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Mitarbeiterführung: Spielregeln für die Krankmeldung vereinbaren

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Arbeitsrecht Mitarbeiterfuehrung

Von Günter Stein,

Die Frage: Wir möchten neue Spielregeln für die Krankmeldung unserer Mitarbeiter aufstellen.

Wir wollen Sie verpflichten, sich im Krankheitsfall telefonisch oder persönlich am Tag der Erkrankung (nicht per E-Mail) bei ihrem direkten Vorgesetzten melden zu müssen. Da die Vorgesetzten viel Arbeit um die Ohren haben, ist es ihnen natürlich nicht zuzumuten, die Personalabteilung dann zu informieren. Das sollen die Mitarbeiter auch tun. Sie müssen also zukünftig zwei Meldungen, und das telefonisch oder persönlich erstatten. Beim gelben Schein soll alles so bleiben, wie es ist: Der ist spätestens am vierten Tag vorzulegen. Einen Betriebsrat haben wir nicht. Ist diese Anweisung also so in Ordnung?

Mitarbeiterführung: Krankmeldung darf auch durch beauftragte Person erfolgen

Die Antwort: Jein. Gesetzlich betrachtet muss Ihnen ein Arbeitnehmer am ersten Tag seines krankheitsbedingten Fehlens die Arbeitsunfähigkeit regelmäßig zum üblichen Arbeitsbeginn anzeigen. Dass der Mitarbeiter sich selber meldet, können Sie ihm aber nicht vorschreiben. Er kann sich selbst melden oder auch andere Personen beauftragen, Ihnen den Grund des Fehlens mitzuteilen.

Mitarbeiterführung: Keine gesetzliche Grundlage für Pflicht zur Doppelmeldung

Ob er sich dabei bei der Personalabteilung oder beim direkten Vorgesetzten meldet, können Sie bestimmen. Für die Pflicht zur Doppelmeldung gibt es aber keine gesetzliche Grundlage. Dies würde auch als „unverhältnismäßig“ angesehen. Soll die Meldung also direkt an die Vorgesetzten erfolgen, müssen diese, Arbeitsbelastung hin- oder her, die Meldung dann weiterreichen. Der Arbeitnehmer braucht sich auch nicht persönlich melden – was je nach Krankheit auch gar nicht möglich ist. Er kann auch eine andere Person damit beauftragen, Sie zu informieren.

Mitarbeiterführung: Können Sie eine Krankmeldung per E-Mail verbieten?

Zumindest wenn Mitarbeiter im Ausland sind, bringen Sie Arbeitnehmer damit in Konflikt mit dem Gesetz. Denn: Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, sich auf dem schnellsten Weg zu melden. Befindet er sich beispielsweise auf hoher See, weil er eine Kreuzfahrt macht, haben Sie ihm die preiswerteste und schnellste Meldemöglichkeit verwehrt (E-Mail). Ihm bleibt ggfs. nur eine teure Satellitentelefonverbindung (die Kosten trägt dann der Arbeitgeber) – oder er muss warten, bis das Schiff wieder in Reichweite herkömmlicher Funknetze ist – würde damit aber nach Ihrer Regelung eine Abmahnung riskieren.

Fazit: Sie sollten die geplante Regelung erst sorgfältig überdenken und dann praktikable Spielregeln schaffen.

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