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Bezahlen Sie die Ausbildung nicht allein: Einstiegsqualifizierung und ausbildungsbegleitende Hilfen

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Arbeitsrecht Mitarbeiterfuehrung

Von Günter Stein,

Sie als Ausbildungsbetrieb leisten für die Gesellschaft mehr als andere Unternehmen. Sie qualifizieren junge Menschen und nehmen dabei jede Menge Geld in die Hand – und das bei ungewisser Aussicht, ob sich diese „Investition“ für Sie auch auszahlt.

Unter bestimmten Umständen unterstützt Sie bzw. Ihren Auszubildenden aber auch der Staat mit öffentlichen Geldern. Finanzierte Praktika in Form der so genannten Einstiegsqualifizierung und ausbildungsbegleitenden Hilfen sind 2 Beispiele dafür, dass Sie der Staat nicht allein lässt, wenn es darum geht, gute Bewerber zu ermitteln und die Ausbildungsreife der Azubis zu verbessern.

Einstiegsqualifizierung: Das Programm läuft auch in diesem Jahr

Die Einstiegsqualifizierung Jugendlicher (EQJ) wird unter dem Begriff "Einstiegsqualifizierung (EQ)" mindestens bis Ende des Jahres 2010 weitergeführt und gefördert. Allerdings ist mittlerweile die Altersgrenze (bisher 25 Jahre) für die teilnehmenden Auszubildenden entfallen, was zur Namensänderung führte.

Der Kerngedanke: Jugendliche ohne Ausbildung, die nur bedingt vermittelbar sind, absolvieren ein Praktikum, das sie auf die Ausbildung in einem bestimmten Ausbildungsberuf vorbereitet. Grundlage des Praktikums, das zwischen 6 und 12 Monaten dauert, sind so genannte Qualifizierungsbausteine, über deren Inhalte und Anforderungen sich interessierte Ausbildungsbetriebe bei ihrer Kammer erkundigen können.

Monatlicher Zuschuss für EQ-Praktikanten

Was genau wird gefördert?

Die Bundesagentur für Arbeit zahlt für den EQ-Praktikanten einen monatlichen Zuschuss von 212 € sowie einen pauschalierten Anteil zum Sozialversicherungsbeitrag von 106 €. Den Förderantrag stellen Sie bei der für Ihren Betrieb zuständigen Agentur für Arbeit.

Konkret sparen Sie so:

Sollte die EQ-Maßnahme erfolgreich sein und in ein Ausbildungsverhältnis münden, dann können Sie maximal 6 Monate des EQ-Praktikums auf die Ausbildungszeit anrechnen. Da Sie für diese 6 Monate Zuschüsse erhalten hatten, haben Sie für die verbleibende Ausbildungsdauer entsprechend weniger Vergütungskosten.

Ausbildungsbegleitende Hilfen: Schwächen bei Azubis kostenneutral für Sie ausbügeln

Seit Jahren haben sich für Auszubildende und Unternehmen die so genannten ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) bewährt. Auch diese können Ihre Azubis nach wie vor in Anspruch nehmen – und letztlich profitieren auch Sie als Ausbildungsbetrieb davon.

Der Kerngedanke: Auszubildende mit Schwächen erhalten zusätzlichen Stützunterricht – in der Regel bei einem Bildungsträger. Da der Unterricht von der Agentur für Arbeit finanziert wird, ist er für Sie als Ausbildungsunternehmen kostenneutral.

Ausbildungsbegleitende Hilfen sind für fachtheoretische und -praktische Inhalte ebenso denkbar wie für allgemeinbildende Fächer, beispielsweise Mathematik und Deutsch. Aber auch Kurse zur Persönlichkeitsentwicklung oder Lerntechniken werden gefördert. Fragen Sie bei Ihrer regionalen Agentur für Arbeit nach, welche Inhalte angeboten werden. Kommt für einen Ihrer Azubis ein Lehrgang in Frage, dann muss er allerdings selbst die Zügel in die Hand nehmen und die Förderung bei der Arbeitsagentur beantragen. Voraussetzung für eine Teilnahme ist

- das nachgewiesene Vorliegen von Defiziten,

- das Angebot eines geeigneten Lehrgangs

- der Wille des Auszubildenden, seine Schwächen tatsächlich zu beseitigen.

Dafür muss der Azubi natürlich vor allem seinen inneren Schweinehund überwinden. Denn die Maßnahmen der ausbildungsbegleitenden Hilfen finden in der Regel nach Feierabend statt. Das erfordert einen gewissen "Biss"- und genau der ist ja entscheidend für den Erfolg. Möglicherweise ist es nötig, dass Sie Ihren Azubi auch "von außen" ein wenig motivieren.

Das haben Sie davon:

Ausbildungsbegleitende Hilfen entlasten Sie als Ausbildungsbetrieb erheblich. Schließlich können Defizite zu ganz erheblichen Problemen in der Ausbildung führen. Wollten Sie die bestehenden Defizite selbst beheben, müssten Sie Zeit und Geld in innerbetrieblichen Unterricht oder externe Maßnahmen investieren. Das bleibt Ihnen so erspart.

Übrigens: Manchmal findet ein Lehrgang auch während der betrieblichen Ausbildungszeit statt. Ist dies der Fall, erstattet Ihnen die Agentur für Arbeit sogar die Ausbildungsvergütung für die so "versäumte" Ausbildungszeit. Ein Antrag auf „Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung bei abH“ bei der Agentur, die die Maßnahme bewilligt hatte, genügt.

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