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Mitarbeiterführung: 9 Tipps, wie Sie Ihre Mitarbeiter immer wieder motivieren können

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Von Günter Stein,

Wenn alles rund läuft, die Zahlen stimmen und die Zielvorgaben erreicht werden, ist meist auch die Stimmung im Team in Ordnung. Und Sie als Führungskraft müssen keine großen Anstrengungen unternehmen, um Ihre Leute bei Laune zu halten und zu motivieren.

Ganz anders sieht es aus, wenn es Projektprobleme gibt oder Gerüchte über Umstrukturierungen, Entlassungen oder den Verkauf des Unternehmens die Runde machen. Dann ist Ihr Können als Führungskraft besonders gefragt.

Was können Sie tun, damit Ihre Leute trotzdem engagiert ihre Arbeit machen und sich kein allgemeiner Leistungsabfall bemerkbar macht? Gerade in diesen kritischen Situationen ist es wichtig, dass das Vertrauen zwischen Ihnen und Ihren Mitarbeitern stimmt.

Berücksichtigen Sie folgende motivationsfördernden Faktoren in Ihrer Mitarbeiterführung – nicht nur in schwierigen Zeiten:

1. Schalten Sie den Motivationskiller „Angst“ aus.

Wenn Angst vor Arbeitsplatzverlust die Köpfe Ihrer Mitarbeiter blockiert, hat Motivation keinen Platz. Offenheit ist das beste Mittel gegen Angst. Sprechen Sie die Ängste Ihrer Mitarbeiter so offen wie möglich an. Zeigen Sie Verständnis und bauen Sie Ihre Mitarbeiter auf.

2. Übertragen Sie Verantwortung.

Wenn auch Sie als Führungskraft Angst haben – und das ist menschlich –, neigen Sie dazu, Ihre Mitarbeiter stärker zu kontrollieren. Kontrolle aber ist das Gegenteil von Motivation. Deshalb: Lassen Sie los. Wem vertraut wird, der will das Vertrauen rechtfertigen und stolz darauf sein. Delegieren Sie, wo immer möglich. Übertragen Sie Verantwortung und lassen Sie Mitarbeiter Probleme selbstständig lösen. Das motiviert sie zu Spitzenleistungen.

3. Geben Sie Ihren Mitarbeitern eine Herausforderung.

Besonders ehrgeizige und risikofreudige Mitarbeiter empfinden es als große Auszeichnung und Belohnung, wenn Sie ihnen eine anspruchsvolle Aufgabe oder die Mitarbeit an einem risikoreichen Projekt übertragen. Erst dieser Vertrauensbeweis spornt sie dazu an, alles zu geben.

4. Berücksichtigen Sie bei der Mitarbeiterführung das Statusdenken. Für manche Mitarbeiter ist es motivierend, einen besonderen Jobtitel zu tragen, z. B. Mitarbeiter des Monats, Junior-, Senior-Varianten usw. Auch die Verantwortung für ein außergewöhnliches oder besonders wichtiges Projekt wird als besonderer Status empfunden.

5. Gewähren Sie Freiräume.

Für bestimmte Mitarbeiter stellt es eine ungeheure Motivation dar, wenn sie z. B. einen oder 2 Tage in der Woche von ihrem Heimarbeitsplatz aus arbeiten können. Andere wollen ganz einfach flexiblere Arbeitszeiten: früher kommen, weil sie Morgenmenschen sind, oder später anfangen und bis weit in den Abend arbeiten, weil sie abends mehr Ruhe für wichtige Aufgaben haben. Für wieder andere ist eine gelegentliche Dienstreise, die sie dem Alltagstrott entreißt, ein wichtiger Faktor der Motivation. Wenn Sie diese Flexibilisierung der Arbeitszeiten nicht allein entscheiden können, setzen Sie sich bei Ihren Vorgesetzten für dieses Thema ein. Viele Arbeitgeber geben immer noch viel zu starre Arbeitszeiten vor, die die Kreativität und Produktivität ihrer Mitarbeiter in hohem Maße mindern.

