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Werden Sie der Super-Chef - Vermeiden Sie diese Führungsfallen

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Führung
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Von Yannick Esters,

Jede Führungskraft hat diese Situation schon erlebt – erkannt wird sie dennoch meist erst, wenn es bereits zu spät ist: Sie bewirken mit Ihrer gut gemeinten Maßnahme genau das Gegenteil von dem, was Sie beim Mitarbeiter erreichen wollten.

Solche unerwünschten „Nebeneffekte“ können Sie zukünftig vermeiden! Wir verraten Ihnen, wie Sie die 5 größten Führungsfallen frühzeitig erkennen und gekonnt abwenden.

Hand aufs Herz: Kein Chef ist perfekt. Einmal sind wir zu wenig präsent, das andere Mal schießen wir mit unseren Maßnahmen übers Ziel hinaus und landen in der Führungsfalle.

Jede Führungskraft hat sie schon erlebt – erkannt wird sie dennoch meist erst, wenn es bereits zu spät ist: die typische Führungsfalle. Sie bewirken mit Irer gut gemeinten Maßnahme genau das Gegenteil von dem, was Sie beim Mitarbeiter erreichen wollten. Damit Sie solche Situationen zukünftig vermeiden – oder im Notfall gekonnt ausbügeln –, verraten wir Ihnen den richtigen Umgang mit den größten Führungsfallen.

1. Die Harmoniesucht-Falle

Die Situation: Weil Sie einen besonderen Wert darauf legen, dass stets jeder Mitarbeiter mit jeder Entscheidung zufrieden ist, bringen Entscheidungen in Ihrem Büro jedes Mal Endlosdiskussionen mit sich. Vielleicht nutzen einige Mitarbeiter diesen Umstand sogar gezielt dazu Entscheidungen zu blockieren.

Achtung: Hier besteht – neben genervten Mitarbeitern – die Gefahr, dass Sie als wenig durchsetzungsfähig gelten.

So entgehen Sie der Falle: Machen Sie sich bewusst, dass eine kritische Entscheidung niemals allen Mitarbeitern schmecken kann. Sicher soll jeder seine Meinung kundtun können – am Ende sind jedoch Sie als Führungskraft für die finale Entscheidung verantwortlich. Genau das zeichnet Sie im Unterschied zu Ihren Mitarbeitern aus. Hören Sie auf Ihre Mitarbeiter, aber haben Sie im Anschluss auch den Mut, Ihre Entscheidung durchzusetzen. Wenn Sie dabei nachvollziehbare und objektive Entscheidungswege nennen, ist der Schritt auch für Ihre Mitarbeiter verständlich und leichter zu akzeptieren.

2. Die Kritikvermeidungs-Falle

Die Situation: Kritikgespräche gehören bei Ihnen zu den wenig geliebten Aufgaben. Statt Mitarbeiter direkt auf mangelhafte Arbeit oder Fehlverhalten anzusprechen, drücken Sie häufig ein Auge zu oder belassen es bei einer flapsigen Bemerkung im Vorbeigehen.

Achtung: Während Sie denken, Ihr Mitarbeiter versteht einen behutsamen Wink mit dem Zaunpfahl, schleicht sich Fehlverhalten ein und setzt sich fest, denn Ihr Mitarbeiter geht davon aus, dass alles in bester Ordnung ist.

So entgehen Sie der Falle: Es hilft alles nichts – um Ihre Meinung klar zu kommunizieren, müssen offene Worte her. Machen Sie es sich zur Gewohnheit, Unpünktlichkeit oder Nachlässigkeit direkt anzusprechen, denn nur so lernt Ihr Mitarbeiter auch aus seinem Fehler. Suchen Sie im Anschluss an ein beobachtetes Fehlverhalten ein 4-Augen-Gespräch, und nennen Sie den konkreten Anlass dafür. Nur so werden Sie übrigens auch Mitarbeitern, die sich stets bemühen, gerecht. Mit der Zeit wird die positive Wirkung klarer Worte das unangenehme Gefühl in Sachen Kritikgespräch überwiegen!

3. Die Delegations-Falle

Die Situation: Jedes Dokument geht über Ihren Schreibtisch, und kein Mitarbeiter entscheidet eigenständig.

Achtung: Hier nehmen Sie nicht nur Ihren Mitarbeitern die Motivation, selbstständig zu entscheiden. Sie kommen auch Ihren Verpflichtungen nicht hinterher, weil Sie Entscheidungen treffen, die auf Führungsebene nicht vorgesehen sind.

So entgehen Sie der Falle: Hier gilt es schlichtweg, neue Seiten aufzuziehen. Reden Sie mit Ihren Mitarbeitern darüber, dass Sie zukünftig mehr Verantwortung übertragen möchten. Einen extra Motivationsschub verleihen Sie, wenn Sie dies in 4-Augen-Gesprächen tun und gleichzeitig erläutern, warum Sie dem einzelnen Mitarbeiter zutrauen, Entscheidungen selbst zu treffen. Führen Sie im Anschluss gelegentlich Stichproben durch – Sie werden sehen, wie Ihre Mitarbeiter mit ihren Aufgaben wachsen. Und Sie haben mehr Zeit für Ihre Führungsaufgaben.

Weitere Führungsfallen auf einen Blick

Fehlmotivation: Sie verwenden zu viel Energie darauf, lustlosen Mitarbeitern zum nötigen Ansporn zu verhelfen, und übersehen dabei die guten Leistungen Ihrer motivierten Mitarbeiter. Die Lösung: Lassen Sie zuverlässigen Mitarbeitern mehr Aufmerksamkeit zukommen. Bringen Sie sie mit den Unmotivierten in Teamaufgaben zusammen. So bringen sich Ihre Mitarbeiter gegenseitig auf ein hohes Arbeitsniveau.
Wichtig: Geben Sie dabei genug positives Feedback, und beobachten Sie die Zusammenarbeit der Mitarbeiter.

Alleinherrschaft: Sie sehen sich in der Verantwortung, alle Entscheidungen allein zu treffen. Dabei neigen Sie zu Schnellschüssen, bei denen sich Ihre Mitarbeiter übergangen fühlen. Die Lösung: Beziehen Sie Ihre Mitarbeiter in Entscheidungen ein — und wenn es nur eine kurze Rundmail mit der Bitte um Lösungsvorschläge ist. Wenn Sie Entscheidungen allein treffen, achten Sie darauf, den Entscheidungsweg zu erläutern, und legen Sie sich eine nachvollziehbare Argumentation zurecht.

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Fazit: Nur Nullen haben keine Ecken und Kanten Sie wissen am besten, wie Ihr Team tickt. Behalten Sie dennoch die Führungsfallen im Hinterkopf. So vermeiden Sie, dass Ihre Maßnahmen nicht nur gut gemeint sind, sondern auch die gewünschte Wirkung erzielen.

Erfolgreiche Mitarbeiterführung

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Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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