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Auswirkungen des Bildungsföderalismus auf die Ausbildung

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Personal Ausbildung

Von Günter Stein,

Sind Sie eigentlich zufrieden mit unserem Schulsystem? Die Berufsschulen möchte ich bei dieser Fragestellung einmal außen vor lassen.

Sind Sie zufrieden mit dem Bildungsstand der Schülerinnen und Schüler, die sich Jahr für Jahr bei Ihnen bewerben? Glauben Sie, dass Sie möglicherweise qualitativ bessere oder schlechtere Bewerbungen erhalten würden, wenn Ihr Ausbildungsunternehmen in einem anderen Bundesland angesiedelt wäre? Schulbildung ist schließlich Ländersache, was als Bildungsföderalismus bezeichnet wird. Zum Thema Bildung gab es vor einiger Zeit eine Online-Umfrage, an der sich fast eine halbe Million Menschen beteiligt haben. Initiiert und durchgeführt haben die Umfrage unter anderem die Strategieberatung Roland Berger und die Bertelsmann-Stiftung. Es gab hier einige bemerkenswerte Ergebnisse und kaum eines war so eindeutig wie die Meinung zum Bildungsföderalismus. 9 von 10 Befragten äußerten sich kritisch: Die Lehrinhalte in den allgemein bildenden Schulen müssten bundesweit einheitlich sein und die Schulabschlüsse ebenfalls.

Auswirkungen des Bildungsföderalismus

Die Gegenwart zeigt, dass wir von dieser Idealvorstellung meilenweit entfernt sind. Festzustellen ist hingegen, dass sich die Bundesländer immer weiter auseinander entwickeln. Wussten Sie beispielsweise, dass es in Berlin und Brandenburg mittlerweile nur noch ein 2-gliedriges Schulsystem gibt? Zu den Gymnasien nennt sich der „Unterbau“ in Brandenburg „Oberschule“ und in Berlin „Sekundarschule“. Sogenannte Sekundarschulen gibt es allerdings auch in manch anderen Bundesländern; sie stellen dort aber eine andere Schulform dar. Und auch die Länge der Grundschulzeit differiert: Einige Bundesländer setzen auf längeres gemeinsames Lernen, die meisten jedoch auf frühzeitige Trennung nach der 4. Klasse, was vor allem den leistungsstarken Schülern zugutekommt. Wiederum andere hatten schon mal mit einer Verlängerung der Grundschulzeit geliebäugelt oder tun es zurzeit. Am Ende der Schulzeit stehen in den Bundesländern völlig unterschiedliche Abschluss- und Abiturquoten und damit auch eine kaum einzuschätzende Wertigkeit der mittleren (sofern vorhanden) und sonstigen Bildungsabschlüsse.

Betriebliche Ausbildung: nicht föderalistisches Vorbild

Auch ich bin der Meinung, dass Vereinheitlichung wichtig wäre. Dazu müssten natürlich alle Seiten ihre ideologischen Brillen abnehmen und kompromissbereit einen entsprechenden Weg suchen. Übrigens: Wir Ausbilder befinden uns durchaus in einer beneidenswerten Situation: Die Ausbildungsrahmenpläne sind nämlich (im Gegensatz zu den Rahmenlehrplänen der Schulen) nicht Ländersache und damit bundeseinheitlich geregelt. Ein Industriekaufmann ist – egal wo gelernt – ein Industriekaufmann. Und ein Kfz-Mechatroniker lernt ebenfalls im Betrieb bundeseinheitlich gleich. Die betriebliche Ausbildung macht es dem Rest des Bildungssystems also einheitlich vor – und es funktioniert.

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