Arbeitsrecht: So wandeln Sie einen befristeten in einen unbefristeten Arbeitsvertrag um

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Von Günter Stein | Erstellt:

Frage: Wir beschäftigen drei Mitarbeiter mit befristeten Verträgen. Wir haben sie in 2008 eingestellt. Diese Beschäftigungsverhältnisse würden wir gerne in unbefristete Beschäftigungsverhältnisse umwandeln. Geht das?

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Frage: Wir beschäftigen drei Mitarbeiter mit befristeten Verträgen. Diese Beschäftigungsverhältnisse würden wir gerne in unbefristete Beschäftigungsverhältnisse umwandeln. Geht das?

Arbeitsvertrag: Keine Zusatzvereinbarung erforderlich

Antwort: Wenn Sie einen befristet eingestellten Mitarbeiter in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernehmen wollen, könnten Sie eigentlich „faul“ sein. Denn das befristete Arbeitsverhältnis wandelt sich bei einer Fortsetzung der Beschäftigung über das Befristungsende hinaus automatisch in ein unbefristetes um. Theoretisch ist also weder ein neuer Arbeitsvertrag noch eine Zusatzvereinbarung erforderlich.

Aber: Sie können keineswegs sicher sein, dass Ihr Mitarbeiter sich nicht eine andere Beschäftigung sucht, wenn Sie ihn länger im Unklaren lassen.

Arbeitsvertrag: Mustervereinbarung für eine Zusatzvereinbarung

Es ist also nur richtig, sich abzusichern, indem Sie möglichst frühzeitig vertragliche Fakten schaffen. Ohne großen Aufwand erreichen Sie das mit einer Zusatzvereinbarung zum bestehenden Arbeitsvertrag, die Sie beide unterschreiben müssen. Nutzen Sie dafür folgende Mustervereinbarung:

Zusatzvereinbarung zum Arbeitsvertrag vom ........... zwischen .................... (Arbeitnehmer)und der .......................................GmbH (Arbeitgeber)

Die Parteien kommen überein, das auf den xx.xx.xxxx befristete Arbeitsverhältnis ab dem xx.xx.xxxx unbefristet fortzusetzen. Die Beschäftigungszeiten vom ... bis zum xx.xx.xxxx werden auf das Vertragsverhältnis angerechnet.

Datum / Unterschriften

Tipp: Wenn Sie die Gelegenheit nutzen wollen, um den Inhalt des Arbeitsvertrags weiter abzuändern, sollten Sie einen anderen Weg gehen. Schließen Sie in diesem Fall am besten gleich einen neuen Arbeitsvertrag ab.

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