6. Tun Sie etwas für den Wohlfühlfaktor

Ein paar Bistrotische zum kurzen Plausch in der Kaffeepause, umrahmt von Pflanzen, genügen, um den Informationsaustausch innerhalb des Teams zu fördern. Das ist nicht nur für ein gutes Klima förderlich, sondern steigert auch den Informationsfluss im Hinblick auf die Teamziele. Mitarbeiter reden hier nicht nur über Privates, sondern sprechen auch intensiv über geschäftliche Bereiche.

Tipp: Nicht alle Menschen sind von Natur aus kommunikativ und gesellig. Wenn diese sich nicht an den Treffen beteiligen, ist das kein Affront gegen Sie. Dulden Sie durchaus eigene, sich automatisch entwickelnde Treffs – solange die Arbeit nicht darunter leidet. Und sorgen Sie auf jeden Fall dafür, dass die Frauen und Männer, die lieber ihre Arbeit verrichten als einen kurzen Plausch zu halten, nicht von den Kommunikativeren – was den Informationsfluss anbelangt – ausgeschlossen werden.

7. Vermitteln Sie Ihren Mitarbeitern eine Perspektive.

Wer kennt nicht den Spruch von Antoine de Saint-Exupéry? „Wer ein Schiff bauen will, soll seinen Leuten nicht Hammer und Nägel geben, sondern in ihnen die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer wecken!“ Übersetzt auf Ihren Alltag in der Mitarbeiterführung bedeutet das: Setzen Sie nicht nur auf die Qualifikation Ihrer Mitarbeiter, sondern geben Sie ihnen vor allem Orientierung und Perspektive. Denn wer qualifiziert ist, kann Leistung bringen. Wer dagegen orientiert ist, will Leistung bringen. Genau das ist der kleine Unterschied, der echte Motivation ausmacht. Denken Sie an sich selbst: Nicht die Zusatzqualifikation, die Sie erwerben können, motiviert Sie, sondern das, was Sie mittel- und langfristig damit erreichen können.

8. Führen Sie individuelle Gespräche mit Ihren Mitarbeitern.

Interessieren Sie sich für ihre Zukunft und ihre Pläne. Fragen Sie gezielt nach:

  • Wer hat welche persönlichen und beruflichen Ziele?
  • Wie kann er oder sie diese beruflichen Zukunftspläne am besten mit den Anforderungen des Unternehmens vereinbaren?
  • Welche Zusatzausbildung braucht er, damit er seine mittel- und langfristigen Ziele erreichen kann?
  • Wie können Sie den Mitarbeiter bei seinen Zielen unterstützen?

9. Bieten Sie Weiterbildungsmöglichkeiten an.

Fast jeder Mitarbeiter fühlt sich motiviert, wenn ihm die Möglichkeit zur Erweiterung seines Wissens und damit ein Türöffner für seine weitere Karriere geboten wird. Setzen Sie dieses Mittel der Motivation gezielt ein und kämpfen Sie wiederum bei Ihren Vorgesetzten um ein akzeptables Weiterbildungsbudget für Ihr Team.

Fazit: Wichtig bei der Mitarbeiterführung ist, dass Sie Ihre Mitarbeiter nicht nur für heute, sondern auch für die künftigen Anforderungen im Unternehmen qualifizieren und ihnen damit eine Perspektive geben. Denn engagierte Mitarbeiter wollen sich weiterentwickeln und ihren Erfahrungsschatz erweitern. Damit, davon sind sie überzeugt, steigt auch ihr genereller Marktwert. Wenn Sie Ihren Mitarbeitern die Sicherheit geben, dass Sie sie fit für die Zukunft machen, und ihnen die Möglichkeit geben, ihre Kompetenz und ihre Persönlichkeit weiterzuentwickeln, erreichen Sie die höchste Motivation bei Ihren Mitarbeitern. Denn Mitarbeiter wollen Teil eines größeren, begeisternden Ganzen sein. Haben Ihre Mitarbeiter dieses Gefühl?

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