabschnitte festlegen und dabei die Ausbildungsordnung - neben dem schulischen Rahmenlehrplan - berücksichtigen, verhindern sie eine Überforderung in der Praxis. Beispiel: Es macht keinen Sinn, einen kaufmännischen Auszubildenden in der Buchhaltung zu beschäftigen, wenn er die grundlegenden Buchungstechniken in der Berufsschule noch nicht erlernt hat.

Tipp 3: Kontaktieren Sie die Berufsschule - und das möglichst regelmäßig. In der Praxis kommt ein Kontakt mit der Berufsschule häufig erst dann zustande, wenn es bereits gravierende Probleme mit einem Auszubildenden gibt. Der Informationsaustausch erfolgt dann zu spät. Wir empfehlen Ihnen den regelmäßigen – quasi prophylaktischen – Kontakt zu den für sie wichtigen Lehrern und Fachbereichsleitern der Berufsschulen, die für Sie zuständig sind. Optimal ist die Schaffung einer Datei, in der Sie alle relevanten Daten eintragen.

Ausbildungsberuf:
 Name:AdresseTel./HandyE-Mail
Verantwortlich für den Fachbereich ...    
Weitere Lehrkraft 1    
Weitere Lehrkraft 2    
Ausbildungsberuf:
 Name:AdresseTel./HandyE-Mail
Verantwortlich für den Fachbereich ...    
Weitere Lehrkraft 1    
Weitere Lehrkraft 2    

Engagierte Berufsschullehrer schätzen betriebliche Initiativen und sind auch daran interessiert zu erfahren, welche betrieblichen Probleme es gibt. Lehrer, die bereit sind, mehr zu tun als ihre Pflicht, treffen Sie häufig auf Ausbildungsbörsen, im Rahmen von Azubi-Wettbewerben oder bei anderen Fachveranstaltungen. Ist der Kontakt einmal geschaffen und man kennt sich, trifft man sich immer wieder. Im besten Falle können Sie einen Berufsschullehrer für typische betriebliche Belange sensibilisieren. Bedenken Sie: In der Regel geht die Praxis-Erfahrung eines Lehrers über ein betriebliches Praktikum während des Studiums nicht hinaus.

Ausbildung: Fragen Sie Ihre Azubis nach konkreten Tipps

Tipp 4: Fragen Sie Ihre Azubis nach konkreten Tipps. Nutzen Sie auch die Meinungen Ihrer Auszubildenden. Tauchen in Azubi-Besprechungen immer wieder dieselben Abstimmungsprobleme auf, dann sollten Sie das ernst nehmen. Zur Problemlösung können die Auszubildenden selbst auch viel beitragen. Sie kennen die Abläufe und sehen zum Teil strukturelle Schwächen in der Berufsschule eher als ein Fachausbilder. Zudem erhalten sie Impulse aus anderen Betrieben von ihren Klassenkameraden. Sprechen Sie Ihre Auszubildenden in regelmäßigen Abständen gezielt auf Verbesserungsvorschläge an.

Tipp 5: Machen Sie Ihren Fachausbildern jederzeit klar, welche Ziele sie zu vermitteln haben. Ihren Ausbildern am Arbeitsplatz in den einzelnen Abteilungen sollte jederzeit bewusst sein, wie der theoretische Stand ihrer Auszubildenden ist. Im Klartext: Wenn Sie Ihre Auszubildenden den Fachausbildern anvertrauen, müssen Sie folgende Informationen mitgeben:

  • Name
  • Ausbildungsberuf
  • Alter
  • Schulabschluss
  • Ausbildungsbeginn
  • Ausbildungsende laut Ausbildungsvertrag
  • eine Kopie des individuellen Ausbildungsplans mit Angaben der bereits durchlaufenen Stationen

Erfahrene Ausbilder können hieraus auch ableiten - gerade dann, wenn sie denselben Beruf erlernt haben - was in der Berufsschule bereits gelernt wurde. Darüber hinaus empfehlen wir, die Fachausbilder zu beauftragen, sich - über das Gespräch mit den Auszubildenden - mit dem aktuellen Stand in der Berufsschule vertraut zu machen. Ein Austausch über den Berufsschulstoff sollte zum Inhalt des regelmäßigen oder spontanen Informationsaustauschs zwischen Ausbilder und Azubi werden.

Erfolgreiche Mitarbeiterführung

Lernen Sie die wichtigsten Führungsgeheimnisse für erfolgreiche Vorgesetzte kennen und bekommen Sie zufriedene Mitarbeiter.

Datenschutz

Anzeige

Gratis Downloads
28 Beurteilungen
7 Beurteilungen
13 Beurteilungen
Produktempfehlungen

Umfassend über die neuesten Entwicklungen im Personalbereich informiert

Der persönliche 15-Minuten-Coach für erfolgreiche Führungskräfte, Chefs und Vorgesetzte.

Auf alle Personalfragen rechtssichere und sofort umsetzbare Antworten

Stark in der Region: Aktuelle Entwicklungen und Empfehlungen für Personalentscheider

Das praxisnahe und kompetente Nachschlagewerk für Ihren erfolgreichen Einsatz von Excel

Sichern Sie sich jetzt Ihr gutes Recht als Arbeitgeber