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Telearbeit widerrufen? Sind Sie jetzt ein Mobber?

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Mobbing Telearbeit

Von Günter Stein,

Rund 1,5 Mio. Arbeitnehmer in deutschen Betrieben leiden nach Angaben der Fairness-Stiftung unter Mobbing. Sie werden über Monate und Jahre hinweg angefeindet, schikaniert und diskriminiert. Auf der anderen Seite gibt es auch Fälle, in denen Arbeitnehmer schlicht behaupten, gemobbt zu werden, ohne dass das tatsächlich der Fall wäre.

So auch in einem kürzlich veröffentlichten Urteil des Landesarbeitsgerichts Berlin-Brandenburg (18.6.2010, Az. 6 Sa 271/10).

Eine Beschäftigte war länger als ein Jahr arbeitsunfähig krankgeschrieben. Ihr Arzt hatte ihr eine posttraumatische Belastungsstörung attestiert. Angeblich soll diese durch Mobbing der Vorgesetzten ausgelöst worden sein. Diese haben versucht, die mit der Kollegin getroffene Telearbeitsvereinbarung zu widerrufen. Die Beschäftigte wollte weiterhin Telearbeit leisten. Damit erklärte sich der Arbeitgeber nicht einverstanden. Das nahm sie zum Anlass, vor Gericht auf Schmerzensgeld wegen Mobbings zu klagen. Damit hatte sie allerdings keinen Erfolg.

Widerruf von Telearbeit kein Mobbing

Das Gericht hielt das Verhalten, das der Arbeitgeber gegenüber der Beschäftigten gezeigt hatte, nicht für Mobbing. Ziel des Arbeitgebers sei es gewesen, die Anwesenheitszeit der Arbeitnehmerin im Büro zu erhöhen. Das erscheine vor dem Hintergrund einer effektiveren Aufgabenerledigung durchaus plausibel. Und zwar vor allem, weil der Arbeitgeber die Weiterführung der Telearbeit nicht gänzlich abgelehnt hatte. Er hatte vielmehr 2 Präsenztage von der Beschäftigten gefordert. Eine solche Entscheidung stehe ihm zu.

Schwierige familiäre Situation ändert nichts

Die Arbeitnehmerin hatte ihren Schmerzensgeld-Antrag u. a. damit begründet, dass sie alleinerziehende Mutter dreier Kinder sei. Insoweit räumten die Richter ein, dass die Telearbeit ihr eine große Erleichterung biete, Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen. Allerdings bestehe diese weiterhin – lediglich in reduzierter Form. Die Reduzierung sei zudem kein Verhalten, das als Mobbing zu bewerten sei. Denn der Arbeitgeber respektiere die schwierige familiäre Situation grundsätzlich.

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